Trump: USA sichern sich Ölvorkommen in Venezuela

"Größter Öl-Deal in der Weltgeschichte":Trump: USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela

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Venezuelas Ölreserven sind die größten der Welt. Nun sichern sich die USA Zugriff auf mehr als 65 Milliarden Barrel davon. Trump spricht vom "größten Öl-Deal in der Weltgeschichte".

US-Präsident Donald Trump macht eine Geste, als er aus der Air Force One aussteigt.

Durch das Abkommen erhält das Land Kontrolle über 65 Milliarden Barrel Öl.

29.08.2026 | 0:23 min

Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Dies sei "der größte Öl-Deal in der Weltgeschichte".

Das entspräche rund einem Fünftel der Vorkommen, die sich Schätzungen zufolge in Venezuela befinden. Durch die Vereinbarung wachse die Menge des den USA potenziell zur Verfügung stehenden Öls auf mehr als das Doppelte an, so Trump. Wie Trump weiter mitteilte, wurde die Vereinbarung in Absprache mit der geschäftsführenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, geschlossen.

Rodríguez spricht von "historischem" Abkommen

Rodríguez erklärte, in dem "historischen" Abkommen mit den USA gehe es um die Entwicklung von 17 strategisch wichtigen Ölfeldern in Venezuela mit einem Potenzial von 65 Milliarden Barrel. Der Öl-Deal werde außer den mehr als 100 Milliarden Dollar an Investitionen auch mehr als 209 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen für den Staat einbringen, erklärte sie im Onlinedienst Telegram. Auf diese Weise werde die Vereinbarung "eine bedeutende Wirkung für die Wiedergeburt unserer Nation" haben.

Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Vorkommen von 46 Milliarden Barrel. Allerdings sind darin nicht nur Rohöl, sondern auch das Kondensat enthalten, das bei der Förderung aus dem Bohrloch gewonnen wird. Bereits jetzt sind die USA der größte Produzent von Erdöl weltweit.

Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodriguez (2.v.r), und die Oppositionspolitikerin Dinorah Figuera (2.v.l) nehmen an der Eröffnung eines Nationalen Dialogs in Caracas teil.

Regierung und Opposition in Venezuela haben mit von den USA vermittelten Gesprächen begonnen. Ziel sei die Stärkung demokratischer Strukturen. Oppositionsführerin Machado war nicht beteiligt.

07.08.2026 | 0:24 min

USA übten Druck auf Venezuela aus

Ende vergangenen Jahres hatten die USA den Druck auf Venezuela erhöht und das Militär in der Region erheblich verstärkt. Zumeist rechtfertigten die USA den Einsatz mit mutmaßlichem Drogenschmuggel, Trump selbst brachte ihn aber auch mit den Ölvorkommen in Verbindung.

Venezuela habe den USA "Öl, Land und andere Vermögenswerte" gestohlen, teilte er damals mit. Sie müssten sofort zurückgegeben werden. Anfang der 2000er Jahre hatte Venezuela Ölfelder verstaatlicht, wovon auch US-Firmen betroffen waren. Es folgte ein Streit über Entschädigungen.

Anfang des Jahres nahmen US-Spezialkräfte dann den langjährigen Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, gefangen. Die USA klagten ihn und seine Ehefrau Cilia Flores unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" an. Kritiker bezeichneten das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht.

Seither wird das Land von der früheren Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführender Präsidentin geführt. Sie arbeitet mit Washington seit längerem unter anderem in Erdölfragen zusammen.

Erdölreserven weltweit

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Hohe Benzinpreise setzen Trump unter Druck

Trumps Regierung will die großen Ölvorkommen des Landes nutzen und hatte erheblichen Einfluss auf die venezolanische Ölindustrie und Politik ausgeübt. Mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann.

Trump steht zudem innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt. Der durchschnittliche Preis für bleifreies Benzin lag am Donnerstag bei 4,09 Dollar pro Gallone. Seit Beginn des Krieges ist er damit um über ein Drittel gestiegen. Laut dem Automobilverband AAA dürfte es für Autofahrer in den USA der teuerste August der Geschichte werden.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 29.08.2026 um 08:27 Uhr.

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