"Golden Dome"-Raketenabwehr: Trump plant Milliardenprojekt

"Golden Dome":Raketenabwehr: Trump plant Milliardenprojekt

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US-Präsident Donald Trump treibt Pläne für den Raketenschild "Golden Dome" voran. Allerdings steht das Projekt vor politischen Hindernissen und einer unsicheren Finanzierung.

US-Präsident Donald Trump will bis zum Ende seiner Amtszeit in knapp vier Jahren für die USA eine neue Raketenabwehr nach dem Vorbild des israelischen Iron Dome aufbauen. Das kündigte Trump im Weißen Haus an.

Der Bundesstaat Alaska werde eine wichtige Rolle spielen, wie auch Florida, Georgia und Indiana. "Golden Dome wird unsere Heimat schützen", sagte Trump.

Steuerzahler wird zahlen

Obwohl es nicht die teuerste Option ist, die das Pentagon angeboten hatte, würde es den amerikanischen Steuerzahler immer noch Dutzende Milliarden US-Dollar kosten. Bis zur Einsatzfähigkeit dürften zudem Jahre vergehen.

Sollte das System umgesetzt werden, würden die USA zum ersten Mal Waffen in den Weltraum bringen, die abgefeuert werden könnten, um eine ankommende Rakete im Flug zu zerstören.

Projekt in Milliardenhöhe

Als Anschubfinanzierung für das Projekt seien 25 Milliarden US-Dollar (22 Milliarden Euro) eingeplant. Insgesamt solle das Vorhaben rund 175 Milliarden US-Dollar kosten. Kanada habe Interesse angemeldet, sich an dem Projekt zu beteiligen, sagte er.

Das Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) schätzte in diesem Monat, dass allein die weltraumgestützten Komponenten des Programms in den kommenden 20 Jahren bis zu 542 Milliarden Dollar kosten könnten. Trump hatte bereits wenige Tage nach seiner Amtseinführung im Januar eine Verfügung unterzeichnet, um das Projekt anzustoßen.

Das Vorhaben mit dem Namen "Golden Dome" soll demnach neben Kurzstreckenraketen auch moderne Hyperschall- und Langstreckenraketen abwehren können - sowohl aus der Luft als auch aus dem Weltraum. Es würde damit deutlich über die bereits bestehenden US-Abwehrsysteme hinausgehen.

Landesweites System wäre ineffizient und kostspielig

Der "Golden Dome" würde sich deutlich von seinem israelischen Vorbild Iron Dome unterscheiden, das speziell darauf ausgelegt ist, Kurzstreckenraketen und Geschosse abzufangen, um dicht besiedeltes Gebiet zu schützen. Die geografischen und sicherheitspolitischen Bedingungen in den USA sind grundlegend anders.

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Weder Mexiko noch Kanada stellen eine militärische Bedrohung dar, und ein landesweites System wäre aufgrund der enormen Größe der USA ineffizient und extrem kostspielig. Die USA haben die Entwicklung, den Bau und die Wartung des Iron Dome in Israel mit großen Summen unterstützt. Das System gilt daher auch als Symbol für die enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

Demokratische Abgeordnete haben zudem bereits Bedenken zum Beschaffungsprozess und zur Beteiligung von SpaceX geäußert. Das Unternehmen des Trump-Verbündeten und Tesla-Chefs Elon Musk gilt neben Palantir und Anduril als Favorit für den Bau wichtiger Systemkomponenten.

Quelle: AP, dpa, Reuters

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