Foto bei G7-Gipfel - Trump: "Meloni hat mich angebettelt"

Gemeinsames Foto bei G7-Gipfel:"Sie hat mich angebettelt" - Meloni widerspricht Trump

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Donald Trump wirft Georgia Meloni vor, ihn beim G7-Gipfel um ein Foto "angebettelt" zu haben. Die widerspricht vehement und bezichtigt den US-Präsidenten der Lüge.

US-Präsident Donald Trump unterhält sich am 16.06.2026 in Evian im Osten Frankreichs während eines Arbeitsessens im Rahmen des G7-Gipfels mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

US-Präsident Donald Trump unterhält sich im französischen Evian beim G7-Gipfel im Rahmen eines Abendessens mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Quelle: AFP

Die italienische Ministerpräsidentin Georgia Meloni hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, sie habe ihn beim G7-Gipfel in Frankreich um ein gemeinsames Foto "angebettelt", als "frei erfunden" bezeichnet. "Ich bin fassungslos", erklärte Meloni im Onlinedienst X am Freitag. "Ich und Italien betteln nie", fügte sie hinzu.

In einem Telefoninterview mit dem italienischen Fernsehsender La7 hatte Trump einer Abschrift des Kanals zufolge behauptet, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Evian "angebettelt", ein Foto mit ihm machen zu können. Er habe dem zugestimmt, weil er "Mitleid" mit Meloni gehabt habe. Diese könne sich "glücklich schätzen", dass er sich mit ihr unterhalten habe.

Ich musste gar nicht mit ihr reden.

Donald Trump im Interview mit dem italienischen Fernsehsender La7

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19.06.2026 | 1:53 min

Meloni hat kein Verständnis für Trumps Verhalten

Meloni äußerte sich verständnislos angesichts dieses Verhaltens. "Ich weiß nicht, warum der Präsident der Vereinigten Staaten sich so gegenüber seinen eigenen Verbündeten verhält, es ist schließlich nicht das erste Mal, dass so etwas passiert", erklärte sie bei X.

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"Ich kann nur sagen, dass es bedauerlich ist, dass er nicht dieselbe Entschlossenheit gegenüber den Feinden des Westens, gegenüber den Feinden der Vereinigten Staaten, gegenüber Führungen zeigt, mit denen er sich stattdessen viel nachgiebiger verhält."

Italienische Regierung veröffentlichte Foto

Zum Abschluss des Gipfels am Mittwoch hatte Meloni noch von einem "sehr positiven Klima" gesprochen. Mit Trump sei es "zu keinen Reibereien" gekommen, hatte sie nach dem Treffen gesagt. Die italienische Regierungschefin war während des Gipfels mehrfach mit dem US-Präsidenten gesehen worden, unter anderem bei einem Treffen auf einem Sofa, nach dem er ihr auf die Schulter zu klopfen schien. Die italienische Regierung veröffentlichte ein Foto des Treffens.

Auf diesem vom Pressebüro des Palazzo Chigi am 17.06.2026 veröffentlichten Foto spricht US-Präsident Donald Trump während des G7-Gipfels im französischen Evian mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Beim G7-Gipfel nahmen Donald Trump und Girogia Melonie ein gemeinsames Foto auf. Nun sagt Trump, dass er das aus "Mitleid" getan hätte - Meloni widerspricht.

Quelle: AFP PHOTO / PALAZZO CHIGI PRESS OFFICE

Beim G7-Gipfel im französischen Évian Anfang der Woche soll es aber zu einem "klärenden Gespräch" gekommen sein, wie es aus Rom hieß. Italienische Medien verbreiteten ein Foto der beiden: Sie sind darauf zu sehen, wie sie gemeinsam auf einer Couch sitzen und in ein Gespräch vertieft sind. Dabei soll die "Einheit des Westens" von beiden bekräftigt worden sein, berichteten diplomatische Kreise.

Italiens Außenminister sagt aus Protest nächste Reise ab

Aus Protest gegen die Äußerungen Trumps sagte der italienische Außenminister Antonio Tajani einen geplanten Besuch in den USA am 21. und 22. Juni ab. Die Reise werde nicht stattfinden wegen der "schwerwiegenden und beleidigenden Kommentare" Trumps, erklärte Tajani auf X. Trump habe damit "ganz Italien beleidigt", fügte er hinzu.

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In den Monaten nach Trumps Amtsantritt im Januar 2025 hatte sich Meloni noch als Vermittlerin zwischen dem US-Präsidenten und den anderen Europäern in Szene gesetzt. Doch das Verhältnis der beiden rechtsgerichteten Politiker trübte sich schnell ein. Streitpunkt waren unter anderem verbale Auseinandersetzungen zwischen Trump und Papst Leo XIV., bei denen Meloni Partei für das katholische Kirchenoberhaupt ergriff.

Im Iran-Krieg warf Trump Meloni schließlich vor, Washington im Stich gelassen zu haben. Die italienische Regierung hatte dem US-Militär Angriffe auf den Iran von Stützpunkten in Italien aus untersagt.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 17.06.2026 ab 20 Uhr.

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