Sie sangen die iranische Hymne nicht:Trump: Asyl für iranische Fußballerinnen - in Australien
Iranische Fußballerinnen hatten bei einem Match nicht die Nationalhymne gesungen und fürchten die Rückkehr nach Hause. Nun will Donald Trump die Frauen schützen - in Australien.
Fußballfans sorgen sich, dass das iranische Regime Rache an der Frauen-Fußballnationalmannschaft nehmen könnte.
09.03.2026 | 1:38 minAus Sorge um fünf iranische Fußballspielerinnen, die vor einem Spiel in Australien nicht die iranische Hymne gesungen haben, wird Australien nach den Worten von US-Präsident Donald Trump den Frauen Asyl gewähren.
Er habe gerade mit dem australischen Premier Anthony Albanese über die iranische Frauen-Nationalmannschaft gesprochen, erklärte Trump am Montag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Er ist dran. Um fünf kümmern sie sich bereits", fügte Trump hinzu.
Iranisches Fußballteam: Sorge vor Repressionen
Die Spielerinnen hatten bei der Asienmeisterschaft in Australien beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea nicht die iranische Nationalhymne gesungen. Nun drohen ihnen nach Einschätzung von Menschenrechtlern Repressalien bei ihrer Rückkehr in die Heimat. Ihre Geste zwei Tage nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe gegen den Iran war von vielen Beobachtern als Zeichen des Widerstands gegen die Islamische Republik interpretiert worden.
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09.03.2026 | 1:40 minVor Trumps Post auf Truth Social hatten Medien, darunter der Fernsehsender CNN, berichtet, dass fünf Mitglieder der iranischen Mannschaft nach dem Aus beim Asien Cup bei den australischen Behörden Asyl beantragt haben.
Die Personen hätten aus Sorge um ihre Sicherheit das Teamhotel verlassen und sich in die Obhut der Polizei begeben, wie CNN berichtete. Der iranische Fußballverband teilte später mit, dass fünf Spielerinnen der Nationalmannschaft das Hotel heimlich verlassen hätten - und sich der Verband um Kontakt bemühe.
Trump: USA würden iranische Fußballerinnen aufnehmen
Auch der Sohn des früheren iranischen Schahs, Reza Pahlavi, warnte am Montag, die Weigerung der Frauen, die Hymne zu singen, könne "schreckliche Konsequenzen" haben. Er drängte Australien, den Fußballerinnen Schutz zu bieten. Trump forderte daraufhin Albanese auf, den Frauen Asyl zu gewähren und fügte hinzu:
Die USA werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun.
Donald Trump, US-Präsident
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09.03.2026 | 2:25 minSpäter erklärte der US-Präsident, einige der Spielerinnen hätten "das Gefühl, dass sie nach Hause zurückkehren müssen, weil sie um die Sicherheit ihrer Familienmitglieder fürchten". Eine offizielle Stellungnahme der australischen Regierung zur Ankündigung Trumps lag zunächst nicht vor. Bislang wollte sie sich nicht dazu äußern, ob das Land den Spielerinnen Asyl anbieten könne.
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