US-Wahl 2024: Trump wird wieder Präsident

Republikaner gewinnt Wahl:Trump wird wieder US-Präsident

von Katharina Schuster, Carsten Hauptmeier, Washington D.C. / Mainz

|

Ex-Präsident Donald Trump kehrt ins Weiße Haus zurück. Er sicherte sich eine Mehrheit in den Bundesstaaten und setzte sich damit gegen seine Konkurrentin Kamala Harris durch.

Donald Trump wird zum zweiten Mal Präsident der USA. Nach Erfolgen in wichtigen Swing States sicherte er sich bei der Präsidentschaftswahl eine Mehrheit in den Bundesstaaten und wird damit als Nachfolger von Joe Biden 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Seine demokratische Konkurrentin, die amtierende Vizepräsidentin Kamala Harris, unterlag überraschend deutlich.

Den Ausschlag gab am Wahltag der Erfolg im Swing State Wisconsin. Die zehn Wahlleute aus dem umkämpften Staat sorgten dafür, dass Trump im Electoral College eine Mehrheit hat. Am Ende sicherte er sich sogar alle Staaten, in denen der Ausgang als besonders knapp galt. Er kommt damit auf 312 Stimmen, notwendig waren mindestens 270 Wahlleute.

US-Wahl: Ergebnisse im Überblick (Electoral College + Karte)

ZDFheute Infografik

Ein Klick für den Datenschutz

Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Trump erklärte sich selbst zum Wahlsieger

Trump hatte am Wahltag schon früh den Wahlsieg für sich reklamiert. "Es ist ein politischer Sieg, wie ihn unser Land noch nie erlebt hat", sagte Trump bei einem Auftritt vor Anhängern im Bundesstaat Florida. "Wir haben Geschichte geschrieben." Er versprach den Wählerinnen und Wählern ein "goldenes Zeitalter" Amerikas.

Ich danke dem amerikanischen Volk für die außerordentliche Ehre, zum 47. Präsidenten gewählt worden zu sein.

Donald Trump, Republikaner

Trumps Vizekandidat J.D. Vance erklärte, er sei Zeuge des größten politischen Comebacks in der Geschichte der USA.

Harris bat ihre Anhänger, den Wahlausgang zu akzeptieren. Sie verstehe, dass viele Menschen aufgewühlt seien, sagte sie vor einer Menschenmenge an der Howard University in Washington D.C. "Aber wir müssen das Ergebnis dieser Wahl akzeptieren."

Die Demokratin betonte, dass die Loyalität der Amerikaner nicht einem Präsidenten oder einer Partei gelte, sondern der Verfassung, dem eigenen Gewissen und Gott. Mehrfach sagte sie, dass man den Kampf nicht aufgeben werde, etwa für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Das Licht von Amerikas Versprechen wird immer hell brennen, solange wir niemals aufgeben und solange wir weiterkämpfen.

Kamala Harris, Demokratin

Bundesregierung bietet Trump Zusammenarbeit an

Die US-Wahl 2024 galt als eine der bedeutendsten Wahlen seit Jahrzehnten. Diskutiert wird etwa darüber, was der Ausgang für die innenpolitische Stabilität in den USA bedeutet, aber auch für die Zukunft der Ukraine und der transatlantischen Beziehungen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bot Trump nach der Wahl direkt eine Zusammenarbeit an: "Gemeinsam arbeiten Deutschland und die USA seit langem erfolgreich zusammen, um Wohlstand und Freiheit auf beiden Seiten des Atlantiks zu fördern." Auch Außenministerin Annalena Baerbock gratulierte und betonte, die transatlantische Freundschaft sei "seit jeher nicht auf eine Partei gebucht". Deutschland werde auch für die künftige amerikanische Regierung ein "enger, verlässlicher Verbündeter" sein.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte betonte, Trumps Führung werde erneut von entscheidender Bedeutung sein, um die Stärke der transatlantischen Verteidigungsallianz zu erhalten.

Mehrheit für Republikaner im US-Senat

Zeitgleich zur Entscheidung zwischen Trump und Harris wurden auch große Teile des US-Kongresses neu gewählt, der aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat besteht. Diese Wahlen finden alle zwei Jahre statt.

Die Republikaner sicherten sich dabei die Macht im US-Senat. Sie erlangten die absolute Mehrheit von mindestens 51 Sitzen. Erstmals seit vier Jahren hat die Partei von Donald Trump damit die Mehrheit in der kleineren der beiden Kongresskammern.

Auch im neuen Repräsentantenhaus werden die Republikaner erneut die Mehrheit stellen. Damit hat Trump weitreichenden Spielraum, um seine Pläne durchzusetzen. Harris' Demokraten könnten dann kein Gegengewicht mehr bilden.

US-Wahl: Ergebnis in Senat und Repräsentantenhaus

ZDFheute Infografik

Ein Klick für den Datenschutz

Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Amtseinführung von Trump am 20. Januar

Am 16. Dezember wird das Electoral College, also das Wahlleutegremium, zusammenkommen und offiziell den Präsidenten wählen. Die Amtseinführung findet am 20. Januar 2025 statt. Trump war bereits von Januar 2017 bis Januar 2021 US-Präsident. Harris wäre die erste Frau an der Spitze der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen.

Umfragen hatten ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen vorhergesagt. Doch während Trump ein historisches Comeback feierte, konnte Harris die Hoffnungen der Demokraten nicht erfüllen. Sie war nach dem Rückzug des amtierenden Präsidenten Joe Biden zur Präsidentschaftskandidatin gekürt worden.

Präsidentschaftswahlen 2024
Wahlen zum Senat
Wahlen zum Repräsentantenhaus
Wen wählten ...
Wer wählte Kamala Harris
Wer wählte Donald Trump
Wen wählten ...
Wen wählten ...
Wen wählten ...
Wer wählte Kamala Harris
Wer wählte Donald Trump
Wen wählten Wähler/innen mit und ohne College-Abschluss?
Wen wählten Weiße mit und ohne College-Abschluss?
Wer wählte Kamala Harris ...
Wer wählte Donald Trump ...
Wahlentscheidung nach Jahreseinkommen
Wen wählten Erstwähler/innen ...
Wahlentscheidung in ...
"Die Wirtschaftslage in den USA ist ..."
"Die Wirtschaftslage in den USA ist ..."
Eigene finanzielle Situation:
Inflation:
Wahlentscheidung: Wichtigstes Thema für Harris-Wähler/innen
Wahlentscheidung: Wichtigstes Thema für Trump-Wähler/innen
Wichtigste Kandidateneigenschaft  für Harris-Wähler/innen: Kamala Harris ...
Wichtigste Kandidateneigenschaft  für Trump-Wähler/innen: Donald Trump ...
Illegale Einwanderer: Chance auf Verbleib
US-Unterstützung für Israel
Abtreibung sollte sein ...
Kompetenzen: "Wer würde den besseren Job machen beim Thema ..."
"Die Demokratie in den USA ist ..."
Nach dem Wahlergebnis:
Motive: "Meine Wahl war
Ansehen von Harris bzw. Trump
Ansichten von Harris bzw. Trump
Gefühle: "Wenn Kamala Harris Präsidentin wird, bin ich ..."
Gefühle: "Wenn Donald Trump Präsident wird, bin ich ..."
Zukunftsaussichten:
Gefühle: "Damit, wie die Dinge in den USA laufen, bin ich eher ..."
Joe Biden:
US-Präsidenten nach der ersten Amtszeit: "Macht seinen Job als Präsident ..."

Grafiken: Robert Meyer, Moritz Zajonz und Luisa Billmayer

Autoren: Katharina Schuster ist Reporterin im ZDF-Studio in Washington D.C., Carsten Hauptmeier ist Redakteur bei ZDFheute in Mainz.

Mehr zu den Wahlen in den USA

  1. Der designierte US-Präsident Donald Trump
    Liveblog

  2. Das US-Kapitol in Washington, DC.
    Schwerpunkt

    Nachrichten & Analysen:Wer gewinnt die Midterms?


  3. Kamala Harris steht an einem Rednerpult. Sie lächelt.
    Thema

    Nachrichten & Hintergründe:Kamala Harris


  4. Donald Trump sitzt an einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.
    Thema

    Nachrichten & Hintergründe:Donald Trump


  5. USA-Flagge und stilisierte Wahlkandidaten
    Grafiken

    Midterm Elections:US-Parteien: Warum Demokraten und Republikaner dominieren

    von Delia Thomas
    Video0:54

  6.  US-Präsident Donald Trump spricht auf dem South Lawn des Weißen Hauses mit Reportern.

    Staatlich finanzierte Werbespots:Demokraten klagen gegen Trump wegen Wahlwerbung

    mit Video6:01

  7. Donald Trump mit erhobener Faust

    Politik | auslandsjournal:Trumps bröckelnde Basis

    von Claudia Bates
    Video6:01

  8. Rubio und Vance stehen hinter Trump im Weißen Haus
    Analyse

    Nachfolger fürs Weiße Haus:Vance, Rubio und die Frage nach dem großen Erbe

    Julian Schmidt-Farrent, Washington, D.C.
    mit Video2:25

  9. Von außerhalb der Wahlkabine sieht man eine Wählerin, die in der USA bei den Midterms in einer Wahlkabine steht.

    Schwachstellen im US-Wahlsystem:Mit Manipulation und Tricks in die US-Midterms

    von Tina Andrecht
    mit Video10:55

  10. G7-Gipfel
    Newsletter

    Verstehen, wie Trump die USA verändert:"Chickeletta" oder von der Leyen legt ein Ei

    Ulf Röller, Brüssel

  11. US President Donald Trump attends Hispanic Heritage Month Celebrations
    Analyse

    Zwischenbilanz für den US-Präsidenten:Trump vor den Midterms: Was Wähler so unzufrieden macht

    Fränzi Meyer, Washington, D.C.
    mit Video1:40

  12. Foto Kongressgebäude in Washington mit stilisierter Grafik Parlamentssitze
    Grafiken

    Zwischenwahlen am 3. November:Midterms in den USA: Was gewählt wird

    von Delia Thomas
    Video0:59