Trump: Putin will Energie-Waffenruhe-Deal mehr als Selenskyj

Streit um Energie-Waffenruhe:Trump: Putin will die Waffenruhe mehr als Selenskyj

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US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass zwischen der Ukraine und Russland eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen gilt. Mutmaßliche Verstöße müsse er sich anschauen.

Präsident Donald Trump spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung.

Trumps Kritik an Selenskyj sei "schon sehr massiv", sagt ZDF-Reporter Torge Bode. Der US-Präsident hat eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angekündigt, Bedingungen bleiben offen.

12.10.2026 | 4:26 min

US-Präsident Donald Trump will ungeachtet der Kritik an seinem jüngsten Vorgehen im Ukraine-Krieg den Aggressor Russland nicht stärker in die Pflicht nehmen und sieht vor allem die Ukraine unter Zugzwang.

Auf die Frage einer Reporterin, was er dazu sage, dass Russland die von Trump selbst verkündete Energie-Waffenruhe verletzt habe, sagte der US-Präsident: "Nun, ich müsste mir das erst einmal ansehen, denn es gab Verstöße auf beiden Seiten."

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"Wir sehen einen neuen Keil im Verhältnis zwischen Donald Trump und Selenskyj", sagt Politikwissenschaftlerin Hanna Notte. Sie hält den Diesel-Deal mit Putin für einen politischen Erfolg Russlands.

12.10.2026 | 6:13 min

Trump vermeidet Kritik an Putin

Auf Nachfrage, wie er Russlands Präsident Wladimir Putin dazu bewegen wolle, sich an die Waffenruhe zu halten, sagte Trump, er glaube, dass Putin eine Einigung erzielen wolle - und man den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu bringen müsse, das ebenfalls zu wollen.

Auch eine weitere Reporterfrage, wo er bei Putin die Bereitschaft für eine Einigung sehe, wenn dieser die Ukraine angreife, bügelte Trump ohne ein Wort der Kritik am Kreml ab:

Ich glaube, sie werden eine Einigung erzielen. Ich glaube tatsächlich, dass Putin mehr als Selenskyj daran interessiert ist, einen Deal zu machen.

Donald Trump, US-Präsident

US-Präsident Donald Trump winkt, während er am 10.10.2026 auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington, D.C., USA, zur Residenz geht.

US-Präsident Trump setzt den ukrainischen Präsidenten Selenskyj weiter unter Druck und fordert einen Führungswechsel in der Ukraine. Zuvor kritisierte Selenskyj Trumps Diesel-Deal mit Russland.

11.10.2026 | 0:20 min

Selenskyj: Mit Waffenruhe einverstanden, wenn Russland mitzieht

Selenskyj hatte die USA zuvor aufgefordert, Russland zur Einhaltung der von Trump verkündeten und auf den Energiesektor begrenzten Waffenruhe anzuhalten. "Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen", sagte Selenskyj in einer per Videoschalte auf dem Warschauer Sicherheitsforum übertragenen Rede.

Man sei am Sonntag sehr überrascht worden von Trumps Ankündigung in sozialen Medien, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt würden, sagte Selenskyj weiter.

Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Selenskyj betonte, die Ukraine sei mit einem Stopp von Angriffen auf Energieanlagen einverstanden, wenn Russland dies auch respektiere. Man habe deshalb auch in der vergangenen Nacht darauf verzichtet, russische Ölraffinerien anzugreifen.

Dieses Foto zeigt die Explosion einer Drohne während eines Luftangriffs auf Kiew am 11. Oktober 2026.

Nach US-Präsident Trumps Ankündigung einer "Energie-Waffenruhe" wirft die Ukraine Russland einen Angriff auf ein Heizkraftwerk in Kiew vor. Auch aus Charkiw wurden neue Angriffe gemeldet.

12.10.2026 | 0:21 min

Scharfe Kritik an Trumps Diesel-Deal mit Russland

Trump hatte die Ukraine in den vergangenen Tagen gleich mehrfach vor den Kopf gestoßen: So verlangte er nach einem Telefongespräch mit Putin die Ablösung Selenskyjs und verkündete eine Vereinbarung zur Lieferung von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus Russland. Bei europäischen Verbündeten wie auch im eigenen Land gab es daran starke Kritik.

Mehrere US-Senatoren - auch aus den Reihen seiner Republikaner - kritisierten den Diesel-Deal als rechtswidrig, weil der Kongress im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt habe, damit die USA nicht Russlands Krieg finanzieren.

Torge Bode

Die Ukraine kritisiert die Lockerung der US-Sanktionen für russischen Diesel. ZDF-Korrespondent Torge Bode berichtet.

10.10.2026 | 0:57 min

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:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
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Quelle: dpa, AP
Über die Lage im Ukraine-Krieg berichtet das ZDF in vielen aktuellen Sendungen, zuletzt in der heute Xpress am 12.10.2026 ab 07:30 Uhr.

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