Mandelson-Affäre: Britischer Premier Starmer wieder unter Druck

Mandelson mit Epstein-Verbindungen:Neue Enthüllung zu Ex-Botschafter: Starmer in Erklärungsnot

|

Der britische Premier Keir Starmer gerät wieder stärker unter Druck: Grund sind neue Enthüllungen über Ex-Botschafter Mandelson, der in den Epstein-Skandal verwickelt ist.

17.04.2026, Frankreich, Paris: Der französische Präsident Emmanuel Macron (nicht abgebildet) und Premierminister Sir Keir Starmer veranstalten gemeinsam ein Treffen im Palast in Frankreich, um eine multinationale Koalition zur Erleichterung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz nach dem Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran zu bilden.

Der britische Premier Keir Starmer bleibt beim Thema Mandelson unter Druck. Mandelson hatte vor seiner Ernennung zum US-Botschafter einen Sicherheitscheck nicht bestanden.

17.04.2026 | 1:06 min

Der britische Premierminister Keir Starmer ist in der Affäre um den in den Epstein-Skandal verwickelten Ex-Botschafter in den USA, Peter Mandelson, erneut unter Druck geraten. Er sah sich am Freitag gezwungen, sich gegen neue Rücktrittsforderungen der Opposition zu verteidigen.

Starmer: Wurde nicht informiert

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Mandelson den Botschafter-Posten in Washington erhalten hatte, obwohl er durch den Sicherheitscheck gefallen war. Starmer sagte, er sei darüber nicht informiert worden. Dies sei ungeheuerlich. "Nicht nur ich wurde nicht informiert, kein Minister wurde informiert, und ich bin darüber absolut wütend."

Starmer kündigte an, am Montag im Parlament alle relevanten Fakten in voller Transparenz zu dem Vorgang darzulegen. Starmers Erster Staatssekretär Darren Jones sagte dem Radiosender LBC, Starmers politische Zukunft als Premierminister stehe nicht infrage.

Andrew verlässt das royale Anwesen in Windsor und zieht auf einen privaten Familien-Landsitz. Zuvor hatte König Charles ihm wegen der Epstein-Affäre alle royalen Titel entzogen. (04.02.2026)

Die Enthüllungen aus den Epstein-Akten bringen die britische Monarchie unter Druck. Premier Starmer überlebt den Skandal um Ex-Botschafter Mandelson politisch knapp.

11.02.2026 | 2:10 min

Opposition fordert Rücktritt des Premiers

Als Reaktion auf den Eklat um die Sicherheitsprüfung hatte die Regierung noch am späten Donnerstagabend den ranghöchsten Beamten des Außenministeriums, Olly Robbins, entlassen. Führende Oppositionspolitiker warfen Starmer jedoch vor, das Parlament in die Irre geführt zu haben, und forderten erneut seinen Rücktritt.

Die Chefin der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, bezeichnete die Verteidigung des Premierministers als absurd. Dem Sender BBC Radio 4 sagte sie:

Die Geschichte ist nicht stimmig. Der Premierminister hält uns für dumm.

Kemi Badenoch, Chefin der Konservativen Partei

Peter Mandelson

Der im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal festgenommene britische Ex-Botschafter in den USA, Peter Mandelson, ist auf Kaution wieder freigelassen worden.

24.02.2026 | 2:02 min

Die Enthüllungen kommen für Starmer drei Wochen vor den Regional- und Kommunalwahlen in England, Schottland und Wales am 7. Mai zur Unzeit und lassen neue Vorwürfe mangelnder Führungsqualitäten Starmers aufkommen.

Aus Kreisen von Starmers Labour-Partei hieß es, die Affäre sei ein ständiger Quell für neue Probleme. Sie werde dafür sorgen, dass der Premierminister bis zu der erwarteten Wahlschlappe unter Beobachtung bleibe.

Mandelson-Verbindungen zu Epstein

Starmer steht seit längerem unter Druck, weil er Mandelson trotz dessen bekannter Verbindungen zu dem verurteilten und inzwischen gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zum britischen Botschafter in den USA ernannt hatte. Mandelson war von dem prestigeträchtigen Posten in Washington entlassen worden, als das Ausmaß seiner Beziehungen zu Epstein bekannt wurde.

Der britische Botschafter in den USA, Lord Peter Mandelson. (Archiv)

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat Premierminister Keir Starmer den britischen Botschafter Peter Mandelson in den USA entlassen.

11.09.2025 | 1:55 min

Im Zentrum der Vorwürfe steht der Verdacht, Mandelson habe während seiner Zeit als Minister in der Regierung von Gordon Brown im Jahr 2009 vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben. Entsprechende E-Mails waren Ende Januar vom US-Justizministerium veröffentlicht worden.

Die britische Polizei leitete daraufhin Ermittlungen ein. Starmer hatte sich für die Ernennung entschuldigt und Mandelson eine "Kette von Täuschungen" vorgeworfen.

Montage von Jeffrey Epstein mit den Opfern Ashley Rubright und Lisa Phillips

Betroffene, Anwälte, Journalisten und Politiker schildern den Kampf gegen ein Netzwerk aus Macht und Missbrauch, dessen Ausmaß sich mit der Veröffentlichung der "Epstein Files" offenbart.

14.04.2026 | 43:58 min

Quelle: Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 17.04.2026 um 20:35 Uhr.

Mehr zum Epstein-Skandal

  1. Sarah Ferguson

    Wegen Verbindung zu Jeffrey Epstein:Sarah Ferguson verliert Ehrenbürgerschaft der Stadt York

    mit Video0:56

  2. Symbolbild: undatierte Bilder, die das US-Justizministerium am 30. 1. 2026 im Rahmen der Jeffrey-Epstein-Akten zur Verfügung stellte

    Reisepass-Kopien gefunden:Epstein-Netzwerk: Wohin eine neue Spur führt

    von Arndt Ginzel und Martin Kraushaar
    mit Video19:05

  3. Donald Trump, Melania Knauss (heute Trump), Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell im Mar-A-Lago im Jahr 2000.

    Neue Auswertungen:Epstein-Akten: Was darin über Trump, Musk und Co. steht

    von Oliver Klein
    mit Video9:26

  4. Auf einem Blatt ist eine Kopie des Führerscheins von Jeffrey Epstein zu sehen.

    Nachrichten | Thema:Jeffrey Epstein