Kim Jong Uns Schwester: Atomstatus ist nicht verhandelbar

Absage an Verhandlungen:Kim Yo Jong: Nordkoreas Atomstatus "unumkehrbare Realität"

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Die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un erteilt einem Nukleardeal eine entschiedene Absage. Feindliche Kräfte sollten "Tagträume von einer Denuklearisierung aufgeben".

Nordkoreas Oberster Führer Kim Jong Un hält eine Ansprache, die den nordkoreanischen Soldaten gewidmet ist, die an der Befreiung der russischen Region Kursk von den ukrainischen Streitkräften teilnahmen.

Laut Machthaber Kim Jong Un will Nordkorea sein Atomwaffenarsenal stark ausbauen. Die Produktionskapazität habe sich innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als verdoppelt.

04.06.2026 | 0:19 min

Kim Yo Jong, Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, hat den Status ihres Landes als Atomwaffenmacht für nicht verhandelbar erklärt. Nordkoreas Status als Nuklearwaffenstaat sei eine "unumkehrbare Realität - unabhängig davon, ob andere ihn anerkennen oder nicht", teilte die 38-Jährige über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA mit. Feindliche Kräfte sollten ihre "Tagträume von einer Denuklearisierung aufgeben", sagte Kim weiter.

Damit erteilte Kim Yo Jong diplomatischen Bemühungen für eine nukleare Abrüstung Nordkoreas eine klare Absage. Kim Yo Jong zählt zu den engsten Vertrauten ihres Bruders. Sie gilt zudem als eines der wichtigsten Gesichter in der Außenpolitik des abgeschotteten Landes.

Erst am Freitag hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap gesagt, die Vereinigten Staaten blieben offen für einen Dialog mit Nordkorea "ohne Vorbedingungen" und hielten "weiterhin an dem Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas fest".

Kim Jong Un mit seiner Tochter in einer Munitionsfabrik.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat mit seiner Tochter eine Waffenfabrik besucht. Fotos der Staatsagentur KCNA zeigen beide bei der Inspektion.

12.03.2026 | 0:46 min

Nordkorea: Staatsbesuch von Xi Jinping

Kims Aussagen erfolgen kurz vor einem angekündigten Staatsbesuch von Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping. Der chinesische Präsident wird am Montag erstmals seit 2019 wieder Nordkorea besuchen. China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und unterstützt das Land diplomatisch, wirtschaftlich und politisch. Die beiden Staaten kämpften Seite an Seite während des Koreakriegs (1950-53).

Nordkorea unterliegt wegen seines Atom- und Raketenprogramms seit rund zwei Jahrzehnten umfangreichen Sanktionen der UN. Zuletzt hatten China und Russland im UN-Sicherheitsrat weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea blockiert. Zudem verhinderten sie die Verlängerung des Mandats eines UN-Expertengremiums, das die Umsetzung der Sanktionen überwacht hatte. Zuletzt hatte Nordkorea mit neuen Waffentests weltweit Besorgnis ausgelöst.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Nordkorea will Atomwaffenarsenal ausbauen" am 04.06.2026 um 12:40 Uhr.

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