Venezuelas Ex-Präsident Nicolás Maduro erneut vor US-Gericht

Festsetzung von Venezuelas Ex-Präsident:Maduro nach Gefangennahme zum zweiten Mal vor US-Gericht

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Venezuelas Ex-Präsident Maduro steht wieder vor Gericht. Die Verhandlung ist Teil eines Vorprozesses, in dem es auch um die Rechtmäßigkeit seiner Gefangennahme durch die USA geht.

Beamte des US-Bundesgefängniswesens betreten das Metropolitan Detention Center am Vorabend der geplanten Gerichtsverhandlung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in New York am 25. 3. 2026.

Metropolitan Detention Center in New York

Quelle: AFP

Fast drei Monate nach seiner Gefangennahme durch US-Spezialkräfte wird der abgesetzte venezolanische Präsident Nicolás Maduro am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit zum zweiten Mal vor Gericht erwartet.

Während seiner ersten Anhörung im Januar hatte sich der 63-Jährige vor dem Bundesgericht in New York zu den von den USA erhobenen Vorwürfen für "nicht schuldig" erklärt und im Gegenzug den Vereinigten Staaten vorgeworfen, ihn entführt zu haben. Der jetzige Termin ist ebenfalls Teil des Vorverfahrens vor einem eigentlichen möglichen Prozess.

Venezuela: Maduro vor US-Gericht

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Bei der Anhörung dürfte es heute vor allem um Formalitäten gehen. So steht beispielsweise die Frage im Raum, wer die Anwaltskosten für Maduro und seine Ehefrau bezahlt. Wenn dies die venezolanische Regierung übernehmen soll, bräuchte Maduros Anwalt Barry Pollack erst eine entsprechende Lizenz. Das verletze die Rechte seines Mandanten, hatte Pollock bereits im Vorfeld argumentiert und gefordert, die Anklage fallenzulassen.

Das werfen die USA Maduro vor

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" angeklagt. Er soll demnach sein Amt dazu genutzt haben, um den Schmuggel von Kokain in die USA zu ermöglichen. Dafür soll Maduro sich mit Drogenhändlern des "Cartel de los Soles" verbündet und selbst persönliche Vorteile daraus gezogen haben. Mitangeklagt ist seine Frau Cilia Flores. Auch sie sagte beim ersten Gerichtstermin, dass sie unschuldig sei.

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Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung über Jahre autoritär geführt. In der Nacht zum 3. Januar nahmen US-Spezialkräfte ihn und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gefangen und brachten beide in die USA. Seither sitzt das Ehepaar in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Den Vorsitz des Verfahrens hat der 92 Jahre alte Richter Alvin Hellerstein übernommen.

Kritiker zweifeln Rechtmäßigkeit der Gefangennahme an

Kritiker betrachten den US-Militäreinsatz in Venezuela als Verstoß gegen das Völkerrecht. Eine zentrale Frage im Vorprozess dürfte deswegen auch sein, inwiefern die USA die Immunität von Maduro als Staatschef verletzt haben - und er eigentlich nicht hätte außer Landes geschafft und angeklagt werden dürfen.

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Nach Auffassung der US-Regierung war Maduro allerdings nicht mehr der rechtmäßige Präsident des südamerikanischen Landes. Nach Einschätzung der venezolanischen Opposition und internationaler Beobachter verlor er die Präsidentenwahl im Juli 2024. Das regierungstreue Wahlamt erklärte ihn trotzdem zum Sieger, und er ließ sich für eine weitere Amtszeit vereidigen.

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Die USA lockerten dennoch die Sanktionen gegen Venezuela und erlaubten wieder Ölgeschäfte mit dem staatlichen Energiekonzern PdVSA. US-Präsident Donald Trump will die riesigen Ölvorkommen Venezuelas zugunsten der USA nutzen. Dazu gehört auch die Kontrolle über den Rohöl-Verkauf.

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