Iran und USA: Rahmenabkommen unterzeichnet

Vereinbarung für Beendigung des Kriegs:Iran und USA: Absichtserklärung unterzeichnet

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US-Präsident Trump und Irans Präsident Peseschkian haben eine Absichtserklärung zur Beendigung des Kriegs unterzeichnet. Vermittler Pakistan bestätigte.

Die Flaggen der USA und des Iran sind am 25.04.2025 in Maskat, Oman, zu sehen.

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran tritt laut dem Vermittlerstaat Pakistan nach erfolgter Unterzeichnung mit "sofortiger Wirkung" in Kraft.

Quelle: epa

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran zur Beendigung des Kriegs ist nach Angaben aus Teheran von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet worden. "Ich habe es in Versailles unterschrieben", sagte US-Präsident Donald Trump Reportern beim Verlassen des Schlosses in Frankreich. Auch der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghaei, gab die Unterzeichnung laut Staatsmedien bekannt.

Pakistan bestätigt: Absichtserklärung in Kraft

Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif bestätigte die Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen den USA und Iran, die mit "sofortiger Wirkung" in Kraft trete. Teheran werde die Straße von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif in der Nacht auf der Plattform X bekannt.

Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf X

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Geplant war, dass das Rahmenabkommen an diesem Freitag offiziell in der Schweiz unterzeichnet wird. Es war davon ausgegangen worden, dass Vizepräsident JD Vance zur Unterzeichnung in die Schweiz reist. Trump hatte beim G7-Gipfel im französischen Évian eine frühere Unterzeichnung des Rahmenabkommens ins Spiel gebracht - möglicherweise bereits an diesem Donnerstag.

sgs thevessen iran

"Trump wird es schwer haben, das zuhause zu verkaufen", sagt ZDF-Korrespondent Theveßen über den möglichen Iran-Deal. Beide Staaten sollen sich auf 14 Punkte verständigt haben.

17.06.2026 | 2:00 min

Was in dem Rahmenabkommen steht

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und Iran am Sonntag auf das Abkommen verständigt. Die Vereinbarung zielt auf ein sofortiges und dauerhaftes Ende der militärischen Einsätze ab, einschließlich im Libanon. Nach der Unterzeichnung des Abkommens soll es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander geben.

Außerdem stehen die Öffnung der Straße von Hormus und Fragen rund um Sanktionen sowie Finanzhilfen für Iran im Zentrum des von einem US-Beamten verbreiteten Textes. Weitere Verhandlungen sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen folgen.

  • Ein "sofortiges und dauerhaftes Ende des Kriegs an allen Fronten, auch im Libanon". Beide Seiten und ihre Verbündeten werden demnach ab Unterzeichnung "keine feindlichen Handlungen mehr gegeneinander unternehmen" und von Gewalt gegeneinander absehen".

  • Eine endgültige Vereinbarung soll binnen 60 Tagen ausgehandelt werden. Der Zeitraum ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.

  • Umgehend nach Unterzeichnung sollen die USA ihre Seeblockade gegen iranische Häfen aufheben und den Schiffsverkehr innerhalb von 30 Tagen auf die "volle Kapazität wiederherstellen". In dem Zeitraum soll die Blockade in dem Maß gelockert werden, wie auch der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder Fahrt aufnimmt. 30 Tage nach einer endgültigen Vereinbarung sollen die USA ihre Truppen zudem aus den "umliegenden Gebieten" abziehen.

  • Iran soll seinerseits nach Unterzeichnung "sofortige Schritte" unternehmen, damit sich der Verkehr von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in beide Richtungen innerhalb von 30 Tagen auf ein Niveau vor Kriegsbeginn normalisiert. Dabei wird auch erwähnt, dass Iran "technische Hürden beseitigen und Minen neutralisieren" muss.

  • Die gebührenfreie Schifffahrt durch die Straße von Hormus gilt nur für das Verhandlungsfenster von 60 Tagen. Zukünftige Regeln soll Iran mit dem Oman erörtern.

Quelle: dpa

SGS Wiesel-Lancé - Theveßen

Hätten die USA die Punkte des jetzt möglichen Iran-Deals schon früher auf den Tisch gelegt, hätte es den Krieg so vermutlich nicht gegeben, sagt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

18.06.2026 | 1:33 min

Hürden zu Aufhebung von Sanktionen bestehen

Für Iran ist eine Aufhebung der umfassenden Sanktionen gegen das Land zentral. Aber wie die US-Seite eine Sanktionsaufhebung langfristig umsetzen würde, bleibt unklar.

  • Das US-Finanzministerium erteilt Ausnahmegenehmigungen für den Export iranischen Rohöls sowie von Erdölerzeugnissen und Derivaten. Diese Ausnahmen sollen auch für alle damit verbundenen Dienstleistungen gelten wie Banktransfers, Versicherungen und Transport.

  • Die USA verpflichten sich dem Text zufolge, "alle Arten von Sanktionen", die derzeit gegen den Iran bestehen, aufzuheben, darunter auch solche aus Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wie auch "alle einseitigen US-Sanktionen" gegen Teheran. Der Zeitplan dafür soll Teil der endgültigen Vereinbarung sein.

  • Die USA sollen mit Partnerländern an einem umfassenden Plan arbeiten, um den Wiederaufbau in Iran und dessen wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Die USA und Partner sollen dabei eine Finanzierung in Höhe von mindestens 300 Milliarden US-Dollar sicherstellen.

Quelle: dpa

thomas-reichart

Das Rahmenabkommen zum Iran-Krieg ist gerade zwei Tage alt, da gibt es schon Diskussionen. „In Israel wird das Abkommen extrem kritisch gesehen“, so ZDF-Korrespondent Thomas Reichart.

16.06.2026 | 2:59 min

Iran wiederholt Position, niemals Atomwaffen zu besitzen

Am 28. Februar hatten die USA und Israel ihre Angriffe auf Iran begonnen, der unter anderem mit Angriffen auf Israel und auf US-Militärbasen sowie andere Ziele in der Golfregion reagierte. Seit gut zwei Monaten gilt die mehrmals gebrochene Waffenruhe. Ein erklärtes Kriegsziel war es, Iran davon abzuhalten, Atombomben zu entwickeln. In dem von einem US-Beamten veröffentlichten Text heißt es:

  • "Die Islamische Republik Iran wiederholt, dass sie niemals Atomwaffen herstellen wird". Die USA und Iran hätten sich darauf geeinigt, dass die Frage des hochangereicherten Urans und "aller anderen, gegenseitig vereinbarten Fragen mit Atom-Bezug, darunter auch die nuklearen Bedürfnisse Irans", in der endgültigen Vereinbarung "angemessen" beantwortet werden.
  • Bis zu dieser endgültigen Vereinbarung sollen beide Seiten den jetzigen "Status quo" halten - Iran bei seinem Atomprogramm und die USA, indem sie keine neuen Sanktionen verhängen oder ihre Truppen in der Region verstärken.
Quelle: dpa, AFP, Reuters, AP
Über den Iran-Krieg berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen wie im Mittagsmagazin am 17.06.2026 ab 12:00 Uhr und in den verschiedenen heute-Sendungen unter anderem ab 19:00 Uhr.

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  2. Eine Luftaufnahme zeigt das Tanklager Aral bei den Ruhr-Oel-Raffinerien der BP Gelsenkirchen GmbH in Gelsenkirchen am 07.04.2026.
    FAQ

  3. US-Präsident Donald Trump

    Unterzeichnung für Freitag geplant:USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen

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  4. Bundeskanzler Friedrich Merz gibt am 4. Mai 2026 im Vorfeld der Sitzung des CDU-Vorstands in der Chabad-Synagoge in Berlin eine Presseerklärung ab.

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