USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen

Unterzeichnung für Freitag geplant:USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen

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Die USA und Iran haben sich auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Laut Donald Trump gibt es einen "Deal" für die US-Seeblockade und die Straße von Hormus.

US President Donald Trump clenches his fist as he makes his way to board Air Force One before departing Joint Base Andrews in Maryland on June 15, 2026, to attend the G7 summit in the French town of Evian-les-Bains near Switzerland. Trump is heading to Evian, France to attend the G7 Summit. Allies from the G7 group of leading powers will seek common ground with US President at a summit in France that gets underway hours after the US and Iran agreed a deal to end the Middle East war.

Wenig ist bekannt rund um die Rahmenvereinbarung, auf die sich USA und Iran verständigt haben. Und es gibt weiterhin viele Unklarheiten – zum Beispiel zum Atomprogramm des Iran.

15.06.2026 | 1:17 min

Die USA und Iran haben sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung ihres Krieges verständigt. "Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Herzlichen Glückwunsch an alle! Hiermit genehmige ich die vollständige Freigabe der Straße von Hormus und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der Seeblockade durch die US-Marine an. Schiffe der Welt, startet eure Motoren."

Der stellvertretende iranische Außenminister bestätigte die Einigung, sprach aber lediglich von einer "Absichtserklärung".

Offizielle Unterzeichnung am Freitag

Zuvor hatte auch der Vermittlerstaat Pakistan mitgeteilt, dass ein Abkommen erzielt worden sei. Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif schrieb auf der Plattform X: "Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde." Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll demnach am Freitag in der Schweiz stattfinden.

SGS Hayali Thevessen

Bei der USA-Iran-Vereinbarung gehe es darum, die Gefahr für Irans Nachbarn zu minimieren, so ZDF-Korrespondent Theveßen in Évian. Aber einen "Regime-Wechsel wird es nicht geben".

15.06.2026 | 2:50 min

Zu den Inhalten der Übereinkunft wurden zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. Das Rahmenabkommen ist allerdings nur ein Zwischenschritt, wenn auch ein wichtiger - weitere wichtige Vereinbarungen in dem Konflikt zwischen den beiden Ländern, etwa zum Atomstreit, sollen im Detail während weiterer Gespräche ausgehandelt werden.

Weltweit löste die Einigung Erleichterung aus, Reaktionen im Überblick:

Nach Absichtserklärung von Iran und USA
:Europäer bereit für Aufhebung von Iran-Sanktionen

Europäische Staaten sowie die UN begrüßen das angekündigte Abkommen zwischen den USA und Iran. Man sei bereit, Sanktionen aufzuheben, erklärten Merz, Macron, Starmer und Meloni.
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Bundeskanzler Friedrich Merz gibt am 4. Mai 2026 im Vorfeld der Sitzung des CDU-Vorstands in der Chabad-Synagoge in Berlin eine Presseerklärung ab.

Israel und Hisbollah gefährden Deal mit Angriffen

In den vergangenen Stunden stand der Deal abermals auf der Kippe. Auslöser dafür waren erneute gegenseitige Angriffe im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Einer Hisbollah-Attacke auf den Norden Israels folgte am Sonntagmittag ein Gegenangriff Israels bei Beirut. Trump ermahnte daraufhin Israel und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf.

Johann Wadephul im Schaltgespräch

"Die Absicht ist, weiter zu verhandeln. Das ist gut", so Außenminister Wadephul (CDU). Die Straße von Hormus müsse frei werden. Dabei sei Deutschland prinzipiell bereit zu helfen.

15.06.2026 | 5:21 min

Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, "insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind", schrieb der Republikaner, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte. Eigentlich sind die USA und Israel enge Verbündete. Beide Länder hatten gemeinsam am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Seit April gilt formal eine Waffenruhe - dennoch kam es mehrfach zu gegenseitigen Angriffen.

Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut eine Einigung mit den USA infrage gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - drohten Israel mit Gegenangriffen. Die israelische Armee teilte am späten Nachmittag mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein.

Moderatorin im Schaltgespräch mit ZDF-Börsenkorrespondent Frank Bethmann

Das sich abzeichnende Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran wirkt sich auch auf die Finanzmärkte aus. ZDF-Börsenkorrespondent Frank Bethmann mit einer Einordnung.

15.06.2026 | 1:08 min

Rahmenabkommen als Ausgangspunkt für vertiefte Gespräche

Das Rahmenabkommen soll Ausgangspunkt sein für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran. Neben der Öffnung der Straße von Hormus soll die Vereinbarung Berichten zufolge die - fragile und mehrfach gebrochene - Waffenruhe um 60 Tage verlängern und Startpunkt für Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sein.

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen Iran auch immer wieder damit begründet, dass der Erzfeind des jüdischen Staats nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Ob es in den geplanten Folgeverhandlungen tatsächlich zu einer Einigung über das umstrittene iranische Atomprogramm kommt, ist fraglich.

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Quelle: Reuters, dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, zuletzt im heute journal am 14.06.2026 ab 21:45 Uhr sowie in der ZDFheute Xpress am 15.06.2026 ab 9:00 Uhr.

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