Iranische Fußballerinnen trainieren bei Klub in Australien

Nach Asylantrag:Australischer Klub nimmt iranische Fußballerinnen auf

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Zwei iranische Fußballerinnen beantragten nach einem stillen Protest beim Asien Cup Asyl und trainieren nun bei einem Klub in Australien. In ihrer Heimat früchten sie Konsequenzen.

Iranische Fußballspielerin Atefeh Ramezanisadeh (r.), aufgenommen am 17.03.2026 in Brisbane (Australien)

Atefeh Ramezanisadeh (r.) ist eine der beiden iranischen Fußballspielerinnen, die nun in Brisbane mittrainieren.

Quelle: AP

Die beiden nach dem Asien Cup in Australien gebliebenen iranischen Fußballerinnen trainieren nun bei einem Profiklub in Brisbane. Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh wurden auf dem Instagram-Kanal von Brisbane Roar gezeigt, das Duo lacht auf dem Foto und trägt die Teamkleidung.

Instagram-Post von Brisbane Roar

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Iranische Fußballerinnen bedanken sich bei neuem Klub

Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück und wollten in ihr Heimatland zurückkehren. Da eine direkte Reise nach Iran aufgrund des Krieges nicht möglich ist, hielt sich die Delegation zunächst in Malaysia auf. Mittlerweile soll sie in den Oman weitergereist sein.

Team Iran hört sich die Nationalhymnen vor dem AFC Women’s Asian Cup Australia 2026-Fußballspiel zwischen Südkorea und Iran am 2. März 2026 an der Gold Coast an.

Fußballfans sorgen sich, dass das iranische Regime Rache an der Frauen-Fußballnationalmannschaft nehmen könnte. Die Spielerinnen hatten vor einem Spiel weder die Hymne mitgesungen noch salutiert.

09.03.2026 | 1:38 min

Brisbane Roar hieß die beiden verbliebenen Spielerinnen in dem Instagram-Post willkommen. "Wir setzen uns weiterhin dafür ein, ihnen ein unterstützendes Umfeld zu bieten, während sie die nächsten Schritte angehen", schrieb Klubchef Kaz Patafta. Die beiden Fußballerinnen kommentierten den Eintrag. "Danke für alles", schrieb Ramezanisadeh.

Beobachter befürchteten Konsequenzen bei Rückkehr der Frauen

Weitere Angaben machte der Klub nicht. Die beiden Frauen befinden sich an einem geheimen Ort und erhalten Hilfe der Regierung, wie die Behörden mitteilten.

Das Schicksal des iranischen Teams hatte in den vergangenen Wochen für großen Wirbel gesorgt. Die Auswahl war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien Cup in der Heimat in die Kritik geraten.

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Beim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen - in Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten. Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten - oder dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem die heute-Nachrichten am 09.03.2026 ab 17:00 Uhr.

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