Nach Asylantrag:Australischer Klub nimmt iranische Fußballerinnen auf
Zwei iranische Fußballerinnen beantragten nach einem stillen Protest beim Asien Cup Asyl und trainieren nun bei einem Klub in Australien. In ihrer Heimat früchten sie Konsequenzen.
Atefeh Ramezanisadeh (r.) ist eine der beiden iranischen Fußballspielerinnen, die nun in Brisbane mittrainieren.
Quelle: APDie beiden nach dem Asien Cup in Australien gebliebenen iranischen Fußballerinnen trainieren nun bei einem Profiklub in Brisbane. Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh wurden auf dem Instagram-Kanal von Brisbane Roar gezeigt, das Duo lacht auf dem Foto und trägt die Teamkleidung.
Instagram-Post von Brisbane Roar
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Iranische Fußballerinnen bedanken sich bei neuem Klub
Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück und wollten in ihr Heimatland zurückkehren. Da eine direkte Reise nach Iran aufgrund des Krieges nicht möglich ist, hielt sich die Delegation zunächst in Malaysia auf. Mittlerweile soll sie in den Oman weitergereist sein.
Fußballfans sorgen sich, dass das iranische Regime Rache an der Frauen-Fußballnationalmannschaft nehmen könnte. Die Spielerinnen hatten vor einem Spiel weder die Hymne mitgesungen noch salutiert.
09.03.2026 | 1:38 minBrisbane Roar hieß die beiden verbliebenen Spielerinnen in dem Instagram-Post willkommen. "Wir setzen uns weiterhin dafür ein, ihnen ein unterstützendes Umfeld zu bieten, während sie die nächsten Schritte angehen", schrieb Klubchef Kaz Patafta. Die beiden Fußballerinnen kommentierten den Eintrag. "Danke für alles", schrieb Ramezanisadeh.
Beobachter befürchteten Konsequenzen bei Rückkehr der Frauen
Weitere Angaben machte der Klub nicht. Die beiden Frauen befinden sich an einem geheimen Ort und erhalten Hilfe der Regierung, wie die Behörden mitteilten.
Das Schicksal des iranischen Teams hatte in den vergangenen Wochen für großen Wirbel gesorgt. Die Auswahl war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien Cup in der Heimat in die Kritik geraten.
In Teheran sind Anhänger der Führung trotz der Angriffe auf die Straße gegangen. Anlass war der Al-Kuds-Tag, ein seit 1979 staatlich organisierter Protest gegen Israel.
13.03.2026 | 2:02 minBeim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen - in Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten. Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten - oder dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
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