Nach Asyl-Anträgen:Drei weitere iranische Fußballerinnen verlassen Australien
Australien hatte fünf iranischen Spielerinnen Asyl gewährt - aus Sorge vor Repressalien in ihrem Heimatland. Nun kehren einige der Frauen doch nach Iran zurück.
Mehrere iranische Fußballerinnen hatten beim ersten Gruppenspiel des Asien-Cup zur Nationalhymne geschwiegen. Beobachter befürchten Konsequenzen für die Frauen in Iran.
09.03.2026 | 1:38 minDrei weitere Mitglieder des iranischen Frauenfußball-Nationalteams haben Australien wieder verlassen. Das teilte der australische Innenminister Tony Burke mit. Demnach hätten die drei Frauen entschieden, in ihr vom Krieg stark beeinträchtigten Heimatland zurückzukehren.
Das Schicksal des iranischen Teams hatte in dieser Woche für großen Wirbel gesorgt. Nach ihrem Ausscheiden bei Asien-Cup hatten zunächst fünf Spielerinnen Asyl in Australien beantragt.
Eine weitere Spielerin und ein Mitglied aus dem Betreuerstab folgten dem Schritt kurz vor der Abreise am Mittwoch, eine der Frauen änderte aber in letzter Minute noch ihre Meinung.
Die gegenseitigen Angriffe hören nicht auf, und die regimetreuen Anhänger zeigen sich am Al-Kuds-Protesttag weiterhin unnachgiebig. ZDF-Korrespondentin Golineh Atai berichtet.
13.03.2026 | 1:23 minStiller Protest im ersten Gruppenspiel
Die Reise der "Löwinnen", wie das Team genannt wird, steht seit Tagen im Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit. Die Auswahl war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien-Cup in der Heimat in die Kritik geraten.
Beim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen - in Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen.
Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran Konsequenzen drohen. Oder dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
Israel und die USA greifen Iran an, das Teheraner Regime schlägt mit Raketenangriffen auf Israel und US-Basen zurück. Alle Entwicklungen zur Eskalation im Nahen Osten im Liveblog.
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