Wegen Instagram-Posting: Erneute Anklage gegen Ex-FBI-Chef Comey

Er hatte bei Instagram Zahlen gepostet:Erneute Anklage gegen Ex-FBI-Chef Comey

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Fünf Monate nach abgewiesener Klage wird Ex-FBI-Chef James Comey erneut angeklagt - Auslöser ist ein Instagram-Bild mit den Zahlen 86 und 47. Drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft?

 Der ehemalige FBI-Direktor James Comey spricht während einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des Senats im Kapitol in Washington.

Ein Instagram-Post mit aus Muscheln gelegten Zahlen brachte dem ehemaligen FBI-Chef James Comey erneut eine Anklage ein. US-Justizminister Blanche wirft ihm die Bedrohung von Präsident Trump vor.

29.04.2026 | 0:25 min

Fünf Monate, nachdem eine erste Klage gegen ihn abgewiesen worden war, ist der frühere FBI-Direktor James Comey erneut angeklagt worden. Ihm werde Bedrohung des Lebens von Präsident Donald Trump vorgeworfen, erklärte US-Justizminister Todd Blanche am Dienstag.

Comey ist ein prominenter Kritiker von Trump. Der frühere FBI-Direktor bezeichnete sich selbst als "unschuldig". Die oppositionellen Demokraten verurteilten die Anklage als "haltlos".

elmar-thevessen

Bereits im Herbst war der ehemalige FBI-Chef und Trump-Kritiker James Comey wegen angeblich "schwerer Straftaten" angeklagt worden. "Es geht um angebliche Falschaussagen", berichtete ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

26.09.2025 | 3:42 min

Comey hatte ein Bild mit den Zahlen 86 und 47 gepostet

Comey hatte im vergangenen Jahr einen mittlerweile gelöschten Beitrag bei Instagram veröffentlicht, der - aus Muscheln gelegt - die Zahlen 86 und 47 zeigt. Trump erklärte daraufhin in einem Interview mit Fox News, dass die Zahl 86 für "töten" stehe und die Zahl 47 darauf hinweise, dass er der 47. Präsident der USA sei. "Das bedeutete Mord, und das kommt laut und deutlich zum Ausdruck", sagte Trump.

Comey hatte damals die Anschuldigungen zurückgewiesen. Er erklärte, er "habe nicht gewusst, dass manche Leute diese Zahlen mit Gewalt in Verbindung bringen". Er sei gegen jegliche Gewalt, fügte er hinzu und löschte den Beitrag.

Comey drohen zehn Jahre Haft

In der Anklage wird Comey vorgeworfen, die Zahlen 86 und 47 seien "ein ernstzunehmender Ausdruck der Absicht gewesen, dem US-Präsidenten Schaden zuzufügen". Justizminister Blanche zufolge werden dem früheren FBI-Direktor in einem Anklagepunkt die "vorsätzliche Drohung, dem US-Präsidenten das Leben zu nehmen und ihm körperlichen Schaden zuzufügen" und in einem zweiten Anklagepunkt eine bundesstaatenübergreifende Drohung vorgeworfen. Auf jeden Anklagepunkt steht eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft.

Blanche betonte, "dass die Drohung gegen das Leben irgendeiner Person gefährlich und potenziell strafbar ist". Drohungen gegen das Leben des US-Präsidenten würden "vom Justizministerium niemals toleriert" werden, fügte er hinzu.

Comey wies die Anklage zurück und kündigte an, gegen sie vorzugehen. "Diesmal sind sie zurück mit einem Foto von Muscheln an einem Strand in North Carolina vor einem Jahr, und das wird nicht das Ende sein", sagte er in einer in Onlinediensten veröffentlichten Videobotschaft.

Ich bin immer noch unschuldig, ich habe immer noch keine Angst und ich glaube immer noch an eine unabhängige Bundesjustiz, also los geht's.

James Comey

Der ehemalige Direktor des Federal Bureau of Investigation, James Comey, spricht am 24. Februar 2020 auf dem JFK Jr. Forum des Instituts für Politik der Harvard-Universität in Cambridge, Massachusetts.

In den USA ist die Anklage gegen den ehemaligen FBI-Chef Comey abgewiesen worden. Die beauftragte Staatsanwältin habe wegen mangelnder Erfahrung Comey nicht anklagen dürfen.

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Trump hat sich auf Comey eingeschossen

Die oppositionellen Demokraten verurteilten das Vorgehen des US-Justizministeriums. Der demokratische Senator Dick Durbin bezeichnete die Anklage gegen Comey in einer Erklärung als "haltlos" und "kleinliche Vergeltung". Es handele sich um einen weiteren Fall eines "als Waffe eingesetzten Justizministeriums, das im Namen eines rachsüchtigen Präsidenten ausschlägt".

Im September war bereits eine erste Klage gegen Comey erhoben worden. Damals lautete der Vorwurf, Comey habe falsche Aussagen vor dem Kongress gemacht und ein Kongressverfahren behindert. Die Klage wurde von einer US-Bundesrichterin abgewiesen.

Trump hat sich insbesondere wegen Comeys Rolle bei den Ermittlungen zu russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 auf den damaligen FBI-Direktor eingeschossen. Der 2013 vom damaligen Präsidenten Barack Obama ernannte Comey hatte 2017 zu der Einflussnahme zu Trumps Gunsten ermittelt und war daraufhin vom Präsidenten entlassen worden.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDF heuteXpress am 29.04.2026 um 11:53 Uhr.

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