Epstein-Skandal: US-Handelsminister Lutnick zur Aussage bereit

Befragung vor Ausschuss:US-Handelsminister Lutnick will im Fall Epstein aussagen

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US-Handelsminister Lutnick ist wegen Enthüllungen zu seinem Besuch auf Epsteins Privatinsel unter Druck geraten. Nun hat er einer Aussage vor dem US-Kongress zugestimmt.

Howard Lutnick, aufgenommen am 10.02.2026

Mehrmals soll sich US-Handelsminister Lutnick mit dem Sexualstraftäter Epstein getroffen haben - unter anderem auf dessen Privatinsel.

Quelle: AFP

US-Handelsminister Howard Lutnick hat sich zu einer Aussage vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses zu dem Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bereit erklärt. Lutnick habe "proaktiv" zugestimmt, "freiwillig" vor den Ausschuss zu treten, erklärte der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, James Comer, am Dienstag. Einen Zeitpunkt der Aussage nannte er nicht.

Anfang Februar hatte Lutnick einen Besuch auf Epsteins Privatinsel eingeräumt, auf der zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht worden sein sollen.

Demokraten fordern Lutnicks Rücktritt

Zugleich bestreitet Lutnick enge Kontakte zu Epstein. Bei einer Anhörung in einem Senatsausschuss sagte der Minister, er habe nach dem Jahr 2005 über einen Zeitraum von 14 Jahren "keinerlei Beziehung" zu Epstein gehabt. Das würde die Zeit bis zu dem Tod des verurteilten Sexualstraftäters 2019 umfassen. Lutnicks Besuch auf Epsteins privater Karibikinsel Little St. James fand jedoch im Jahr 2012 statt.

Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell in einem Privatjet auf einem undatierten Foto, das von der US-Justizbehörde veröffentlicht wurde.

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Das Justizministerium in Washington hatte Ende Januar rund drei Millionen neue Dokumente zu dem Fall veröffentlicht. Darin war erstmals von Lutnicks Besuch auf der Epstein-Insel die Rede und von weiteren Kontakten.

Trump hält an Lutnick fest

Nach der Veröffentlichung der Akten waren Rücktrittsforderungen an Lutnick laut geworden. Druck machen vor allem Kongressmitglieder der oppositionellen Demokraten. US-Präsident Donald Trump hält dennoch an seinem Handelsminister fest.

Zuletzt waren Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, befragt worden. Demokraten hatten James Comer daraufhin vorgeworfen, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Es solle doch eher "jemand befragt werden, der tatsächlich mit Jeffrey Epstein verkehrt hat", hieß es.

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Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat sich vor Mitgliedern des US-Kongresses in einem Videostatement geäußert. Darin sagte Clinton, er hätte "nichts Falsches gesehen oder getan".

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Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben. Der Multimillionär Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab.

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Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Quelle: AFP, dpa
Über die Epstein-Akten berichteten mehrere Sendungen, zuletzt etwa ZDF frontal am 03.03.2026 ab 21:00 Uhr sowie das heute journal am 01.03.2026 ab 21:45 Uhr.

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