DWD: Erderwärmung künftig besonders im Süden und Osten spürbar

Deutscher Wetterdienst:Erderwärmung künftig besonders im Süden und Osten spürbar

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Der Deutsche Wetterdienst erwartet in Zukunft mehr Hitzewellen im Süden und Osten des Landes. Im Norden und Nordosten werden demnach die Niederschläge zunehmen.

Windräder in der Landschaft

In Bezug auf den Klimawandel zieht der Deutsche Wetterdienst Bilanz und richtet gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Dabei stehen vor allem die Ergebnisse der neusten Klimaprojektionen im Fokus.

31.03.2026 | 1:45 min

Hitzewellen als Folge der Erderwärmung werden in der Zukunft vor allem Süd- und Ostdeutschland treffen. Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeichnen sich aber überall in Deutschland steigende Temperaturen ab. Betroffen seien alle Jahreszeiten, am stärksten jedoch der Sommer, erklärte der DWD.

Die Meteorologen veröffentlichten in Berlin neue Projektionen für die künftige klimatische Entwicklung in Deutschland sowie ihren Klimastatusbericht für das vergangene Jahr.

Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, stellt das Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung vor.

Bis 2030 will Deutschland 65 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zu 1990 ausstoßen. Mit den aktuellen Maßnahmen ist das Ziel kaum zu erreichen.

25.03.2026 | 1:11 min

Mehr Niederschläge im Norden und Nordosten Deutschlands

Konkret haben die Experten den Zeitraum 1961 bis 1990 mit ihren Prognosen für den Zeitraum 2071 bis 2100 verglichen. Beim Niederschlag fällt das Bild demnach differenzierter aus als bei der Temperatur.

Die höchsten Zunahmen an Niederschlägen erwarten sie für den Winter im Norden und den Frühling im Nordosten Deutschlands. 

Für den Sommer geht der DWD von mehr Trockenheit vor allem im Westen aus, von mehr Regen insbesondere in Bereichen im Nordosten. Für den Südosten erwartet er trockenere Herbste. 

ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann

Die Bundesregierung hat ein neues Programm zum Erreichen der Klimaziele beschlossen. ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann berichtet über die Reaktionen von Experten und der Opposition.

25.03.2026 | 0:54 min

2025 drittwärmstes Jahr seit Beginn der globalen Auswertungen

Die Meteorologen richten den Blick auch zurück. Das vergangene Jahr war von einem sehr trockenen Frühjahr geprägt, gefolgt von einer starken Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli mit Temperaturen von über 35 Grad Celsius in vielen Regionen.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag laut DWD bei 10,0 Grad. Damit steht 2025 auf Platz 8 in der Rangliste der wärmsten Jahre seit Beginn der Auswertungen 1881 in Deutschland. Die Platzierung sei aber kein Zeichen der Entwarnung, schreibt der Leiter der Abteilung Klimaüberwachung, Andreas Becker, in seinem Vorwort zum Klimastatusbericht:

Ein national nicht rekordwarmes Jahr bedeutet jedoch keine Entwarnung im globalen Maßstab.

Andreas Becker, Chef der DWD-Abteilung Klimaüberwachung

Schließlich gelte 2025 nach Angaben internationaler Wetterdienste als drittwärmstes Jahr seit Beginn der globalen Auswertungen 1850.

Von einem Aussichtspunkt im Skigebiet Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen blicken die Menschen auf die Stelle, wo der Schneefernerkopf-Lift abgebaut wird.

Deutschland verliert nach 60 Jahren sein einziges Gletscher-Skigebiet. In Chile sollen künstliche Eistürme die Gletscher schützen.

21.03.2026 | 1:35 min

Zugspitze sonnigster Ort im vergangenen Jahr

Der wärmste Ort in Deutschland war im vergangenen Jahr Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg mit einer Durchschnittstemperatur von 12,11 Grad. Den Temperaturrekord hatte Andernach in Rheinland-Pfalz mit 39,3 Grad am 2. Juli. 

Die Zugspitze vereinte im vergangenen Jahr gleich drei Wetterrekorde: Sie war mit minus 2,38 Grad im Jahresschnitt der kälteste Ort Deutschlands, der mit minus 21,1 Grad am 11. Januar auch die tiefste Temperatur meldete. 2.193,35 Sonnenstunden machten den höchsten Berg Deutschlands zugleich zum sonnigsten Ort. Am anderen Ende der Skala lag Oberstdorf in Bayern mit lediglich 1.673,04 Sonnenstunden.

 Sachsen-Anhalt, Teutschenthal: Qualm strömt aus dem Schornstein des Braunkohlekraftwerks Schkopau.

Die Treibhausgasemissionen sanken 2025 nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Umweltminister Schneider (SPD) spricht von zu kleinen Fortschritten und kündigt neue Maßnahmen an.

14.03.2026 | 2:21 min

Trockenster Ort im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt

Nicht allzu weit entfernt befand sich mit Balderschwang im Oberallgäu der nasseste Ort mit einem jährlichen Niederschlag von 1.841,8 Millimetern.

Den höchsten Niederschlag an einem einzigen Tag verbuchte hingegen Bedburg-Weiler Hohenholz in Nordrhein-Westfalen mit 134 Millimetern am 8. September. Trockenster Ort war Arnstein-Ulzigerode in Sachsen-Anhalt mit 352,1 Millimetern im ganzen Jahr.

... geht von einer globalen Erderwärmung von 2,8 bis 4,2 Grad im Jahr 2100 aus und von einem hohen Verbrauch fossiler Energieträger. Das liege im eher oberen Bereich der künftigen erwarteten Treibhausgas-Emissionen, sagte Tobias Fuchs vom DWD.

Die Weltgemeinschaft hatte sich bei der Pariser Klimakonferenz 2015 das Ziel gesetzt, den Anstieg der Temperatur möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Laut UN-Prognose steuert die Welt mit ihrer aktuellen Klimapolitik aber auf 2,8 Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts zu und reißt das anvisierte 1,5-Grad-Ziel schon im nächsten Jahrzehnt. (Quelle: dpa)


Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete heute in Deutschland am 31.03.2026 ab 14:00 Uhr im Beitrag "Aktuelle Klimamodelle".

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