Ist "Timmy" tot?:Dänemark: Weitere Untersuchungen an Walkadaver geplant
Nach dem Fund eines Walkadavers vor der dänischen Insel Anholt sind weitere Untersuchungen geplant. Handelt es sich bei dem toten Tier um den zuvor mehrfach gestrandeten Buckelwal?
Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal gefunden worden. Bisher ist unklar, ob es "Timmy" ist. ZDFheute live zu dem, was bekannt ist und wie es jetzt weitergeht.
15.05.2026 | 25:08 minHandelt es sich bei dem toten Wal vor Dänemarks Insel Anholt um jenes Tier, das seit März fünfmal an der deutschen Küste gestrandet war und schließlich in einer aufwendigen Aktion Anfang Mai in die Nordsee gebracht wurde?
Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt und inspizierte den Walkadaver - doch das habe keine Klarheit gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus mit. Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte der SPD-Politiker an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers.
Knapp zwei Monate dauerte die Odyssee des Buckelwals. Vor Dänemark ist nun ein toter Wal gestrandet. Noch ist unklar, ob es "Timmy" ist.
15.05.2026 | 1:35 minSchwanzflosse des Wals könnte zur Identifizierung führen
Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke - quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen. Journalisten nahmen die Fluke am Abend mit einer Drohne aus der Luft aus verschiedenen Blickwinkeln auf.
Ob es sich bei dem gefundenen Buckelwal um "Timmy" handelt, müsste jetzt die Gewebeprobe klären, so ZDF-Reporter Timm Kruse. Das Medieninteresse sei groß.
15.05.2026 | 8:39 minWal vermutlich schon länger tot
Der Meeressäuger sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet.
Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar.
Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist nach mehreren Rettungsversuchen endlich in der Nordsee angekommen.
02.05.2026 | 1:38 minUmweltministerium: Keine GPS-Daten zu "Timmy" erhalten
Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden. Experten kritisierten die Aktion und stuften die Überlebenschance des verletzten und geschwächten Tiers damals als sehr gering ein.
Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai wurde nach Angaben der privaten Hilfsinitiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Das Schweriner Umweltministerium bekam nach eigenen Angaben keine Daten von der Initiative geliefert. Nach dänischen Angaben wurde bei dem vor Anholt entdeckten Kadaver kein Sender gefunden.
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