Erdbeben: Zahl der Todesopfer in Venezuela steigt auf über 3.500

Nach schweren Erdbeben:Zahl der Todesopfer in Venezuela steigt auf mehr als 3.500

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Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 3.500 gestiegen. Viele Familien suchen immer noch nach Angehörigen.

Venezuela: La Guaira: Auf einem Feld stehen Kreuze. Hier wurden unidentifizierte Opfer des Erdbebens begraben.

Nach dem schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Regierung weiter gestiegen.

06.07.2026 | 0:26 min

Fast zwei Wochen nach den Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Todesopfer weiter, während die Bergungsarbeiten andauern. Die bestätigte Zahl der Todesopfer liegt nun bei 3.535, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodriguez, auf X mitteilte. Das sind rund 190 mehr als am Vortag. 16.740 Menschen wurden demnach verletzt.

Schwer beschädigte Wohnhäuser, eingestürzte Gebäude und weitreichende Zerstörungen in Venezuela.

Die Bevölkerung wirft der Regierung in Venezuela vor, nach den schweren Erdbeben unzureichend reagiert zu haben. Fast 2.600 Menschen kamen dabei ums Leben, Zehntausende werden noch vermisst.

03.07.2026 | 0:24 min

Auf einem Friedhof in La Guaira wurden am Sonntag die Leichen von 159 nicht identifizierten Erdbebenopfern in zwei langen Reihen beigesetzt, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Unter schlichten weißen Kreuzen lagen kleine Blumensträuße, jedes trägt dasselbe Todesdatum: 24. Juni 2026.

Die Gräber seien durchnummeriert und mit einem Code versehen, erzählte der Anwohner Eli Zavala. Die nicht identifizierten Opfer seien vor der Beerdigung fotografiert worden, damit ihre Angehörigen sie auch später noch "mithilfe des Porträts" finden könnten.

ZDF-Reporter Christian Semm im Erdbebengebiet in Venezuela

Die Überlebenschancen schwinden, der Leichengeruch in den Straßen nimmt zu. ZDF-Reporter Christian Semm begleitet Helfer in Venezuela bei der Suche nach Überlebenden der Erdbeben.

03.07.2026 | 1:37 min

Familien suchen weiter nach Vermissten

Elf Tage nach den Erdbeben beendeten die internationalen Rettungsteams ihre Suche nach Überlebenden. Viele Familien versuchten derweil weiterhin, die Leichen ihrer Angehörigen aus den Trümmern zu bergen.

Die Regierung hat bislang keine Angaben zur Zahl der noch Vermissten gemacht. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte die Zahl der Vermissten bei bis zu 50.000 liegen. Andere Schätzungen gehen eher von einer Zahl nahe 10.000 aus.

"Ich weiß nicht mehr, welcher Tag heute ist. Du wirst verrückt, aber ich gehe hier nicht weg, weil ich weiß, dass er hier ist", sagte Zuly, die im Bezirk Catia la Mar nach ihrem Sohn suchte.

Eine Gruppe von Bikern bereitet ihre Motorräder für einen Hilfseinsatz vor.

Wo Autos scheitern, liefern freiwillige Biker Hilfsgüter in schwer erreichbare Erdbeben-Gebiete Venezuelas. Sie umgehen zerstörte Straßen und Staus, koordiniert von Influencern und Motorradclubs.

02.07.2026 | 1:00 min

Tausende nach Einsturz von Häusern obdachlos

Durch den kompletten Einsturz von fast 200 Häusern wurden mehr als 17.000 Menschen obdachlos, die meisten von ihnen in der Küstenstadt La Guaira, wie die Regierung mitteilte. Viele von ihnen leben auf der Straße oder haben Zuflucht in Parks gesucht.

Am 24. Juni hatten kurz hintereinander zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 den Norden Venezuelas erschüttert. Mehr als tausend deutlich schwächere Nachbeben folgten. Am schwersten betroffen war der nördlich der Hauptstadt Caracas gelegene Bundesstaat La Guaira, in dem die gleichnamige Hafenstadt liegt.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 06.07.2026 ab 06:30 Uhr in dem Beitrag "Zahl der Erdbeben-Toten in Venezuela steigt".

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