Notstand in vielen Bundesstaaten:USA vor schwerem Wintersturm - 8.000 Flüge gestrichen
Die USA bereiten sich auf einen massiven Wintersturm vor. In vielen Bundesstaaten riefen die Behörden den Notstand aus. Tausende Flüge wurden abgesagt, es kam zu Hamsterkäufen.
Die USA erwarten ab dem Wochenende einen der schwersten Winterstürme der letzten Jahre. Viele Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen, vielerorts kam es zu Panikkäufen in Supermärkten.
23.01.2026 | 0:29 minEin in weiten Teilen der USA drohender Wintersturm hat zu Hamsterkäufen und der Streichung Tausender Flüge geführt. In mindestens 18 Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen, um Ressourcen und Einsatzkräfte zu mobilisieren.
Behörden warnen vor "historischem Wintersturm"
US-Heimatschutzministerin Kristi Noem warnte am Freitag im Onlinedienst X vor einem "historischen Wintersturm". Dieser dürfte mindestens 160 Millionen Menschen in bis zu 34 Bundesstaaten betreffen.
Der Nationale Wetterdienst (NWS) sagt für das Wochenende verbreitet starken Schneefall, Schneeregen und gefrierenden Regen in weiten Teilen der USA voraus. Die akute Unwetterlage soll bis mindestens Montag anhalten, gefolgt von einer Frostperiode und "katastrophalem" Glatteis.
Ein Wintersturm mit Schnee und Eis sorgt für erschwerte Verkehrsbedingungen in Lowville. Im US-Bundesstaat New York wird vor Aufenthalten im Freien gewarnt.
Quelle: APSchnee und Wind: Notstand in Washington, Flüge gestrichen
Die Behörden erwarten massive Verkehrsbeeinträchtigungen und Stromausfälle durch extrem niedrige Temperaturen sowie starke Windböen. Schnee soll selbst in südlichen Bundesstaaten wie Texas und Louisiana fallen.
Der Meteorologe Ryan Maue warnte im Onlinedienst X:
Die kommenden zehn Wintertage werden in den Vereinigten Staaten die schlimmsten seit 40 Jahren sein.
Ryan Maue, Meteorologe
Am Wochenende müssen sich Millionen Amerikaner auf einen Wintersturm mit Schnee und Eis einstellen.
23.01.2026 | 0:20 minDen Vorhersagen zufolge sind zunächst der Südwesten und zentrale Gebiete der USA betroffen, bevor der massive Wintereinbruch auch die dicht besiedelten Mittelatlantik-Bundesstaaten und andere Gebiete im Nordosten des Landes erreicht.
Die Auswirkungen des Sturms könnten nach Behördenangaben noch eine Woche andauern, insbesondere im Norden der Great Plains im Zentrum und in der Region Upper Midwest im Nordosten der USA. Dort könnte eisiger Wind für Temperaturen um minus 45 Grad sorgen. Solche Temperaturen können innerhalb weniger Minuten Erfrierungen, also ernsthafte Hautverletzungen, verursachen.
Der US-Wetterdienst NWS warnt auf X vor "bitterkalten Temperaturen" sowie "anhaltenden Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen der Infrastruktur".
X-Post des National Weather Service
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In vielen Städten wurden Wärmestuben für Wohnungslose geöffnet. Vor Supermärkten bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die sich für den Wintersturm eindecken wollten. In Washington waren in mehreren Supermärkten am Freitag Regale leer gekauft.
Mehr als 8.000 Flüge gestrichen
Nach Angaben der Website "Flightaware" wurden in den USA für das Wochenende bereits mehr als 8.000 internationale und Inlandsflüge gestrichen, darunter viele von und nach Texas.
Die dortigen Behörden versicherten aber, dass das Stromnetz in einem besseren Zustand sei als vor fünf Jahren, als während eines Wintersturms Millionen Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten waren und mehr als 200 Menschen ums Leben kamen.
Erst vor wenigen Wochen legten Schnee und Eis die US-Ostküste lahm - mit bis zu 28 Zentimeter Neuschnee.
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Heimatschutzministerin Noem erklärte, die Katastrophenschutzbehörde Fema habe vorgesorgt und "30 Stromgeneratoren, 250.000 Mahlzeiten, 400.000 Liter Wasser sowie Decken, Babynahrung und andere notwendige Güter" besorgt. Noem war im Juli nach verheerenden Überschwemmungen in Texas in die Kritik geraten, weil sie Kürzungen bei der Fema veranlasst hatte.
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