Taifun schwächt sich zu Tropensturm ab:"Bavi" trifft auf China - Regenfälle und Überschwemmungen
Überflutete Straßen, mehr als 1.000 entwurzelte Bäume, zwei Millionen evakuierte Menschen: Taifun "Bavi" hat in China für Chaos gesorgt. Auch Japan und Taiwan waren betroffen.
Taifun "Bavi" hat die Ostküste Chinas getroffen und schwere Schäden angerichtet. Fast zwei Millionen Menschen wurden vor dem Eintreffen des Taifuns in Sicherheit gebracht.
12.07.2026 | 0:18 minDer Taifun "Bavi" hat sich nach seiner Ankunft im Osten Chinas am Sonntag zu einem schweren Tropensturm abgeschwächt, aber weiter für heftige Regenfälle und starke Verkehrsbehinderungen gesorgt. Fast zwei Millionen Menschen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden. Berichte über Todesopfer oder Verletzte in China lagen zunächst nicht vor.
"Bavi" war am späten Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde bei Yuhuan in der Provinz Zhejiang auf Land getroffen. Danach zog der Sturm über Yueqing in Richtung der Provinzhauptstadt Hangzhou. Am Sonntagvormittag wurden in der Nähe Hangzhous noch Windgeschwindigkeiten von rund 108 Kilometern pro Stunde gemessen.
Sturm "Bavi": 1.300 Bäume in Yueqing entwurzelt
In Yueqing wurden durch den Sturm nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders CCTV mehr als 1.300 Bäume entwurzelt oder umgerissen. Feuerwehrleute, Rettungskräfte und städtische Beschäftigte waren damit beschäftigt, Straßen freizuräumen. Bilder aus der fast zehn Millionen Einwohner zählenden Stadt Wenzhou zeigten überflutete Straßen.
Hunderte Schlangen, teils sogar giftige, waren vor wenigen Tagen nach heftigen Unwettern aus einer Zuchtfarm entkommen.
08.07.2026 | 0:36 minDie Behörden warnten vor Sturzfluten, über die Ufer tretenden Flüssen und überschwemmten Feldern. Bis Montag wurden in mehreren ostchinesischen Provinzen weiterhin starke bis außergewöhnlich heftige Regenfälle erwartet. Der Sturm sollte anschließend in Richtung Gelbes Meer ziehen und sich bis Dienstag in ein außertropisches Tiefdruckgebiet verwandeln.
In Zhejiang waren bis Samstag rund 1,72 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden. Schulen und Arbeitsstätten wurden geschlossen, der Straßenverkehr unterbrochen und Veranstaltungen im Freien ausgesetzt. Mehr als 300 Flüge fielen in der Provinz aus. Am Flughafen Hangzhou wurden 327 Verbindungen gestrichen.
Auch in Shanghai kam es zu massiven Einschränkungen: Dort wurden nach Angaben des Nachrichtenportals "The Paper" 684 Flüge und 1.620 Zugverbindungen gestrichen. In den Küsten- und Hochrisikogebieten der Wirtschaftsmetropole verließen rund 34.000 Menschen vorsorglich ihre Häuser. In der weiter südlich liegenden Provinz Fujian wurden mehr als 130.000 Menschen evakuiert.
Auch Taiwan und Japan betroffen
Vor China hatte "Bavi" abgelegene Inseln im Südwesten Japans getroffen. Auf der japanischen Insel Okinawa waren mehr als 18.000 Haushalte und Einrichtungen von Stromausfällen betroffen.
Auf Taiwan zog der größte Taifun seit Jahrzehnten zu - Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
11.07.2026 | 0:22 minAn Taiwan war der Sturm vorbeigezogen, hatte die Insel aber nicht direkt getroffen. Die Feuerwehr von Taiwan meldete mindestens 134 Verletzte. Mehr als 14.000 Menschen wurden evakuiert, mehr als 170.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.
In den Weltmeeren wurden nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus im Juni die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen Temperaturen festgestellt. Wärmere Ozeane können Tropenstürme verstärken und ihnen mehr Feuchtigkeit zuführen - die später als Starkregen niedergeht.
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