Taifun "Bavi": Hunderttausende in China evakuiert

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren:Taifun "Bavi" im Anmarsch: Hunderttausende in China evakuiert

|

Hunderttausende evakuiert, über 1.100 Flüge gestrichen: China und Taiwan bereiten sich mit Hochdruck auf Taifun "Bavi" vor. Auf den Philippinen gibt es bereits Tote.

Eine Person beobachtet, wie große Wellen an die Küste schlagen, während Taifun Bavi vor der Nordostküste Taiwans vorbeizieht – aufgenommen in Keelung am 11. Juli 2026.

Auf Taiwan zieht der größte Taifun seit Jahrzehnten zu – Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Taifun "Bavi" bringt Starkregen und Orkanböen von fast 200 Kilometer pro Stunde mit sich.

11.07.2026 | 0:22 min

In China und Taiwan sind in Vorbereitung auf den Taifun "Bavi" Hunderttausende Menschen evakuiert worden. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, haben allein in der östlichen Provinz Zhejiang über 500.000 Anwohner ihre Häuser vorübergehend verlassen. In Taiwan wurden vorsorglich mehr als 14.000 Bewohner aus erdrutschgefährdeten Bergregionen in Sicherheit gebracht. Zudem wurden am Samstag mehr als 1.100 Inlands- und Auslandsflüge in Taiwan gestrichen und der Fährverkehr eingestellt.

Auch wenn Ausläufer des Sturms am Samstag bereits den Norden und Osten Taiwans erfassten, haben die Behörden bislang keine größeren Schäden gemeldet. Rund 68.920 Haushalte waren allerdings am Freitag vorübergehend ohne Strom, nachdem heftiger Regen und starke Winde das Stromnetz beschädigt hatten.

Eine Person beobachtet, wie große Wellen an die Küste branden, während der Taifun "Bavi" am 11.07.2026 nordöstlich von Taiwan vorbeizieht.

Eine Person beobachtet, wie große Wellen an die Küste branden, während der Taifun "Bavi" nordöstlich von Taiwan vorbeizieht.

Quelle: AFP

Taifun trifft am Sonntag auf China

Die Philippinen, wo ebenfalls Ausläufer des Taifuns zu spüren waren, meldeten bislang mindestens 17 Tote. Weitere 9 Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Der chinesische Wetterdienst erwartet, dass der Taifun am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) in der östlichen Provinz Zhejiang auf Land trifft. Zeitweilig wurde "Bavi" als sogenannter Supertaifun eingestuft, zuletzt hatte er sich jedoch etwas abgeschwächt.

Im Süden und im Zentrum Chinas hatten Unwetter in dieser Woche bereits schwere Schäden angerichtet. 39 Menschen kamen bei Überschwemmungen ums Leben, allein 26 Menschen starben nach dem Bruch eines Staudamms.

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.

Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.

→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen


Quelle: dpa, AFP
Über das Thema berichtete die heuteXpress am 11.07.2026 ab 09:37 Uhr.

Aktuelle Nachrichten zu China

  1. Ein Teil der Stadt Huanggang in der zentralchinesischen Provinz Hubei (China) wurde von einem Tornado verwüstet, aufgenommen am 0707.2026

    Supertaifun im Anmarsch:Starkregen und Tornados: Mindestens elf Tote in China

    mit Video0:20

  2. Textil-Beschriftung: "MADE IN CHINA".

    Die Stunde des Drachens:Wie "Made in China" Europas Wirtschaft bedroht

    von Julia Rech und Ulf Röller
    mit Video2:15

  3. Montage des VW ID.3 in Zwickau
    Analyse

    Autobauer auf Strategiesuche:Volkswagen: Kein Pannendienst in Sicht

    von Peter Kunz
    mit Video2:15

  4. Die Nationalflaggen Nordkoreas und Chinas sind am 08.06.2026 auf einer Straße in Pjöngjang, Nordkorea, zu sehen.
    Analyse

    Chinesischer Staatsbesuch in Pjöngjang:Was Xi Jinping in Nordkorea erreichen will

    von Miriam Steimer
    mit Video2:26