Crans-Montana: Einer der Bar-Besitzer in Untersuchungshaft

Nationaler Trauertag in der Schweiz:Crans-Montana: Einer der Bar-Besitzer in Untersuchungshaft

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Nach dem Brandunglück in einer Bar in Crans-Montana ist einer der Besitzer in U-Haft. Zum Nationalen Trauertag forderte der Bundespräsident Aufklärung "ohne Verzögerungen".

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin hält eine Rede bei der Gedenkfeier für die Opfer des tödlichen Feuers, das in der Silvesternacht in Crans-Montana ausgebrochen war.

Im Gedenken an die 40 Toten und über 110 Verletzten beim Brand in Crans-Montana hält die Schweiz heute einen nationalen Trauertag ab.

09.01.2026 | 1:42 min

Nach dem tödlichen Silvester-Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana sind erstmals die Betreiber des Lokals von den Ermittlungsbehörden befragt worden. Das französische Ehepaar Jacques und Jessica M., das die Bar "Le Constellation" betreibt, war am Freitagmorgen bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis in Sitten eingetroffen und über sechs Stunden lang von den Ermittlungsbehörden befragt worden. Danach wurde der Mann in Untersuchungshaft genommen, wie es aus Ermittlerkreisen hieß.

An den vielen dort wartenden Medienvertretern gingen sie mit gesenkten Köpfen vorbei, Jessica M. trug eine große dunkle Sonnenbrille.

Barbetreiber von Crans-Montana nicht in Haft oder unter Hausarrest

Es war die erste Befragung des Paares, seit am 3. Januar ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung gegen die beiden Franzosen eröffnet worden war. In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung hatte das Paar eine "vollständige Zusammenarbeit" mit den Ermittlungsbehörden zugesagt.

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05.01.2026 | 0:27 min

Bei der Brandkatastrophe in der Silvesternacht waren 40 Menschen ums Leben gekommen und 116 weitere verletzt worden, viele von ihnen sehr schwer. Die Hälfte der Todesopfer war minderjährig; das jüngste war erst 14 Jahre alt, das älteste 39.

Hinterbliebenen-Anwalt fordert: "Verantwortlichkeiten von A bis Z" feststellen

Romain Jordan, ein Anwalt der Hinterbliebenen, sagte vor seiner Teilnahme an der Befragung, er und seine Mandanten erwarteten "Antworten", warum "dieses Drama, das sich nie hätte ereignen dürfen, eingetreten ist hier in der Schweiz, trotz eines juristischen Arsenals, eines gesetzgeberischen Arsenals, eines Aufsichtsarsenals".

Die Opfer und Hinterbliebenen wollten ihre Interessen berücksichtigt sehen, indem "alle Verantwortlichkeiten von A bis Z festgestellt" werden.

Ersten Ermittlungserkenntnissen zufolge wurde der Brand im Keller der Bar offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach.

Ort des Brandes abgesperrt

Die betroffene Bar in Crans-Montana war über Jahre nicht kontrolliert worden. Die Behörden sprechen von einem schweren Versäumnis.

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Nationaler Trauertag in der Schweiz nach Brandkatastrophe

Die Brandkatastrophe hat in der Schweiz große Erschütterung und Trauer ausgelöst. Am Freitagnachmittag gedachte die Schweiz mit einem nationalen Trauertag der Opfer. Nach einer Schweigeminute um 14 Uhr läuteten fünf Minuten lang die Kirchenglocken des Landes. Außerdem fand eine große Trauerzeremonie statt. Bundespräsident Guy Parmelin sagte in seiner Trauerrede, die Schweiz sei "bestürzt wegen dieser Tragödie". Zugleich äußerte sich Parmelin "gerührt" über die landesweite und internationale Solidarität nach der folgenschweren "Horrornacht".

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Nach dem Inferno von Crans-Montana gedenkt die Schweiz 40 Toten. Präsident Parmelin fordert lückenlose Aufklärung und Konsequenzen. Auch Ministerpräsident Kretschmann ist vor Ort.
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Trauerfeier
Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 09.01.2026 in mehreren Sendungen, etwa bei heute Xpress ab 08:30 Uhr, heute in Deutschland ab 14 Uhr sowie heute in Europa ab 16 Uhr.
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