40 Tote bei Feuer in Bar:Crans-Montana: Keine Brandschutzkontrolle seit fünf Jahren
40 Menschen starben beim verheerenden Feuer in Crans-Montana. Nun teilt die Schweizer Gemeinde mit: Seit 2020 hat es keine Brandschutzkontrolle in der betroffenen Bar gegeben.
Die Behörden in Crans-Montana haben nach der Katastrophe Fehler eingeräumt. So wurden die vorgeschriebenen jährlichen Brandschutz-Kontrollen nach 2019 nicht mehr durchgeführt.
06.01.2026 | 2:27 minVor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Skiort Crans-Montana in der Schweiz sind in der betroffenen Bar jahrelang keine Brandschutzkontrollen durchgeführt worden. Das hat der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, mitgeteilt.
Wie sich herausstellte, fanden zwischen 2020 und 2025 keine der üblichen Brandschutzkontrollen statt, sagt Feraud. Eigentlich muss dies einmal pro Jahr geschehen. 2025 sei lediglich ein Akustikgutachten ohne Beanstandung durchgeführt worden. "Wir bedauern dies zutiefst", sagte Feraud. Bei Kontrollen etwa 2019 und davor sei das Dämmmaterial an der Decke nie Thema gewesen, sagte Feraud.
Crans-Montanas Bürgermeister Nicolas Feraud bei der Pressekonferenz des Stadtrats.
Quelle: AFPCrans-Montana verbietet Pyrotechnik in geschlossenen Räumen
Als Sofortmaßnahme hat die Gemeinde beschlossen, die Verwendung von sämtlichen pyrotechnischen Gegenständen in geschlossenen Räumen zu verbieten. Und dem Betreiberpaar sei nun die Betriebsbewilligung für ein zweites Restaurant in Crans-Montana entzogen worden, teilte Feraud mit.
Nach dem verheerenden Feuer in einer Bar in Crans-Montana stellen sich viele Fragen: Wie war die Bar aufgebaut und wie viele Fluchtwege gab es?
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Das Inferno in der Bar Le Constellation in der Silvesternacht wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus.
40 Menschen starben in der Folge, 116 Menschen wurden größtenteils schwer verletzt. Viele der Brandopfer werden inzwischen im Ausland behandelt, auch in Deutschland. Die Opfer waren zwischen 14 und 39 Jahre alt, 20 von ihnen waren minderjährig. Das jüngste Todesopfer ist eine 14-jährige Schweizerin.
Die Behörden in Crans-Montana haben nach der Katastrophe Fehler eingeräumt. So wurden die vorgeschriebenen jährlichen Brandschutz-Kontrollen nach 2019 nicht mehr durchgeführt.
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