Großbritannien: Was Harry und Meghan bei ihrer Rückkehr erwartet

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Rückkehr im Herbst geplant:Was Harry und Meghan in Großbritannien erwartet

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Es ist eine überraschende Kehrtwende: Prinz Harry und Meghan planen offenbar ihre Rückkehr nach Großbritannien. Doch wo werden sie wohnen, wovon werden sie leben? Ein Überblick.

Harry und Meghan

Eine mögliche Rückkehr nach Großbritannien wäre eine "Kehrtwende, die einen doch sehr zum Staunen bringt", sagt ZDF-Royal-Expertin Julia Melchior. Harry habe durch sein Verhalten "viel zerstört".

21.08.2026 | 8:27 min

Wenn Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) nach mehr als sechs Jahren des selbstgewählten Exils nach Großbritannien zurückkehren, wird vieles anders sein als zuvor. Ein Überblick:

Wo Harry und Meghan wohnen könnten

Noch bis vor einigen Jahren hatten Harry und Meghan ein eigenes Anwesen auf dem weitläufigen Gelände von Schloss Windsor zur Verfügung. Das vergleichsweise bescheidene Frogmore Cottage war ihnen noch von der inzwischen verstorbenen Queen Elizabeth II. zugewiesen worden und wurde für viel Geld renoviert, bevor sich die beiden in die USA verabschiedeten. Nachdem Harry Anfang 2023 seine Aufsehen erregende Biografie "Spare" ("Reserve") veröffentlichte, mussten sie das Domizil aufgeben.

Doch eine Rückkehr ins Frogmore Cottage kommt laut britischen Medien nicht infrage. Angeblich soll ihr neues Zuhause nicht der Krone gehören und außerhalb Londons sein. Das Presseteam des Paares schwieg dazu.

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Ob Prinz Harrys Onkel, der vermögende Earl Spencer, eine Rolle bei der Wohnungssuche spielte, bleibt Spekulation. Der Bruder der vor knapp 30 Jahren verstorbenen Prinzessin Diana will in Kürze ein Buch über seine berühmte Schwester veröffentlichen und soll ein enges Verhältnis zu Harry pflegen. Einem Bericht des "Telegraph" zufolge wollen Harry und Meghan zudem ihre Anwesen im kalifornischen Montecito und in Portugal behalten.

Wo die Kinder zur Schule gehen könnten

ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior vermutet, dass der Wunsch des Paares, ihren Kindern eine britische Schulbildung zukommen zu lassen, ein mögliches Motiv für die Rückkehr sein könnte.

Sie sagen, sie wollen die Kinder auch in britische Schulen geben, um ihnen eine mehr britische Identität zu geben.

ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior

Ähnlich äußerte sich auch der Verfassungsexperte und Royal-Kenner Craig Prescott von der Londoner Universität Royal Holloway. "Menschen, die auf eine Privatschule gingen, sind manchmal sehr darauf aus, dass ihre Kinder die gleiche Art von Schulbildung wie sie selbst erhalten", sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein "natürlicher Instinkt", das Beste für seine Kinder zu wollen, so der Experte weiter.

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Auf welchen Schulen der bereits siebenjährige Prinz Archie und die fünf Jahre alte Prinzessin Lilibet eingeschrieben sind, ist nicht bekannt. Harry selbst besuchte unter anderem die Ludgrove School in der Grafschaft Berkshire, westlich von London. Später ging er auf das Eliteinternat Eton. Es liegt nahe, dass sie eine Schule in der Nähe ihres Wohnorts wählen dürften.

Wovon die Familie leben könnte

Ihren durchaus nicht bescheidenen Lebensstil finanzierten der Herzog und die Herzogin von Sussex, wie Harry und Meghan auch genannt werden, durch verschiedene Kooperationen mit Medienunternehmen. Neben dem Verkauf von Harrys Buch dürfte vor allem die Zusammenarbeit mit Netflix einträglich gewesen sein, wo die beiden ihr Aussteigen aus dem royalen Leben im Rahmen einer sehr erfolgreichen Doku vermarkteten. Spätere Projekte wie Meghans Lifestyle-Serie "With Love, Meghan" hingegen blieben hinter den Erwartungen zurück, was Fragen zu der langfristigen Zukunft der beiden als Medienschaffende aufwarf.

Meghan (links) und Harry sitzen an einem Tisch und lachen.

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Nach Einschätzung Prescotts dürfte es für Harry und Meghan nach ihrer Rückkehr nicht einfacher werden, Geld zu verdienen. Allzu rasch könnten sie in den Verdacht geraten, ihre Zugehörigkeit zur Royal Family monetär ausschlachten zu wollen. Er hält es aber für möglich, dass sie bereits so viel beiseitegelegt haben, dass sie nicht darauf angewiesen sind. Die beiden könnten dann ihre Präsenz in Großbritannien dafür nutzen, sich auf ihre Wohltätigkeitsarbeit konzentrieren und ihr Image zu rehabilitieren.

Es macht auch Sinn, wenn er tatsächlich eine sinnvolle Arbeit aufnehmen möchte mit seinen [...] Wohltätigkeitsorganisationen, dass er eben nicht nur einmal im Jahr einfliegt, um irgendwie zu repräsentieren auf den Großveranstaltungen - sondern da hätte er die Möglichkeit, richtig mitzuarbeiten.

ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior

Rückkehr in den Schoß der Monarchie?

Dass Harry und Meghan gar eines Tages wieder zum engeren Kreis der britischen Royals stoßen, hält Prescott nicht für ausgeschlossen. Noch vor wenigen Jahren sei auch eine Rückkehr nach Großbritannien nicht vorstellbar gewesen. "Aber da sind wir jetzt", sagte er. Bis Harry und Meghan wieder vom Balkon des Buckingham-Palasts grüßen, dürfte es aber noch ein weiter Weg sein. "Die Königsfamilie braucht keinen zweiten Andrew", sagte ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior, "nämlich jemanden, der völlig unkontrolliert seine eigenen Wege geht".

Harry hat sich in den letzten Jahren als völlig illoyal und indiskret gezeigt und damit natürlich viel zerstört - und vor allen Dingen eben Vertrauen zerstört.

ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior

Besonders zerrüttet soll das Verhältnis zwischen Harry und seinem Bruder, Prinz William (44), sein.

König Charles III. (77) sei augenscheinlich mehr an einer Annäherung gelegen als dem Thronfolger William, meint Melchior. "Wir wissen von Charles, dass er ein absoluter Familienmensch ist und natürlich auch das Bedürfnis haben wird, seine Enkelkinder besser kennenzulernen", so Melchior. Zudem sei möglicherweise auch die Krebserkrankung des Königs ein Motiv für Harrys Rückkehr:

Charles ist immer noch an Krebs erkrankt und wird immer noch behandelt. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum Harry jetzt die Nähe zu seinem Vater sucht.

ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior

Mitglieder des britischen Königshauses auf dem Balkon des Buckingham-Palst. Alle sind festlich gekleidet.

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Quelle: dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtete unter anderem das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 21.08.2026 ab 05:30 Uhr.

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