USA-Besuch von Charles und Camilla:Trump empfängt Royals: "Wundervoll britischer Tag"
Donald Trump verzichtet beim Empfang der britischen Royals am Weißen Haus auf Spitzen gegen die britische Regierung. König Charles soll am Abend eine Rede vor dem Kongress halten.
US-Präsident Donald Trump empfängt heute den britischen König Charles III. und Königin Camilla zum Staatsbesuch.
28.04.2026 | 1:10 minBei immer wieder einsetzendem Regen hat US-Präsident Donald Trump den britischen König Charles III. und Königin Camilla auf dem Rasen des Weißen Hauses empfangen. "Was ein wundervoll britischer Tag", witzelte Trump zu Beginn seiner Ansprache vor allerlei Regierungsvertretern und Militärs. Es sei eine "große Ehre", das Königspaar zu empfangen.
Trump vermied bei dem offiziellen Auftritt, der in Großbritannien große Beachtung fand, jegliche Spitzen gegen die aktuelle britische Regierung, die er im Verlauf des Iran-Kriegs immer wieder mit dem Vorwurf der mangelnden Unterstützung scharf kritisiert hatte.
Stattdessen schien der US-Präsident den königlichen Glanz zu genießen - ähnlich wie bei seinem eigenen Staatsbesuch im Vereinigten Königreich im vergangenen September.
Die Beziehung zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich ist aktuell angespannt. Nun empfängt Trump den britischen König Charles III. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet.
28.04.2026 | 1:00 minDie Geschichte mit Trumps Mutter und dem jungen Charles
"Wir teilen dieselben Wurzeln, sprechen dieselbe Sprache, teilen dieselben Werte", sagte der Republikaner. Gemeinsam hätten "unsere Krieger dieselbe außergewöhnliche Zivilisation" unter dem Schutz der Farben Rot, Weiß und Blau verteidigt. Der königliche Besuch in den USA steht im Zeichen der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit.
Den britischen König adelte Trump als außergewöhnlichen Mann - und berichtete, dass seine aus Schottland stammende Mutter "verliebt war" in den jungen Charles. Sie habe die Königsfamilie "wirklich geliebt", sagte Trump, "ich erinnere mich auch, dass sie ganz klar sagte: 'Charles, der junge Charles, er ist so süß.'" Der jetzt alte Charles lächelte während Trumps Rede immer wieder.
Charles-Besuch in den USA: Politischer Drahtseilakt
Der Staatsbesuch des Monarchen war vor der Abreise als diplomatischer Drahtseilakt bewertet worden. Schon bei der Ankunft hatten König und Königin aber ein erstes Zeichen gesetzt. Camilla, gekleidet ganz in Rosa, trug eine Brosche, die die Flaggen beider Nationen eng miteinander verschlungen zeigt.
König Charles und Königin Camilla haben ihren USA-Besuch begonnen. Gemeinsam mit Donald und Melania Trump feierten die Royals eine Gartenparty samt Sandwiches, Roastbeef und Scones.
28.04.2026 | 0:43 minIm Vereinigten Königreich, dem die besondere Beziehung zu den USA immer wichtig ist, ist vom schwierigsten Staatsbesuch in der bisherigen Amtszeit des Königs die Rede. Dass Trump großer Fan der Royals und entsprechend positiv gestimmt ist, ist zwar bekannt - der US-Präsident gilt aber eben auch als unberechenbar.
Die ersten eineinhalb Tage gingen zumindest öffentlich ohne besondere Vorkommnisse und Fehltritte zu Ende. Schon am Montag tauschten sich Trump und Charles gut gelaunt aus und posierten mit Melania und Camilla für ein Foto. Da schien über Washington auch die Sonne. Darauf folgten eine traditionell britische Teestunde und eine Gartenparty bei der britischen Botschaft.
Charles will Rede vor US-Kongress halten
Noch am Dienstag erwartet das Königspaar volles Programm, das Charles diplomatisches Feingefühl abverlangt. Mit Spannung wird dabei vor allem die Rede des britischen Monarchen vor dem US-Kongress erwartet. Charles ist erst der zweite Monarch nach seiner Mutter Queen Elizabeth II., dem diese Ehre zuteilwerden soll.
Mit royalem Glanz soll König Charles kitten, was Trump mit Attacken auf Premier Starmer beschädigt hat – Großbritannien setzt auf weiche Macht statt Konfrontation.
27.04.2026 | 2:58 minDer König werde die amerikanisch-britische Verbindung als Geschichte der "Versöhnung und Erneuerung" bezeichnen, berichten britische Medien vorab. Zudem werde er von "einer der bedeutendsten Allianzen der Menschheitsgeschichte" sprechen.
Die Hoffnung im Regierungssitz Downing Street in London ist groß, dass der König vor allem im persönlichen Gespräch mit Trump das Verhältnis der Verbündeten wieder in eine positive Richtung lenken kann.
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