Polizei: Verletzte bei Sicherheitslandung in Memmingen

Unwetter in Süddeutschland:Ryanair-Flieger landet ungeplant im Allgäu

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Schwere Turbulenzen haben eine Ryanair-Maschine zu einer Sicherheitslandung auf dem Flughafen im bayerischen Memmingen gezwungen. Mehrere der 169 Passagiere wurden verletzt.

Schäden nach Unwetter in Süddeutschland

In Bayern und Baden-Württemberg kam es am Abend zu Hagel, Starkregen und heftigen Sturmböen. Eine Ryanair-Maschine musste wegen schwerer Turbulenzen mit mehreren Verletzten im Allgäu notlanden.

05.06.2025 | 1:10 min

Nach der Sicherheitslandung einer Passagiermaschine im Allgäu haben die Passagiere ihre Reise per Bus fortgesetzt. Die Ryanair-Maschine war am Mittwoch auf dem Weg von Berlin nach Mailand, als das Flugzeug gegen 20.25 Uhr in schwere Turbulenzen geraten war. In der Region gab es starke Unwetter.

Acht Menschen verletzt

Der Pilot hatte eine Sicherheitslandung am bayrischen Flughafen Memmingen durchgeführt. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden sieben Passagiere und ein Crewmitglied verletzt, zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine Frau habe eine Kopfplatzwunde. In Lebensgefahr schwebte niemand.

An Bord des Fliegers befanden sich laut Polizei 179 Passagiere und sechs Crew-Mitglieder. Wie ein Ryanair-Sprecher mitteilte, wurde die Maschine aufgrund der Turbulenzen nach Memmingen umgeleitet. Der Kapitän habe zudem medizinische Hilfe angefordert, und das Flugzeug sei dann planmäßig gelandet.

Luftamt untersagt Weiterflug wegen Witterung

Die meisten Passagiere des Flugs FR8 seien noch in der Nacht mit Bussen weiter nach Mailand gereist. Am Morgen habe es zudem einen Ersatzflug gegeben. Das Luftamt Südbayern hatte in der Nacht einen Weiterflug der Maschine laut Polizei nicht genehmigt. In weiten Teilen Bayerns hatte es am Mittwoch heftige Gewitter gegeben. Polizei und Feuerwehr waren zu rund 200 Einsätzen ausgerückt. 

In und um Gewitter herum können durch die aufsteigenden warmen und absinkenden kalten Luftmassen Fallwinde entstehen und Turbulenzen auslösen - darum werden sie, wenn möglich, umflogen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) rät bei Turbulenzen, stets auf dem Sitzplatz zu bleiben - und das angeschnallt. Auch wenn die Anschnallzeichen erloschen sind.

Quelle: dpa
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