Niedrigwasser: Tote Wehrmachtssoldaten in Donauflussbett entdeckt

Niedrigwasser bei Budapest:Tote Wehrmachtssoldaten in Donau-Flussbett entdeckt

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Der niedrige Donaupegel in Ungarn legt nicht nur Schiffswracks frei. Auch die sterblichen Überreste von zwei Soldaten der Wehrmacht und ein Militärmotorrad wurden gefunden.

Ein Wehrmachtsmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg, kommt aufgrund des niedrigen Pegelstands in der Donau bei Budapest zum Vorschein.

Das Niedrigwasser der Donau hat in Budapest ein Militärmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg freigegeben. Daneben lagen die sterblichen Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten.

07.08.2026 | 0:32 min

Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Budapest zwei durch den niedrigen Wasserstand der Donau freigelegte tote Wehrmachtssoldaten exhumiert worden. Ein Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge barg die Gebeine in der ungarischen Hauptstadt aus dem Flussbett, wie der Verband mitteilte. Auch zwei Erkennungsmarken wurden dabei gefunden.

Familien der Kriegstoten bislang vermutlich im Ungewissen

Die sterblichen Überreste der beiden Männer waren dem Verband zufolge am Sonntag gegenüber dem ungarischen Parlament zusammen mit einem Militärmotorrad und mehreren Panzerabwehrminen im Flussbett der Donau gefunden worden. Deshalb waren auch Kampfmittelentschärfer im Einsatz.

Nach Angaben der Kriegsgräberfürsorge waren die zweiteiligen Marken noch vollständig - was darauf hindeutet, dass die Familien der beiden Soldaten bislang wahrscheinlich keine Gewissheit über deren Schicksal haben.

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Üblicherweise sei im Todesfall eine Hälfte der Erkennungsmarke bei dem Soldaten belassen und die andere an die zuständigen Militärstellen geschickt worden, die die Benachrichtigung der Angehörigen regelten. Der Verband, der im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote sucht und bestattet, erklärte:

Die Familien dieser Toten warteten offenbar vergeblich auf offizielle Nachricht.

Statement Volksbund Deutsche Krieggräberfürsorge

Die aus der Donau geborgenen Toten sollen in Ungarn auf der Kriegsgräberstätte Budaörs bei Budapest beerdigt werden.

Motorrad und Erkennungsmarken gut konserviert

Die Bergung des Motorrads übernahmen Mitarbeiter des ungarischen Instituts und Museums für Militärgeschichte, das mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge kooperiert.

Gasöl im Flussschlamm habe Motorrad und Erkennungsmarken ungewöhnlich gut konserviert, hieß es. Buchstaben und Zahlen seien sehr gut lesbar.

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Der Verband rechnete damit, dass auch in diesen Weltkriegstote zu finden sind. Zuständig seien zuerst die jeweiligen nationalen Experten. Im Fall deutscher Toter werde er dann verständigt.

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Bis heute dauert die Suche nach Verschollenen an, immer wieder werden noch Kriegstote entdeckt. Die Kriegsgräberfürsorge bettete nach eigenen Angaben allein im vergangenen Jahr mehr als 5.500 im Ausland gefundene Kriegstote um.

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Quelle: AFP
Über die Folgen des niedrigen Wasserstandes der Donau berichtete unter anderem das ZDF heute journal am 03.08.2026 ab 21:45 Uhr.

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