Kongo-Rückkehrer:Frankreich meldet ersten Ebola-Fall
Frankreich meldet den ersten Ebola-Fall außerhalb Afrikas seit Beginn der jüngsten Pandemie. Der betroffene Arzt sei nach seiner Rückkehr aus dem Kongo isoliert worden.
Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums gibt es in Frankreich den ersten Ebola-Fall. Der Arzt, der aus dem Kongo zurückkehrte, wurde ins Krankenhaus gebracht und isoliert.
24.06.2026 | 0:21 minFrankreich hat einen ersten Fall von Ebola gemeldet. Dabei handele es sich um einen Arzt, der aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt sei, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Ort, an dem sich der Patient aufhält, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Es handle sich um Festland-Frankreich, erklärte das Ministerium.
Der Betroffene sei isoliert worden, erklärte das Ministerium. Mögliche Kontaktfälle würden derzeit identifiziert. Sie sollen drei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen.
Im Kongo wird der Alltag der Menschen bereits stark vom Virus eingeschränkt. Trotz Abstandsregeln steigt die Zahl der Toten. Und doch hält sich mancherorts das Gerücht, Ebola sei "Fake".
10.06.2026 | 2:34 minErster Fall außerhalb Afrikas seit erneutem Epidemie-Beginn
Es ist der erste Ebola-Fall außerhalb des afrikanischen Kontinents seit Beginn der jüngsten Epidemie. Das Ansteckungsrisiko wird für die europäische Bevölkerung als gering eingestuft. Im Mai war ein mit Ebola infizierter US-Arzt aus der Demokratischen Republik Kongo in die Berliner Charité gebracht worden. Nach gut zweiwöchiger Behandlung in einer Sonderisolierstation wurde er Anfang Juni gesund entlassen.
In der Demokratischen Republik Kongo überschritt die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen offiziellen Angaben vor wenigen Tagen die 1.000er-Marke. Mehr als 250 Menschen kamen ums Leben. Fast alle Infektionen und Todesfälle traten in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes auf, die Schauplatz bewaffneter Konflikte ist. Die Isolierung von Infizierten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen gestaltet sich nach wie vor schwierig.
Ebola breitet sich im zentralen Afrika weiter aus. Bislang sind mehr als 1.000 Fälle in der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Behörden und Krankenhäuser sind überfordert.
22.06.2026 | 0:28 minBehandlungszentren im Kongo stark ausgelastet
Zu Beginn der Epidemie waren die örtlichen Krankenhäuser schnell überlastet. Die anschließend mit Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mehrerer NGOs eingerichteten Ebola-Behandlungszentren sind zu 80 Prozent ausgelastet. Das Virus breitete sich auch auf das Nachbarland Uganda aus, wo die Weltgesundheitsorganisation 20 Infektionen und zwei Todesfälle verzeichnet hat.
Der jüngste Ebola-Ausbruch war erstmals am 15. Mai gemeldet worden. Er wurde von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht, gegen die es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Ebola verläuft oftmals tödlich, die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.
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