Ebola im Kongo: Mehr als 1.000 Fälle bestätigt

Infektionskrankheit breitet sich aus:Mehr als 1.000 Ebola-Fälle in Demokratischer Republik Kongo

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Ebola breitet sich im zentralen Afrika weiter aus. Bislang sind mehr als 1.000 Fälle in der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Behörden und Krankenhäuser sind überfordert.

Medizinisches Personal desinfiziert ein Ebola-Behandlungszentrum in Mongbwalu in der Provinz Ituri, Demokratische Republik Kongo.

Die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen in der Demokratischen Republik Kongo ist laut Behörden auf mehr als 1.000 gestiegen. 254 Patienten starben bisher - 100 Personen gelten als genesen.

22.06.2026 | 0:28 min

Gut einen Monat nach Beginn des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Fälle auf mehr als 1.000 gestiegen. Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa sind von den 1.003 bestätigten Ebola-Erkrankten in drei Provinzen des Landes insgesamt 254 gestorben.

Kongo: Hunderte Ebola-Patienten im Krankenhaus

Wie das Ministerium weiter mitteilte, gelten 100 Menschen als genesen. Derzeit würden 365 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Isolierstationen behandelt, hieß es. Die Todesfallquote betrage derzeit rund 25 Prozent - ein Viertel aller Patienten überlebt die Infektion also nicht.

Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai sind zudem im Nachbarland Uganda 19 Menschen an Ebola erkrankt und zwei von ihnen an der hochgefährlichen Krankheit gestorben. Die Fälle stehen im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Kongo.

Auf dem Friedhof Mbiyo in Bunia bereiten Helfer der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften die Beerdigung eines vierten Ebola-Waisen vor.

Das Ebola-Virus breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer ernsten Lage. Seit Mai wurden über 230 Todesfälle registriert.

21.06.2026 | 0:21 min

Viele Kontakte mit Infizierten nicht ermittelt

Derzeit werden den Angaben zufolge 58 Prozent der Kontakte von bestätigten Fällen nachverfolgt. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hatte sich bereits mehrfach besorgt über die hohe Zahl der nicht bekannten und nachverfolgten Kontakte geäußert.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang keinen Impfstoff gibt.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete unter anderem die Sendung heute Xpress in dem Beitrag "Kongo: Mehr als 1.000 Ebola-Fälle" am 22.06.2026 um 10:56 Uhr.
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