Aufarbeitung: Was das ZDF aus den Fehlern im heute journal lernt

Intensive Aufarbeitung:Was das ZDF aus den Fehlern im "heute journal" vom 15. Februar lernt

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Im Zuge der Aufarbeitung eines fehlerhaften Beitrags im "heute journal" wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet. Er soll die hohen journalistischen Standards des ZDF gewährleisten.

ZDF-Hochhaus mit ZDF-Logo vor blauem Himmel

Das ZDF stellt einen umfassenden Maßnahmenkatalog vor.

Quelle: ZDF/Torsten Silz

Die hohen journalistischen Standards des ZDF verlässlich gewährleisten - das soll durch einen umfassenden Maßnahmenkatalog sichergestellt werden.

Dieser wurde im Zuge der Aufarbeitung eines fehlerbehafteten Beitrags im "heute journal" erarbeitet und beinhaltet unter anderem einen Ausbau der Kompetenzen zur Verifikation von Bewegtbildmaterial sowie eine verbindliche Quellenhierarchie. Der Maßnahmenkatalog wurde dem ZDF-Fernsehrat in der Sitzung am Freitag, 13. März 2026, vorgestellt.

ZDF-Intendant: Fehler benennen, aufarbeiten und aus ihnen lernen

ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler: "Als öffentlich-rechtlicher Sender tragen wir eine besondere redaktionelle und publizistische Verantwortung. Es ist unabdingbar, dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf unsere unabhängige, ausgewogene und transparente Berichterstattung verlassen können. Das ist die Grundlage unseres Auftrags. Wenn uns dabei - wie in diesem Fall - Fehler unterlaufen, müssen wir sie benennen, sie aufarbeiten und aus ihnen lernen."

Die Fernsehratsvorsitzende Gerda Hasselfeldt: "Das Publikum erwartet vom ZDF zu Recht auch im Zeitalter von KI verlässliche Informationen. Wenn aber dennoch einmal Fehler passieren, müssen diese gründlich aufgearbeitet werden. Wichtige und richtige Schritte dazu sind eingeleitet worden. Nun müssen die vorgestellten Maßnahmen zur Sicherung der journalistischen Standards konsequent Anwendung finden. Deren Wirksamkeit wird der Fernsehrat zu gegebener Zeit prüfen."

In dem "heute journal"-Beitrag vom 15. Februar 2026 wurde an einer Stelle KI-generiertes Bildmaterial verwendet, eine weitere Sequenz stammte aus einem anderen Kontext. Das ZDF hat dafür um Entschuldigung gebeten und über die Fehler aufgeklärt: In eigener Sache: Fehler in ZDF-Beitrag über ICE.

ZDF identifiziert fünf Handlungsfelder

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten informierte den ZDF-Fernsehrat in der Sitzung am Freitag, 13. März 2026, darüber, welche Lehren das ZDF aus dem Fehler zieht: "Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut. Wir zeigen mit den beschlossenen Maßnahmen, dass es uns mit der Aufarbeitung sehr ernst ist. Die Arbeit an einer nachhaltigen Qualitätssicherung ist damit nicht beendet, sondern bleibt eine Daueraufgabe - zumal im KI-Zeitalter, das gerade erst begonnen hat. Dafür machen wir uns fitter."

Die ZDF-Chefredaktion hat im Rahmen der Aufarbeitung fünf Handlungsfelder identifiziert. Die Handlungsfelder knüpfen dabei an die genannten Fehler im "heute journal" an. Hierbei wurden zugleich die zukünftigen Herausforderungen des Qualitätsjournalismus in den Blick genommen und ein ganzheitliches Maßnahmenfeld erarbeitet:

  1. Die Chefredaktion stärkt das Wissen zu Künstlicher Intelligenz im redaktionellen Zusammenhang systematisch und nachhaltig.
  2. Die Chefredaktion baut die Kompetenzen zur Verifikation von Bildmaterial in den Redaktionen aus.
  3. Fremdmaterial kommt nur im Rahmen einer verbindlichen Quellenhierarchie zur Ausstrahlung.
  4. Die Abnahmeprozesse werden an die Herausforderungen des Digitalen angepasst.
  5. Es wird eine Fehlerkultur gestärkt, in der Fehler transparent benannt, konsequent aufgearbeitet und korrigiert werden.
Quelle: ZDF

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