Update am Morgen: Die kleinen Brötchen der deutschen Autobauer

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Update am Morgen:Die kleinen Brötchen der deutschen Autobauer

von Florian Neuhann

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Florian Neuhann


Guten Morgen,

erinnern Sie sich noch an die Zeit, als Frankfurt das Mekka der weltweiten Autoindustrie war? Und die altehrwürdige Internationale Automobil-Ausstellung IAA immer neue Rekorde aufstellte - jedes Mal mehr Aussteller, mehr Besucher, mehr Autos?

Tja. Das ist jetzt ein Vierteljahrhundert her, und vermutlich wird nicht nur mancher deutsche Automanager leicht wehmütig beim Gedanken an diese goldenen Zeiten. In den letzten Jahren haben sich die Kräfteverhältnisse dramatisch verschoben - was heute nochmal offensichtlich wird. Heute startet nämlich die größte Automesse der Welt: die "Auto China" in Peking.

Es wird mal wieder eine Messe der Superlative. Und eine Messe, auf der deutsche Autohersteller kämpfen müssen - darum, überhaupt wahrgenommen zu werden.

Demonstration von VW-Mitarbeitern gegen Werkschließungen und Entlassungen in Wolfsburg am 2. Dezember 2024.

10.12.2024 | 9:07 min

Volkswagen - Deutschlands größter Autokonzern - hatte schon vor drei Tagen zur "Media Night" in Peking eingeladen. Und VW-Chef Blume sparte bei diesem Anlass nicht mit großen Worten. Jetzt, so Blume, beginne "eine neue VW-Ära" in China. Allein dieses Jahr will der Konzern 20 neue Elektromodelle in China auf den Markt bringen. Es sei, so Blume, die "größte Produktoffensive der Firmengeschichte".

Die markigen Worte stehen in hartem Kontrast zur bitteren Realität - in der die deutsche Autoindustrie längst kleinere Brötchen backt. Gerade erst hat VW die Erwartungen für 2030 heruntergeschraubt: Dann werde man, so die Planung, in China nur noch rund 3,2 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Zum Vergleich: 2019 war es noch eine ganze Million mehr.

Kann der Konzern diesen Trend nochmal drehen? Meine Kollegin Elisabeth Schmidt, unsere Korrespondentin im ZDF-Studio Peking, war bei der Media Night selbst vor Ort. Und sie sagt mir: Volkswagen gehe "all in" in China - jetzt aber müsse der Konzern liefern. "Es wird ein Schicksalsjahr für die deutschen Autobauer".

Dem ist nichts hinzuzufügen. Elisabeth wird heute in den Sendungen und auf ZDFheute aus Peking berichten. Wir sind gespannt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Ihr Florian Neuhann, Leiter des ZDF-Teams Wirtschaft und Finanzen

Was im Iran-Krieg passiert ist

Waffenruhe im Libanon wird verlängert: US-Präsident Trump hat eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bekanntgegeben. Der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel eskaliert unterdessen erneut.

Merz macht Iran ein Angebot: Der Iran-Krieg hat Folgen weit über die Region hinaus. Auch die deutsche Wirtschaft lahmt. Der Kanzler signalisiert Teheran nun Zugeständnisse. Doch er hat zwei Bedingungen.

Angriff auf Raketenstützpunkt der Hisbollah im Libanon: Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge eine Raketenabschussrampe der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Am Donnerstag habe die Hisbollah von dort aus Raketen auf Israel abgefeuert, die von der Luftabwehr abgefangen worden seien. Die Hisbollah bekannte sich zu dem Angriff.

Trump auf Frage zu Iran-Abkommen: "Drängen Sie mich nicht" US-Präsident Donald Trump sagt in Washington auf die Frage eines Reporters, wie lange er bereit sei, auf ein langfristiges Friedensabkommen mit Iran zu warten: "Drängen Sie mich nicht." Er könne zwar "sofort" ein Abkommen schließen. "Aber das möchte ich nicht. Ich möchte, dass es von Dauer ist."

Papst ruft USA und Iran zu neuen Verhandlungen auf: Papst Leo XIV. fordert die USA und Iran zu erneuten Verhandlungen für ein Ende des Kriegs auf. Bei einer Pressekonferenz auf dem Rückflug von seiner Afrika-Reise kritisiert das katholische Kirchenoberhaupt unter anderem die Todesstrafe.

Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite. Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran.

Aktuelle Entwicklungen der Eskalation
:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog

US-Präsident Trump hat die Waffenruhe mit Iran verlängert - das Tauziehen um die Straße von Hormus geht weiter. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Die Halle im Azadi-Sportkomplex in der iranischen Hauptstadt liegt in Trümmern, nachdem eine Reihe von Angriffen der USA und Israels die Anlage zerstört hat
Liveblog

Was heute noch wichtig ist

Ausblick

Fridays for Future ruft zu Protesten in mehr als 60 deutschen Städten auf / In Peking startet die „Auto China“-Messe, eine der bedeutendsten Branchenevents der Welt

24.04.2026 | 1:05 min

Klimaprotest von Fridays for Future: An rund 60 Orten in ganz Deutschland soll es Aktionen geben, beispielsweise vor Rathäusern und den Parteibüros der Regierungsparteien CDU und SPD. Die Bewegung fordert eine schnelle Abkehr von den klimaschädlichen, fossilen Energieträgern Kohle, Öl und Gas.

EU-Treffen in Nikosia: Heute endet das informelle Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten auf Zypern. Im Zentrum der Gespräche soll der neue gemeinsame Mehrjahreshaushalt für den Zeitraum von 2028 bis 2034 stehen.

Ausführlich informiert

ZDFheute live: Trump im Iran-Krieg und Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine - beide stehen zunehmend unter Druck. Haben sie sich verkalkuliert? Militärökonom Keupp analysiert bei ZDFheute live.

Militärökonom Markus Keupp

23.04.2026 | 45:13 min

Sport

Stuttgart trotz Chancenwucher im Finale des DFB-Pokals: Der VfB Stuttgart steht im Finale des DFB-Pokals. Die Schwaben drehten einen Rückstand und gewannen gegen den SC Freiburg nach Verlängerung.

Schwimm-DM am Freitag: Über die 400 Meter Freistil lieferte Lukas Märtens bereits eine Weltklasse-Leistung ab. Kann er das auch über 800 Meter gegen Sven Schwarz? Der Schwimm-DM-Freitag im Überblick.

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Spotify
Quelle: ZDF

Der Streaminganbieter Spotify präsentiert zum Jubiläum ein Ranking der meistgehörten Inhalte. Taylor Swift und Bad Bunny räumen ab. Unter den Top-Podcasts sind auch deutsche Hosts.

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heute Xpress

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

24.04.2026 | 2:07 min

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So wird das Wetter heute

Am Freitag gibt es in einem Streifen von der Nordsee bis zum Erzgebirge zahlreiche Wolken. Sonst sind Wolken selten und die Sonne scheint. Bei einem lebhaften Nordwestwind werden 12 bis 23 Grad erreicht. Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.

ZDFHeuteWetter - Freitag 24.04.2026

Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider

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