Stuttgart trotz Chancenwucher im Finale des DFB-Pokals

Tomas erlöst den VfB:Stuttgart trotz Chancenwucher im Finale des DFB-Pokals

von Sebastian Ungermanns

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Der VfB Stuttgart steht im Finale des DFB-Pokals. Die Schwaben drehten einen Rückstand und gewannen gegen den SC Freiburg nach Verlängerung.

Tiago Tomas

Titelverteidiger VfB Stuttgart steht wieder im Pokalfinale. Gegen den SC Freiburg drehten die Schwaben die Partie und kam zuhause in der Verlängerung zu einem 2:1. Im Endspiel wartet der FCB.

23.04.2026 | 5:59 min

Der VfB Stuttgart steht im Finale des DFB-Pokals. Gegen den SC Freiburg gewannen die Gastgeber nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1) n.V. Im Finale wartet nun der FC Bayern München.

Zerfahrene Anfangsphase

Die Anfangsphase war von vielen Zweikämpfen geprägt - und Schiedsrichter Tobias Wels musste früh anfangen, gelbe Karten zu verteilen.

Der belgische Cheftrainer Vincent Kompany (FC Bayern München) feiert nach dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart.

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Die erste echte Möglichkeit hatte dann der SC Freiburg nach 17 Minuten. Vincenzo Grifo zog von der linken Seite nach innen und bediente den einlaufenden Maximilian Eggestein. Der scheiterte von der Kante des Fünfmeterraums an Stuttgart-Schlussmann Alexander Nübel. Kurz zuvor war er noch von Angelo Stiller touchiert worden, Wels entschied sich jedoch gegen einen Strafstoß.

Eggestein besorgt Freiburger Führung

Der eigentlich so heimstarke VfB Stuttgart kam zunächst nicht ins Spiel. Gegen variabel verteidigende Freiburger hatten die Hausherren kaum gute Ideen. Bezeichnend: Der sonst so sichere Spielmacher Angelo Stiller schlug einen Rückpass von der Mittellinie ins eigene Toraus und schenkte dem SCF so einen Eckball - der diesen zur Führung verwertete.

Grifos Flanke landete auf dem Kopf von Matthias Ginter, dessen Kopfball Eggestein ins VfB-Gehäuse verlängerte (28.).

Jubel nach dem Führungstor: Maximilian Eggestein (SC Freiburg) erzielt das 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim in der Bundesliga.

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Stuttgart wird besser

Von Stuttgart kam rund 40 Minuten fast gar nichts - ehe sie kurz vor der Pause doch noch gefährlich wurden.

Die dickste Chance einer Reihe von Gelegenheiten hatten die Hausherren dann kurz vor der Pause. Nach einer Ecke landete der Ball bei Deniz Undav. Der fackelte aus kürzester Distanz nicht lang, sein Volley wurde aber von Igor Matanovic über das Tor geblockt - Glück für die Gäste. So ging es mit 0:1 aus Sicht des VfB in die Kabine.

Führich und Stiller verpassen Ausgleich

Die Stuttgarter zeigten sich auch nach der Pause klar verbessert und hatten rund drei Minuten nach Wiederbeginn die Riesen-Chance auf den Ausgleich. Nach feiner Vorarbeit von Leweling schob Chris Führich den Ball aus vier Metern Entfernung am Tor vorbei - das hätte der Ausgleich sein müssen.

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Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Stuttgarter den Ausgleich erzielen würden - doch zunächst war es wie verhext für die Gastgeber - und erneut stand Stiller im Mittelpunkt.

Zunächst konnte der deutsche Nationalspieler den Ball aus nächster Nähe, noch gestört vom weiterhin starken Ginter, nicht mit genug Druck aufs Tor befördern (60.), als er dann zwei Minuten später den Ball in selbigem versenkte, stand Demirovic kurz zuvor im Abseits - der Treffer zählte nicht.

Undav besorgt das 1:1

Und so musste Super-Stürmer Deniz Undav den verdienten Ausgleich besorgen. Nachdem Yuhito Suzuki auf Freiburger Seite zunächst die Riesen-Chance auf das 2:0 verpasste, spielten die Stuttgarter den anschließenden Konter hervorragend aus.

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An dessen Ende schoss Undav, nach Vorarbeit des seit seiner Einwechslung überragenden Bilal El Khanouss, den Ball aus halbrechter Position an Keeper Müller vorbei - auch weil dieser wegrutschte (70.).

Mit der Führung im Rücken wurde der VfB nun immer stärker - einzig seine Chancen wusste er nicht zu nutzen. Undavs Flanke in der 82. Minute wurde von Philipp Lienhart abgefälscht - Müller lenkte den gerade so noch an den Pfosten. In der Nachspielzeit sah der starke Freiburger Keeper dann auch gegen Führich und nochmal gegen Undav stark aus - eine mitreißende Partie ging in die Verlängerung.

Stuttgart trifft das Tor nicht

Und der SC fast mit dem Blitzstart. Nach schnellem Freistoß verschaffte sich Lucas Höler im Zweikampf mit Chabot Platz. Das Schiedsrichter-Gespann pfiff das vor Tor-Erzielung als Foul zurück - der Treffer zählte nicht (91.).

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Auf der anderen Seite hatte erneut Führich die nächste Riesen-Chance. Nach toller Kombination scheiterte er freistehend am rechten Freiburger Pfosten (96.). Das Spiel ging so munter weiter, wie es vorerst aufgehört hatte, und der VfB musste sich mittlerweile den Vorwurf des Chancenwuchers gefallen lassen.

Und es ging weiter mit dem Stuttgarter Chancenfestival. Wieder begeisterte der VfB mit schönem Passspiel, wieder war einer der Hoeneß-Jungs, diesmal der bärenstarke El Khanouss, völlig frei. Diesmal scheiterte der Marokkaner an einem Blitzreflex von Florian Müller - eine Sensations-Parade (103.).

Tiago Tomas sorgt für die Entscheidung

Kurz vor dem Ende dann doch noch die Entscheidung. Nach Flanke des eingewechselten Bouanani erlöste der ebenfalls eingewechselte Tiago Tomas den VfB traumhaft per Hacke - das 2:1, die Entscheidung (119.).

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Quelle: Reuters

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Über dieses Thema berichtet das ZDF in seiner Video-Zusammenfassung zu dem Spiel am 23.04.2026 um 23:55 Uhr.