So viel Einkommen fließt ins Wohnen:Mieten oder Kaufen: Was ist wo günstiger?
von Luisa Billmayer und Kathrin Wolff
Ist es teurer, eine Wohnung zu mieten oder den Kredit für einen Kauf abzubezahlen? Eine Studie hat das für alle 400 Kreise und Städte untersucht. So sieht es in Ihrer Region aus.
Miete oder Eigentum? Was sich wo mehr lohnt, zeigt der Wohnatlas 2026 der Postbank. Mehr zur generellen Lage auf dem Wohnungsmarkt im Video.
26.03.2026 | 2:17 minWas kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung aus dem Bestand? Für den Wohnatlas der Postbank hat das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) die Preise für Miete und Eigentum analysiert und ins Verhältnis zum durchschnittlichen Haushaltseinkommen gesetzt.
Mieten ist meist günstiger als Kaufen
Deutschlandweit gingen 2025 in dem Szenario 17,2 Prozent des Einkommens für die Kreditfinanzierung drauf und 13,5 Prozent für die Nettokaltmiete. Übers ganze Land gesehen ist Mieten also erstmal günstiger. Doch regional gibt es Unterschiede. In 59 Kreisen ist Kaufen günstiger als Mieten, vor allem in Ostdeutschland. Tippen Sie auf die Karte, um die Unterschiede zu sehen:
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In 341 Regionen fließt allerdings mehr vom Monatseinkommen ins Eigentum als in die Miete. Besonders groß sind die Differenzen in Ferienregionen sowie in Hamburg, Potsdam und München.
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"Der Markt für Wohnimmobilien zeigt ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Wer in Großstädten und ihrem Umland eine Eigentumswohnung kauft, benötigt einen großen Anteil des Einkommens für die laufende Finanzierung", sagt Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien bei der Postbank. In ländlichen Regionen sei hingegen häufig ein Kauf günstiger.
Hinzu komme: "Die laufenden Mehrausgaben für die Eigentumswohnung sind oft gerechtfertigt." Denn dadurch baue man Vermögen auf und sichere sich für die Rente ab, so Beermann.
So viel vom Einkommen kosten Miete und Eigentum in Ihrer Region
Wie fällt die Bilanz in Ihrer Region aus? Geben Sie den Namen Ihres Kreises oder Ihrer Stadt ein und erfahren Sie, wie teuer dort Eigentum und Miete gemessen am Einkommen sind:
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Grundlage der Wohnatlas-Berechnung sind die regionalen Angebotsmieten und Kaufpreise 2025 für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Bestand sowie das durchschnittliche regional verfügbare Haushaltsnettoeinkommen. Beim Kauf wurde ein Darlehen in Höhe von 80 Prozent des Kaufpreises inklusive Grunderwerbsteuer und zwei Prozent Notargebühren zu einem Zinssatz von 3,75 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von 2,42 Prozent angenommen. Nebenkosten für Makler oder Sanierung sind nicht berücksichtigt.
Als Faustregel gilt, dass private Haushalte nicht mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens fürs Wohnen ausgeben sollten. Da dies jedoch auch Nebenkosten einschließt, sollten die Kosten für die Nettokaltmiete beziehungsweise Kredittilgung eher bei bis zu 25 Prozent liegen.
Der Wohnatlas zeigt auch, dass der Anteil der Wohnkosten im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist - beim Eigentum stärker als bei der Miete:
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"Für Beschäftigte mit Durchschnittsverdienst verbessern sich somit in vielen Regionen die Chancen, eine Eigentumswohnung zu finden", bilanziert Beermann.
In Deutschland wohnen viele zur Miete. Der Wohnungsmarkt ist angespannt. Das hat Folgen, besonders für Menschen mit geringerem Einkommen.
12.05.2026 | 1:03 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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