Künstliche Intelligenz: Wildberger warnt vor großen Jobverlusten

Diskussion um Grundeinkommen:Wildberger warnt vor großen Jobverlusten durch KI

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Digitalminister Karsten Wildberger erwartet große Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch den Einsatz von KI. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne "Teil der Lösung werden".

Digitalminister Wildberger (CDU

Digitalminister Wildberger (CDU) rechnet mit deutlichen Arbeitsplatzverlusten infolge von KI. Er fordert: "Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren."

21.03.2026 | 0:19 min

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch Künstliche Intelligenz (KI). "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende", sagte Wildberger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.

"Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen, an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten."

Wildberger warnt vor Jobverlusten durch Künstliche Intelligenz

"Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung", sagte Wildberger. "Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht." Er fügte hinzu:

Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren.

Karsten Wildberger, Digitalminister

Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren."

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Digitale Souveränität sei "wichtig", so Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU), der die Notwendigkeit sieht, deutsche Rechenzentren und KI-Anwendungen auszubauen, um internationale Abhängigkeiten zu verringern.

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Für ein Aufholen bei KI sei es nicht zu spät, sagte Wildberger. "Die Chinesen haben eindrücklich bewiesen, wie unglaublich schnell man aufholen und andere teils überflügeln kann."

Auch Deutschland sei nun "aufgewacht", betonte der CDU-Minister. "Jetzt müssen wir uns alle weiter zusammenreißen und verhindern, dass wir wieder wegdösen. Denn dann können wir nur in einem Albtraum aufwachen."

CDU-Minister bringt bedingungsloses Grundeinkommen ins Spiel

"Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch", betonte Wildberger.

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"Das wäre eine Grundvoraussetzung, um diesen Wandel überhaupt gestalten zu können." Denn nötig seien "deutlich höhere Steuereinnahmen, damit wir mit dem Geld den Jobmarkt umbauen können".

Wildberger zeigte sich überzeugt, "dass ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Teil der Lösung werden kann, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen". Aber ausreichen werde das nicht. "Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden."

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 21.03.2026 ab 15:43 Uhr.

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