Kleinere Bäume im Trend:Weihnachtsbäume: Leichter Preisanstieg erwartet
Wenige Wochen vor der Weihnachtszeit beginnt die Weihnachtsbaum-Ernte. Die Preise für die beliebten Wohnzimmerbäume werden voraussichtlich etwas höher sein als im letzten Jahr.
Der Tannenbaum wird dieses Weihnachten teurer. Das Video zeigt, wie viel mehr die Nordmanntanne 2026 kostet und warum die Preise steigen.
23.10.2026 | 0:31 minFür die anstehende Weihnachtsbaum-Saison sehen die Erzeuger einen leichten Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr. Für die beliebte Nordmanntanne liege der laufende Meter bei etwa 25 bis 33 Euro, teilte der Verband natürlicher Weihnachtsbaum mit. Im vergangenen Jahr lag die Preisspanne demnach noch bei 23 bis 30 Euro. "Die Preisentwicklung ist vor allem auf gestiegene Produktions-, Personal- und Logistikkosten sowie das rückläufige Angebot zurückzuführen", sagte Geschäftsführerin Saskia Blümel.
Weihnachtsbaum-Ernte startet im November
Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger nennt dieselben Preiserwartungen. Demnach kostet der laufende Meter einer Blaufichte in diesem Jahr 17 bis 22 Euro, der einer Rotfichte 14 bis 19 Euro.
Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) benötigt zwölf bis 15 Jahre, um Zimmerhöhe zu erreichen - deshalb ist sie mit am teuersten. Die Tanne wird weitgehend für das Weihnachtsfest angebaut und zeichnet sich vor allem durch ihre hohe Nadelfestigkeit aus. Sie hat weiche, glänzend-tiefgrüne, nichtstechende Nadeln und eine gleichmäßige Wuchsform.
Die Edeltanne (Abies nobilis beziehungsweise A. procera) liegt etwa auf dem gleichen Preisniveau wie die Nordmanntanne, ist aber noch haltbarer. Sie hat weiche, blaugrüne Nadeln, die äußerst intensiv nach Orangen duften und etagenförmig angeordnete Zweige. Ihren Geruch kann man noch intensivieren, wenn die am Stamm befindlichen Harztaschen (kleine Beulen) mit einer Nadel angepikst werden.
Die Blaufichte (Picea pungens) hat einen blauen Schimmer auf den Baumnadeln, dessen Intensität einerseits vom Typ, andererseits von der Witterung abhängt. Sie hat eine mittlere Haltbarkeit, liegt im Preissegment etwas über der Fichte und ist ein Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Aufgrund ihrer starken, gleichmäßig etagenförmig gewachsenen Äste ist sie besonders für schweren Baumschmuck und für echte Kerzen geeignet. Ihre Nadeln stechen stark und duften sehr nach Wald.
Die Fichte (Picea abies) ist der preiswerteste Weihnachtsbaum, hat aber von allen Arten die geringste Haltbarkeit, denn sie nadelt in warmen Räumen schon nach wenigen Tagen. Sie hat dunkelgrüne, mäßig stechende Nadeln.
Die Haupternte startet dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum zufolge grundsätzlich Mitte November. Erste Bäume, etwa für Dekorationszwecke in Kommunen, würden teilweise schon früher geschlagen. Dabei handele es sich in der Regel um Tannenbäume, die höher als fünf Meter sind.
Heißer Sommer schadet Neuanpflanzung
Der lange trockene Sommer hatte nach Verbandsangaben regional sehr unterschiedliche Auswirkungen. So sei es in Süddeutschland schwieriger gewesen als in Norddeutschland.
An der englischen Fylde-Küste können alte Weihnachtsbäume gespendet werden, um gefährdete Dünen wieder anwachsen zu lassen.
26.02.2026 | 2:14 minDie Trockenheit habe vor allem bei Neuanpflanzungen für die kommenden Jahre Probleme bereitet, heißt es dazu vom Christbaumverband Baden-Württemberg. "Da haben wir halt viel Schaden gehabt oder zum Teil Totalausfall vom Frühjahr", sagte der Vorsitzende Sebastian Fertig.
Das merkt man dann erst in acht, neun Jahren, wenn dann die Bäume da fehlen.
Sebastian Fertig, Vorsitzender des Christbaumverbands Baden-Württemberg
Die Bäume, die sich schon ernten ließen, seien davon nur vereinzelt betroffen gewesen. Nordmanntannen sind laut Verband natürlicher Weihnachtsbaum nach acht bis zwölf Jahren verkaufsfertig.
Ein Hamburger Weihnachtsbaum-Lieferservice bringt Tannen direkt nach Hause, auf Wunsch auch inklusive Weihnachtsschmuck.
22.12.2025 | 1:53 minSinkendes Angebot an Weihnachtsbäumen
Grundsätzlich geht das Angebot an Weihnachtsbäumen den Angaben zufolge zurück, weil Erzeuger ihre Anbauflächen reduzierten oder die Produktion vollständig aufgäben.
Gründe sind steigende Produktionskosten, zunehmende Wetterextreme, Arbeitskräftemangel und fehlende Betriebsnachfolger.
Saskia Blümel, Geschäftsführerin Verband natürlicher Weihnachtsbaum
Pro Jahr würden in Deutschland rund 16 Millionen natürliche Weihnachtsbäume verkauft. Rund 80 Prozent der Weihnachtsbäume, die in Deutschland aufgestellt werden, stammten auch aus der Bundesrepublik. Importiert würden vor allem Nordmanntannen aus Dänemark.
Unsere Kollegin mit dem grünen Daumen, Sabine Platz, hat sich mal auf den Weg gemacht, ihren Traumbaum zu finden.
09.12.2025 | 3:05 minKleinere Weihnachtsbäume im Trend
Als längerfristigen Trend sieht der Verband unter anderem, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auf etwas kleinere Bäume mit einer Höhe von 1,50 bis zwei Meter setzen. "Dies hat zum Beispiel auch den Hintergrund, dass der Wohnraum immer geringer wird", sagte Blümel. Zudem gibt es laut dem Verband auch den Trend zum Zweitbaum, also einem zusätzlichen Baum im Garten oder auf der Terrasse. Außerdem kauften die Menschen ihre Tannenbäume immer früher.
Zur Adventszeit erstrahlt das Haus der Familie als kunterbunte Weihnachtswelt mit den, laut Rekord-Institut, meisten geschmückten Weihnachtsbäumen an einem Ort.
04.12.2025 | 1:12 minWie aus einer Umfrage im Auftrag des Verbandes aus dem Jahr 2024 hervorgeht, kaufte zuletzt gut ein Drittel der Befragten einen natürlichen Weihnachtsbaum. Rund 30 Prozent setzten demnach auf einen künstlichen Baum - und ähnlich viele verzichteten auf einen Baum.
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