VW streicht 50.000 Stellen: Warum diese Zahl nicht neu ist

Gewinneinbruch beim Autobauer:VW streicht 50.000 Stellen: Warum diese Zahl nicht neu ist

von Oliver Deuker

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Rund 9 Millionen Fahrzeuge lieferte die Volkswagen Group 2025 aus. In Europa sogar die meisten E-Autos. Doch in den USA und China läuft es nicht. Viele Mitarbeiter müssen bangen.

VW Fabrik

Hohe US-Zölle, teurer Konzernumbau, Probleme bei Porsche: Der Gewinn bei Volkswagen ist im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen. Der Volkswagen-Konzern will seine Sparbemühungen erhöhen.

10.03.2026 | 1:46 min

Vor Monaten kämpften die Arbeitnehmervertreter bei VW gegen Werksschließungen und Massenentlassungen, am Ende stand ein bitterer Kompromiss: Im gesamten Volkswagen-Konzern sollen bis 2030 insgesamt 50.000 Stellen abgebaut werden.

Das erklärte Konzernvorstand Oliver Blume nun auch in einem Brief an die Aktionäre, neu sind die Zahlen allerdings nicht. Der geplante Stellenabbau im Konzern setzt sich laut Konzernsprecher aus bereits bekannten Zahlen zusammen.

Der Abbau soll sozialverträglich ablaufen, mit Vorruhestandsregelungen, ohne betriebsbedingte Kündigungen, ohne Werksschließungen. Mit 25.000 Mitarbeitern soll es diesbezüglich schon Verträge geben.

50.000 Jobs weniger bei VW: So kommen die Zahlen zustande

35.000 Stellen fallen allein bei der Kernmarke Volkswagen weg. Weitere kommen bei Audi und Porsche hinzu: Bei Audi sollen bis 2029 bis zu 7.500 Stellen wegfallen, bei Porsche bisherigen Plänen zufolge circa 4.000 Stellen. Zudem weitere 2.000 Stellen bei Cariad sowie Stellen bei weiteren VW-Tochterunternehmen.

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VW: Heftige Verluste in China und Nordamerika

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Die nackten Zahlen: Vier Prozent mehr Autos verkauften die Wolfsburger in Europa, in Südamerika stieg der Verkauf sogar um zwölf Prozent.

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Allerdings floppte VW in China, Minus acht Prozent, sogar zehn Prozent Einbußen in Nordamerika. Das sind die beiden wichtigsten Automärkte der Welt. Alles in allem nur 0,5 Prozent Fahrzeuge weniger verkauft als im Vorjahr, also mit einem blauen Auge davongekommen?

Wohl kaum. Der Gewinn des Volkswagenkonzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Der Nettogewinn sank auf 6,9 Milliarden Euro, das ist das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016.

Verantwortlich macht der Autobauer vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche - und kündigte genannte Stellenstreichungen in Deutschland an.

Volkswagen bekräftigt Sparziele

Zwar greifen die Sparmaßnahmen, seit Jahresbeginn sind die Produktionskosten in Emden, Zwickau und Wolfsburg um fast 30 Prozent gesunken, erklärt ein VW-Sprecher. Doch die Probleme bleiben: Unkalkulierbar die Zollpolitik der USA, weiter Kriege, teure Energie, große Abhängigkeit in Sachen Halbleiter und Batterien von China.

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Marktführer bei E-Autos in Europa

Aber es gibt auch Lichtblicke: 983.100 vollelektrische Fahrzeuge lieferte VW 2025 aus. Der größte Teil in Europa, mit plus 66 Prozent mehr Absatz bei den E-Autos, sind die Wolfsburger auch in diesem Bereich Marktführer auf dem Kontinent.

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Und dann ist da noch das Werk in Osnabrück. Die dort gebauten Porsche-Modelle laufen Ende des Jahres aus, 2027 dann auch die Fertigung des T-Roc Cabrios. 2.300 Mitarbeiter bangen.

Ein fertiges Zukunftskonzept gibt es nicht, allerdings hat sich der Konzernvorstand verpflichtet, gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite Lösungen zu finden.

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Oliver Deuker berichtet aus dem ZDF-Studio in Niedersachsen.

Über dieses Thema berichtete zuletzt die Sendung heute in Deutschland am 10.03.2026 ab 14 Uhr.

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