US-Chipkonzern:Bundesregierung plant KI-Pakt mit Nvidia
Die Bundesregierung hat nach ZDF-Informationen eine Kooperation mit dem US-Chiphersteller Nvidia eingefädelt, um KI voranzutreiben. Ein Dutzend deutsche Firmen wollen mitmachen.
Kommt laut Nvidia kommende Woche nach Berlin: Konzernchef Jensen Huang (Archivbild)
Quelle: PHILIP FONG /AFPDie Bundesregierung will eine Partnerschaft mit dem US-Chipkonzern Nvidia schließen, um der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Industrie zum Durchbruch zu verhelfen. Dies erfuhr ZDFheute aus Regierungskreisen. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet.
Kooperation soll am Montag verkündet werden
Bundeskanzler Friedrich Merz und Nvidia-Chef Jensen Huang planten demnach, die Kooperation am kommenden Montag auf dem Investitionsgipfel "Invest in Germany" in Berlin zu verkünden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungs- und Branchenkreise.
Der Bund sei bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag in das Projekt zu investieren. Die Zeitung zitierte aus Regierungskreisen, dass das Geld dafür aus Mitteln kommen könne, die für die Hightech-Agenda des Bundes reserviert sind.
Die Bundesregierung war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Nvidia bestätigte, dass Huang sich in der kommenden Woche in Berlin aufhalten werde.
Deutschland baut zunehmend KI in industrielle Prozesse ein. Warum gerade das für die Wertschöpfung von KI wichtig ist.
28.06.2026 | 1:03 minKI für Training von Robotern und autonomen Fahrzeugen
Mit der Initiative solle das Fundament für den Einsatz von sogenannter physischer KI gelegt werden, die beispielsweise für das Training von Robotern und autonomen Fahrzeugen benötigt werde, hieß es in dem Bericht weiter.
Laut "Handelsblatt" geht es bei dem Projekt um den Einsatz "physischer KI". Unter "physischer KI" versteht Nvidia Künstliche Intelligenz, die mit der realen Welt interagiert - also etwa Roboter, autonom fahrende Autos, Technik in automatisierten Industrieanlagen.
Ein typisches Beispiel des Konzerns sind humanoide Roboter, die dank Sensoren wie Kameras ihre Umgebung erfassen, mit Hilfe von KI analysieren und auf dieser Basis ihnen zugeteilte Aufgaben erledigen können.
(Quelle: dpa)
Menschenähnliche Roboter helfen im Haushalt oder arbeiten testweise in Autofabriken. Bei ihrer Entwicklung liegen meist chinesische Firmen vorn. Deutsche Unternehmen wollen den Anschluss halten, auch mit Hilfe aus China.
15.10.2026 | 2:26 minDie staatliche "Anschubfinanzierung" solle unter anderem dazu dienen, Rechenkapazitäten auf einer KI-Cloud der Deutschen Telekom zu mieten. Nvidia wolle sich mit der Entsendung von Ingenieuren und der Lieferung von Chips an dem Vorhaben beteiligen.
An dem Projekt wollen sich dem "Handelsblatt" zufolge etwa ein Dutzend deutsche Unternehmen beteiligen, darunter Siemens, die Volkswagen-Tochter Audi und die KI-Firma Black Forest Labs.
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