Gewerkschaft Ufo:Kabinenpersonal der Lufthansa streikt am Freitag
Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Davon sollen auch zwei Drehkreuze betroffen sein.
Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen.
Quelle: dpaDer Lufthansa steht der nächste Streik ins Haus: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer Zubringergesellschaft Cityline für Freitag zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen. Am 10. April sollen von 0:01 Uhr bis 22 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt und München bestreikt werden, so die Ankündigung.
Im selben Zeitfenster sollen die Kabinenbeschäftigten der Cityline an neun deutschen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Bei Urabstimmungen hatte Ende März die große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.
Wegen der steigenden Kerosinpreise prüfte die Lufthansa zuletzt, ob einige ihrer Jets vorübergehend außer Dienst gestellt werden können. Laut Medienberichten könnten 20 bis 40 Maschinen betroffen sein.
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Weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa noch in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt, hieß es von der Gewerkschaft.
"Diese Situation wäre vermeidbar gewesen - die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger mit Blick auf das Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag für die Lufthansa.
Erst im März streikte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit: Etliche Lufthansa-Flüge fielen aus. Cockpit forderte unter anderem eine bessere betriebliche Altersvorsorge.
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Gefordert werden etwa bessere Planbarkeit der Einsätze und längere Kündigungsfristen. "Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir sie dazu bewegen", ergänzte Vázquez Bürger.
Der Arbeitskampf bei gleich zwei Flugbetrieben treffe die Fluggäste mitten im Rückreiseverkehr am Ende der Osterferien besonders hart, erklärte die Lufthansa. "Tragfähige Lösungen können nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssen stets das letzte Mittel bleiben", mahnte das Unternehmen.
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