Unternehmen leitet Untersuchung ein:Nvidia-Chef Huang räumt Affäre mit mutmaßlicher Spionin ein
Nvidia-Chef Huang soll laut Berichten ins Visier einer mutmaßlichen Spionin geraten sein. Huang gestand, eine Affäre mit ihr gehabt zu haben: "Ich war meiner Frau untreu."
Der Chef des KI-Chip-Riesen Jensen Huang entschuldigt sich bei seiner Familie und den Nvidia-Beschäftigten.
Quelle: Soeren Stache / dpaDer Nvidia-Chef Jensen Huang soll Berichten zufolge zum Ziel ausländischer Spionageaktivitäten geworden sein. Nvidia hat als Reaktion Untersuchungen eingeleitet, die von Mitgliedern des Verwaltungsrates und externen Ermittlern geführt werden, wie der US-Chipriese mitteilte.
In den vergangenen Tagen hatte es Medienberichte gegeben, wonach Huang ein Verhältnis zu einer Frau gehabt habe, die nach Vermutungen von US-Sicherheitskreisen vom chinesischen Geheimdienst angeworben worden sei. Huang bestätigte in einer E-Mail an die Nvidia-Beschäftigten, dass er eine Affäre gehabt habe.
Ich schulde meiner Familie und Euch allen eine Entschuldigung.
Jensen Huang, Firmenchef von Nvidia
"Ich war meiner Frau untreu", schrieb der Firmenchef. "Meine Handlungen haben sie und unsere Kinder verletzt. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe", hieß es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.
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Zuvor hatten "Financial Times" und "New York Times" über eine enge Beziehung Huangs zu einer chinesischen Geschäftsfrau berichtet. Führende Abgeordnete der Republikaner hatten Huang daraufhin aufgefordert, den Kongress noch in diesem Monat über den Sachverhalt zu informieren.
In einer ersten Reaktion von Nvidia auf die Berichte hatte es vor einigen Tagen noch geheißen, es handele sich um gewöhnliche Kontakte zu einer Vertreterin eines Nvidia-Kundenunternehmens.
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Nvidia ist ein Schlüsselunternehmen für den KI-Boom. Chips der Firma aus Santa Clara im Silicon Valley dominieren in Rechenzentren bei Training und Betrieb Künstlicher Intelligenz. An der Börse ist das Unternehmen aktuell rund 4,5 Billionen Dollar wert. Huang baute in den vergangenen Jahren zudem ein enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump auf.
Zwischen Huang und der US-Regierung gab es immer wieder Differenzen über Beschränkungen für die Lieferung moderner KI-Chips nach China. Der Nvidia-Chef argumentiert, Verbote schadeten der Dominanz von Nvidia und damit auch der Vorreiter-Rolle der USA, weil sie die Entwicklung eigener Technologie in China beschleunigen würden.
Die US-Regierung versucht dagegen seit Jahren, chinesische Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz durch die Blockade der Lieferungen von Hochleistungschips unter anderem von Nvidia zu bremsen.
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