Elon Musks Chatbot Grok schränkt sexualisierte KI-Bilder ein

Nach heftiger Kritik:Musks Chatbot Grok schränkt sexualisierte KI-Bilder ein

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Bilder von Frauen oder gar Kindern in knapper Kleidung, die in Sekundenschnelle erstellt sind. Dafür erntete Elon Musks Chatbot Grok heftige Kritik. Das Unternehmen reagiert.

Grok Chatbot Typical

Nach Vorwürfen über gefälschte Nacktbilder will Musks KI-Firma die Funktion in Ländern mit entsprechenden Verboten sperren – besonders wegen des Missbrauchs mit Bildern von Frauen und Kindern.

15.01.2026 | 0:23 min

Nach heftiger internationaler Kritik hat Elon Musks KI-Firma xAI neue Schranken für anzügliche KI-Bilder bei ihrem Chatbot Grok eingezogen.

Keine Bikini-Fakebilder mehr bei Grok

So seien "technologische Maßnahmen" eingeführt worden, die die Bearbeitung von Bildern realer Personen mit leichter Bekleidung wie Bikinis verhindern sollen, teilte die zu xAI gehörende Online-Plattform X mit. Diese Beschränkung gelte sowohl für kostenlose Accounts als auch für zahlende Nutzer.

Auch werde in Regionen, wo dies illegal sei, per Geoblocking verhindert, dass mit Künstlicher Intelligenz Bilder realer Personen in Bikinis, Dessous oder ähnlicher Bekleidung erzeugt werden können.

Grundsätzlich werden nur noch zahlende Kunden künftig Bilder mit Grok bei X erzeugen oder bearbeiten können, hieß es.

Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, bei der Pressekonferenz zur Herbsttagung der Justizministerinnen und Justizminister in Leipzig.

Bundesjustizministerin Hubig will das Erstellen und Verbreiten sexualisierter KI-Bilder einschränken. Großbritannien ist wegen sexualisierter KI-Bilder bereits gegen X vorgegangen.

14.01.2026 | 1:34 min

Grok erstellt sexualisierte KI-Bilder

Grok ist Musks KI-Chatbot, der unter anderem mit dem Vorreiter ChatGPT der Entwicklerfirma OpenAI konkurrieren soll. Die Software ist an X gekoppelt, hat aber auch eine eigenständige App. Grok und X befinden sich beide unter dem Dach von xAI.

Stein des Anstoßes war der neue "Spicy Mode" (scharfer Modus) bei Grok, mit dem Nutzer in Sekundenschnelle anzügliche Bilder von Frauen oder Kindern erstellen können - etwa mit Aufforderungen wie "entferne ihre Kleider" oder "ziehe ihr einen Bikini an".

Sperrungen, Ermittlungen und Kritik an Grok

Behörden leiteten Ermittlungen ein. Malaysia sperrte Grok und kündigte rechtliche Schritte gegen X ein. Wenige Stunden vor der X-Ankündigung startete auch Kalifornien eine Untersuchung.

App X auf einem Smartphone

Die britische Medienaufsicht hat Ermittlungen gegen den Kurznachrichtendienst X eingeleitet, weil das US-Unternehmen die Erstellung sexualisierter Bilder durch eine KI zugelassen haben könnte.

14.01.2026 | 2:29 min

Besonders schwer wog in den vergangenen Tagen der Vorwurf, dass per Grok auch Bilder Minderjähriger sexualisiert worden seien. Musk schrieb am Donnerstag bei X, ihm seien keine Fälle bekannt, in denen Grok Nacktbilder Minderjähriger generiert habe.

Bei der Kritik ging es allerdings eher um eine sexualisierte Darstellung in freizügiger Bekleidung - worauf Musk in seinem Beitrag nicht einging.

Doku | Die Spur
:Deepfake-Pornos

Es passiert in den Tiefen des Internets, mit ein paar Klicks, Apps und Künstlicher Intelligenz: Frauen werden zu unfreiwilligen Darstellerinnen in Pornos.
Eine Frau hält ein Handy in die Kamera, auf dem ein Fake-Nacktbild von ihr zu sehen ist. Im Hintergrund sieht man eine verpixelte Deepfake Pornoseiten.

EU-Kommission setzt Grok unter Druck

Von der EU-Kommission hieß es bereits vor der neuen Ankündigung, man habe die zusätzlichen Maßnahmen zur Kenntnis genommen und werde sie analysieren. Sollten die Schritte nicht ausreichen, werde man nicht zögern, das volle Arsenal des Digitalgesetzes DSA (Digital Services Act) einzusetzen.

Die Kommission hatte in den vergangenen Tagen verstärkt Druck auf X ausgeübt. Erst Anfang Dezember hatte sie gegen Musks Online-Plattform unter Verweis auf Transparenzmängel eine Strafe von 120 Millionen Euro verhängt.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "xAI schränkt Nacktbild-Funktion von Grok ein" am 15.01.2025 um 8:00 Uhr.

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