Bilanz:Deutsche Bahn macht 2025 erneut Milliardenverlust
Die Deutsche Bahn hat 2025 unter dem Strich wieder Milliarden verloren. Das operative Ergebnis lag zwar im positiven Bereich, nach Steuern blieb aber ein Minus von 2,3 Milliarden.
Quelle: dpa
Abschreibungen beim Fernverkehr haben bei der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr erneut zu einem hohen Milliardenverlust geführt. Unter dem Strich verzeichnete der bundeseigene Konzern ein Minus von 2,3 Milliarden Euro, wie die Bahn mitteilte. Damit erhöhte sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,5 Milliarden Euro.
Hauptgrund dafür seien Wertminderungen bei der Unternehmenstochter DB Fernverkehr in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro. Die Sparte erwarte zukünftig aufgrund der anhaltenden Probleme bei der Infrastruktur deutlich niedrigere Umsätze. Da sich der Zustand des Netzes und damit auch die Pünktlichkeit nur langsam erholen, wirkt sich das längerfristig auf das Geschäft im Fernverkehr aus.
Mit Schenker fehlt ein Gewinnbringer
Hinzu kommt, dass die Deutsche Bahn die gut laufende Logistiktochter DB Schenker im vergangenen Jahr verkauft hat. Damit fehlt dem Konzern nun ein wichtiger Gewinnbringer.
Im vergangenen Jahr musste die Deutsche Bahn wegen Zugausfällen und Verspätungen mehr als 156 Millionen Euro an Entschädigungen zahlen. Das sind rund 41 Millionen Euro weniger als noch 2024.
16.03.2026 | 0:25 minDer Verkaufserlös ging nahezu ausschließlich in den Abbau des hohen Schuldenbergs, der dadurch im vergangenen Jahr laut Bahn um knapp 12 Milliarden auf nunmehr 20,7 Milliarden Euro abgebaut werden konnte.
Palla sieht Anzeichen für Trendwende
Trotz der hohen Verluste zeichne sich mit Blick auf die wirtschaftliche Krise eine Trendwende ab, teilte Bahnchefin Evelyn Palla mit. Der Konzern machte eigenen Angaben zufolge operativ, also vor Zinsen und Steuern (Ebit), einen Gewinn von 297 Millionen Euro und kam somit erstmals seit Jahren wieder in die schwarzen Zahlen. Der Umsatz stieg zudem um rund drei Prozent auf 27 Milliarden Euro.
Bahnchefin Evelyn Palla wirbt bei den Fahrgästen um Geduld bei der Sanierung des maroden Gleisnetzes. Für die Modernisierung werde man "zehn Jahre brauchen".
02.03.2026 | 1:30 minBei Umsatz und operativem Ergebnis hat die Bahn im vergangenen Jahr somit einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, betonte Palla. Zufriedenheit sei gleichwohl fehl am Platz. "Erst wenn wir wieder nachhaltig Jahresüberschüsse erwirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft stemmen können, sind wir am Ziel."
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