Entschädigung von Kunden:Bahn zahlte 2025 Millionen wegen Verspätungen und Ausfällen
Im vergangenen Jahr musste die Bahn mehrere Millionen Euro an Entschädigung an ihre Kunden zahlen. Der Fernverkehrsvorstand spricht von einer großen finanziellen Belastung.
Bahnchefin Evelyn Palla wirbt bei den Fahrgästen um Geduld bei der Sanierung des maroden Gleisnetzes. Für die Modernisierung werde man "zehn Jahre brauchen".
02.03.2026 | 1:30 minDie Deutsche Bahn musste ihren Kunden im vergangenen Jahr gut 156 Millionen Euro Entschädigung für Verspätungen und Zugausfälle zahlen. Dies sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der "Süddeutschen Zeitung".
Die Summe entspreche einer Verdreifachung gegenüber 2019 - im Vergleich zu 2024 aber einem Rückgang in Höhe von knapp 41 Millionen Euro.
Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg bleibt weiterhin gesperrt. Die Bauarbeiten verzögern sich wegen der langen Frostperiode auf unbestimmte Zeit. Vor allem Pendler sind verärgert.
25.02.2026 | 1:51 minWeniger Entschädigungszahlungen wegen weniger Streiks
"Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab", sagte Peterson zum Rückgang der Zahlungen im Vergleich zum Vorjahr.
Trotzdem ist es für uns eine große finanzielle Belastung.
Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand DB
Der Fernverkehrsvorstand sprach zudem die finanziellen Belastungen durch die "vielen Baustellen und Störungen" an.
Eine mehrwöchige Sperrung bedeutet für uns nicht selten Umsatzeinbrüche im ein- oder sogar zweistelligen Millionenbereich.
Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand DB
Wegen großflächiger Sanierungsarbeiten fällt der Zugverkehr zwischen Köln, Wuppertal und Hagen für über fünf Monate aus.
06.02.2026 | 1:33 minWeniger Fahrgäste im Fernverkehr wegen Deutschlandticket
Zudem habe die Sparte DB Fernverkehr fast 300 Millionen Euro mehr für die Nutzung der Schienen zahlen müssen.
Das Deutschlandticket habe die Lage verschärft. "Das hat uns 15 Millionen Fahrgäste aus den Zügen gezogen", sagte der Manager. Die Auslastung der Fernzüge sei 2025 auf 48 Prozent gesunken. "Vor Corona waren wir bei 56 Prozent, und ja, da wollen wir wieder hinkommen", fügte Peterson hinzu.
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