Pläne für Preiserhöhungen:ADAC-Mitgliedschaft könnte deutlich teurer werden
Wird die ADAC-Mitgliedschaft bald spürbar teurer? Eine Entscheidung dazu fällt erst im Mai, doch intern werden offenbar deutliche Preissprünge geplant.
Bei der ADAC-Hauptversammlung soll eine Entscheidung über eine mögliche Erhöhung der ADAC-Mitgliedsbeiträge getroffen werden. Laut Medien könnten diese um rund 20 Prozent ansteigen.
24.03.2026 | 0:34 minMillionen ADAC-Mitgliedern könnte eine deutliche Beitragserhöhung bevorstehen. Eine Sprecherin sagte auf ZDFheute-Nachfrage:
Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten muss auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken (...).
ADAC-Sprecherin
Ab diesem Jahr gelten neue Vorgaben beim Auto-Crashtest des ADAC. Sie rücken die Sicherheit von Elektroautos stärker in den Fokus - und den Innenstadt-Verkehr.
10.02.2026 | 2:19 minEinem Bericht des "Business Insider" zufolge könnte der Anstieg - je nach Tarif - zwischen knapp 20 und gut 25 Prozent liegen. Das Medium beruft sich dabei auf interne Dokumente. Die Entscheidung trifft die Hauptversammlung des Vereins am 23. Mai, gültig würde sie dann wohl erst ab 2027.
Aktuell liegen die Preise für eine ADAC-Einzelmitgliedschaft zwischen 54 und 139 Euro pro Jahr. Die von "Business Insider" genannten möglichen neuen Preise reichen von 64 bis 174 Euro für eine Person. Der ADAC kommentierte diese Zahlen nicht, wies aber auf die "außergewöhnliche Kostenentwicklung der letzten Jahre" hin, von der auch er betroffen sei.
Auf deutschen Autobahnen standen Autofahrer im vergangenen Jahr 866.000 Kilometer im Stau - das sind 7.000 Kilometer mehr als 2024, so der ADAC. Am stärksten betroffen sei Nordrhein-Westfalen.
05.02.2026 | 0:24 minADAC verweist auf hohe Kosten
"Das gilt vor allem für hohe Energiekosten sowie für die Aufwände für Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen", sagt die Sprecherin.
Seit 2020 sind die Lebenshaltungskosten um 23,7 Prozent gestiegen, der Autokostenindex um über 30 Prozent.
ADAC-Sprecherin
Seit sechs Jahren habe man die Beiträge dennoch nicht erhöht und auch die Leistungen nicht eingeschränkt. Allein bei der Pannenhilfe seien 2025 rund 180 neue Straßenwachtfahrer eingestellt worden. Zudem habe man die Leistungen mit Schlüsselnotdienst oder Fahrradpannenhilfe erweitert. Der ADAC arbeite nicht gewinnorientiert, betont die Sprecherin. "Es muss aber sichergestellt sein, dass Aufwände und Kosten getragen, Leistungen für Mitglieder erbracht sowie Satzungszwecke erfüllt werden können."
Dem Bericht des "Business Insider" zufolge soll es innerhalb des ADAC Diskussionen geben, ob angesichts der Kosten alle Leistungen weiter angeboten werden sollen.
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