BIP steigt um 0,3 Prozent:Deutsche Wirtschaft wächst trotz Iran-Kriegs
Der Iran-Krieg belastet weltweit die Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg zum Jahresanfang dennoch.
Die Folgen des Iran-Kriegs bremsen die deutsche Wirtschaft: Zwar wuchs das BIP im ersten Quartal um 0,3 Prozent - die Folgen des Krieges aber bremsen die Konjunktur.
30.04.2026 | 0:28 minDie deutsche Wirtschaft ist Anfang des Jahres leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte.
Die Folgen des Iran-Kriegs bremsen seit Ende Februar die Wirtschaft weltweit und schlagen sich vor allem bei den Energiepreisen nieder. KfW-Konjunkturexperte Sebastian Wanke erklärte:
Das war ein überraschend guter Jahresauftakt, zumal auch schon das erste Quartal von Grönland-Wirren und Iran-Krieg belastet war.
Sebastian Wanke, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW
Wanke ergänzte: "Die Daten zeigen, dass es für die deutsche Konjunktur ein starkes Jahr hätte werden können. Bleibt die Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus, sodass die Wachstumskräfte wieder atmen können."
Die Bundesregierung hatte die Wachstumsprognose für 2026 halbiert - wegen des Iran-Kriegs. ZDF-Wirtschaftsexpertin Stephanie Barrett ordnet ein: "Vorhersagen sind fragil"
22.04.2026 | 0:59 minIran-Krieg bremst Aufschwung
Steigende Öl- und Spritpreise, Probleme in den Lieferketten, unsichere Exportmärkte: Volkswirte gehen davon aus, dass das von Energieimporten abhängige Deutschland länger mit den Folgen des Konflikts im Nahen Osten zu schaffen haben wird. Höhere Energiepreise, gerade an Tankstellen, belasten Verbraucher und Unternehmen, das bremst Konsum und Investitionen.
Die Kauflaune der Menschen war zuletzt so niedrig wie vor zwei Jahren. Und das Ifo-Geschäftsklima bei Unternehmen sank im April deutlich. "Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
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Exporte haben zugenommen
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent erwartet. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben waren höher als Ende 2025. "Auch die Exporte nahmen den vorläufigen Erkenntnissen nach zu", erklärte die Statistikbehörde.
Im Schlussquartal 2025 war die Wirtschaft um 0,2 Prozent gewachsen und damit etwas schwächer als bisher mit 0,3 Prozent gemeldet.
Es "gibt natürlich die Effekte des Iran-Kriegs", so Ökonomin Dany‑Knedlik zur mehr als halbierten Wachstumsprognose. Aber es gebe "strukturelle Mängel" in der deutschen Wirtschaft.
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