IW: Ausländische Firmen investieren wieder mehr in Deutschland

Viel Kapital aus Großbritannien:Ausländische Firmen investieren wieder mehr in Deutschland

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Das Engagement ausländischer Unternehmen in Deutschland hat zuletzt stark angezogen. Das zeigt eine Auswertung des IW Köln. Maßgeblich dafür: mehr Investitionen aus Großbritannien.

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Die Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland sind im vergangenen Jahr stark gestiegen, so das Institut der Deutschen Wirtschaft. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann berichtet.

31.08.2026 | 1:10 min

Die Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland sind 2025 stark gestiegen. Die Direktinvestitionen legten im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 86 Milliarden Euro zu. Das teilte das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) auf Grundlage von Daten der Deutschen Bundesbank am Montag mit.

Bei der Herkunft des Kapitals gab es demnach große Verschiebungen: US-Unternehmen investierten bedeutend weniger in Deutschland, dafür kam deutlich mehr Geld aus Großbritannien.

Zu den ausländischen Direktinvestitionen werden neben Neuansiedlungen beispielsweise auch Unternehmensfusionen, Übernahmen oder Beteiligungen gezählt. Dabei fließt häufig nicht nur Geld, sondern oftmals auch Know-how und Technologie.

(Quelle: Reuters)


IW: Starke Schwankungen von Jahr zu Jahr

Der Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen geht den Angaben des IW zufolge auch auf einen Einbruch im Jahr 2024 zurück. Damals waren die Investitionen um fast 32 Prozent zurückgegangen.

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"Direktinvestitionsflüsse schwanken von Jahr zu Jahr und können durch einzelne größere Transaktionen verzerrt sein", schränkten die Experten weiter ein. "Zudem werden die Werte im Nachhinein oft noch nach oben oder unten korrigiert."

Doch auch im Vergleich zum mittleren Wert der Jahre 2015 bis 2024 bleibt demnach für 2025 ein Anstieg um fast elf Prozent.

Investitionen: Großbritannien überholt USA

Die US-Investitionen in Deutschland brachen im vergangenen Jahr den Berechnungen zufolge um 44 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro ein. Ihr Anteil schrumpfte so von 36 auf 14 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen.

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Britische Investoren stockten ihr Engagement hingegen um 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro auf. Sie machen nun 31 Prozent aus.

Deutliche Anstiege im Investitionsvolumen gab es auch aus China, Chile und Saudi-Arabien. Anteilsmäßig fallen diese Länder aber weiterhin kaum ins Gewicht. Chinesische Investitionen legten zwar um rund 51 Prozent zu, blieben mit 199 Millionen Euro aber "ein Randphänomen", wie das Institut erklärt. Der chinesische Anteil liegt demnach bei gerade einmal 0,2 Prozent.

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Meiste Investitionen aus Europa

Der mit Abstand größte Teil des ausländischen Investitionskapitals kam nach IW-Angaben weiterhin aus Europa. Die anderen EU-Länder investierten 2025 trotz eines leichten Rückgangs um 2,7 Prozent rund 43 Milliarden Euro in Deutschland. Das entsprach gut der Hälfte aller ausländischen Investitionen, wie es hieß.

Zusammen mit Großbritannien entfielen damit mehr als 80 Prozent der ausländischen Investitionen auf Europa. Nach Einschätzung des IW unterstreichen die Zahlen die weiterhin besonders engen und verlässlichen wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands zu seinen europäischen Nachbarn.

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Quelle: AFP, dpa, Reuters
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 31.08.2026 ab 17:00 Uhr.

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