Super E10 auf Jahreshöchststand:Dieselpreis auf Allzeithoch - trotz neuer Spritpreisregel
Die neue Preisregel für Tankstellen soll Autofahrer entlasten, doch der Effekt bleibt bisher aus. Diesel ist so teuer wie nie, auch Super E10 erreicht einen Höchststand.
Seit Mittwoch dürfen Tankstellenbetreiber ihre Spritpreise nur noch einmal am Tag ändern. Ob die hohen Spritpreise dadurch begrenzt werden können, ist allerdings unklar.
01.04.2026 | 1:50 minTrotz Maßnahmenpakets der Bundesregierung gegen den Anstieg der Spritpreise ist Diesel an den Tankstellen in Deutschland so teuer wie nie zuvor.
Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Mittwoch 2,327 Euro und übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Die Zahl ist nicht inflationsbereinigt. Auch Superbenzin E10 verteuerte sich am ersten Tag des Inkrafttretens der neuen Regeln weiter: Der bundesweite Durchschnittspreis lag laut ADAC bei 2,129 Euro je Liter, ein neuer Jahreshöchststand.
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Neue Preisregel seit Mittwoch in Kraft
Am Mittwoch waren auch die von der Berliner Koalition im Eilverfahren beschlossenen neuen Vorschriften in Kraft getreten: Nun dürfen die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden. Preissenkungen sind jederzeit erlaubt.
Vorbild der Regel ist Österreich. Die Spritpreise sind infolge des Iran-Kriegs in den vergangenen Wochen weltweit gestiegen.
ADAC: Preiserhöhungen unangemessen
Der ADAC kritisierte die Preiserhöhungen des Mittwochs als unangemessen, da der Rohölpreis zwischen dem 31. März und dem 1. April gesunken sei.
Die Sorge des ADAC scheint sich zu bestätigen, dass Mineralölkonzerne im Zweifel einen Risikoaufschlag machen, weil sie Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen können.
Preisexperte des ADAC in München
Die Neuregelung reduziere das hohe Preisniveau offenbar eher nicht. "Nach Überzeugung des ADAC ist es nun Aufgabe des Bundeskartellamtes, Mineralölkonzerne zur Mäßigung zu bewegen."
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