Ölpreis steigt nach Trumps Rede - Börsen weltweit verlieren

Börsen weltweit geben nach:Steigende Ölpreise nach Trump-Rede - Dax verliert

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Nach der Rede von Donald Trump stehen die Börsen unter Druck. Steigende Ölpreise und Sorgen vor Eskalation im Iran-Krieg verunsichern Anleger weltweit.

Auf dem Bild ist am 12.05.2025 an der Frankfurter Börse eine Anzeigetafel zu sehen, auf der der deutsche Aktienindex DAX angezeigt wird.

Der Dax fiel am Tag nach Trumps Rede an die Nation (Symbolfoto).

Quelle: AFP

Nach der Rede an die Nation von US-Präsident Donald Trump und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag merklich nachgegeben. Der Dax fiel in den ersten Handelsminuten um 1,6 Prozent auf 22.936 Punkte.

Tags zuvor hatte er die Marke von 23.000 Punkten übersprungen und in den ersten drei Handelstagen der verkürzten Karwoche um rund viereinhalb Prozent zugelegt.

Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Morgen 2,2 Prozent auf 28.570 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 1,8 Prozent abwärts.

Elmar Theveßen | ZDF-Korrespondent in Washington

"Hat Menschen im Land nicht abgeholt, die sich um massiv steigende Preise sorgen", so Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent in Washington zur Trump-Rede an die Nation. Die Rede enthalte "wenig Neues".

02.04.2026 | 3:12 min

Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump im Iran-Krieg fällt, minimieren die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will.

Kursverluste auch an Börsen in Ostasien

Auch die Börsen Ostasiens reagierten mit deutlichen Kursverlusten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank bis kurz vor Handelsschluss am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) um knapp 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag sogar 4,9 Prozent im Minus.

Der Hongkonger Leitindex Hang Seng sank zum selben Zeitpunkt um 1,5 Prozent. Für den CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, ging es bis zum frühen Nachmittag um 1,3 Prozent nach unten. Der australische S&P ASX 200 beendete den Handelstag mit einem Minus von knapp 1,1 Prozent.

Cathryn Clüver Ashbrook | USA-Expertin Bertelsmann Stiftung

"Ein Nato-Austritt wäre […] schwierig". Zudem wolle "Trump nicht mehr außenpolitische Dynamik in ein Wahljahr tragen, das ihn sowieso schwach aussehen lässt", so die Transatlantik-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook.

02.04.2026 | 6:40 min

Die Börsenkurse in Ostasien haben in dieser Handelswoche sehr stark ausgeschlagen. Während die Leitindizes insbesondere von Japan und Südkorea am Montag und Dienstag im Zuge des eskalierenden Iran-Krieges stark einbrachen, kam es am Mittwoch wegen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende zu einer vorübergehenden Erholung. Nun reagierten die Märkte offensichtlich erneut auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juni liegt derzeit bei über 107 Dollar.

Über Trumps Rede berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 02.04.2026 ab 05:30 Uhr.

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