Ölpreis steigt nach Trumps Rede - Dax erholt sich

Börsen weltweit geben nach:Steigende Ölpreise nach Trump-Rede - Dax erholt sich

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Nach der Rede von Donald Trump stehen die Börsen unter Druck. Der Dax verlor zunächst deutlich, reduzierte sein Minus zum Handelsende jedoch deutlich.

Auf dem Bild ist am 12.05.2025 an der Frankfurter Börse eine Anzeigetafel zu sehen, auf der der deutsche Aktienindex DAX angezeigt wird.

Der Dax fiel am Tag nach Trumps Rede an die Nation (Symbolfoto).

Quelle: AFP

Hoffnungen auf ein Ende der Blockade der Straße von Hormus haben die zunächst deutlichen Verluste am deutschen Aktienmarkt spürbar eingedämmt. Der Dax, der am frühen Nachmittag noch fast drei Prozent eingebüßt hatte, verringerte sein Minus vor den Osterfeiertagen letztlich auf 0,56 Prozent und ging bei 23.168,08 Punkten aus dem Handel.

In der verkürzten Karwoche hat sich der deutsche Leitindex damit um knapp vier Prozent erholt. Der MDax mit den mittelgroßen Werten schloss am Donnerstag 0,99 Prozent tiefer auf 28.916,26 Zählern.

Für spürbare Entspannung sorgte eine Meldung der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Demnach arbeitet Iran derzeit mit dem Land Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

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18.06.2025 | 1:13 min

Rede von Donald Trump sorgte für steigende Ölpreise

Zuvor hatte die Rede an die Nation von US-Präsident Donald Trump wieder für deutlich steigende Ölpreise gesorgt, daraufhin gab der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag merklich nach. Der Dax fiel bereits in den ersten Handelsminuten um 1,6 Prozent auf 22.936 Punkte.

Elmar Theveßen | ZDF-Korrespondent in Washington

"Hat Menschen im Land nicht abgeholt, die sich um massiv steigende Preise sorgen", so Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent in Washington zur Trump-Rede an die Nation. Die Rede enthalte "wenig Neues".

02.04.2026 | 3:12 min

Trump hatte zwar ein baldiges Kriegsende in Nahost in Aussicht gestellt, Iran zugleich aber vor weiter heftigen Angriffen auf iranische Kraftwerke in den nächsten Wochen gewarnt, falls es nicht zu einer Einigung komme. Am 6. April läuft die von Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will.

Für den EuroStoxx ging es vor Ostern um 0,70 Prozent auf 5.692,86 Punkte abwärts. Auch der Leitindex der Eurozone konnte damit seine Verluste spürbar reduzieren. In Zürich erholte sich der SMI fast vollständig von seinen Tagesverlusten und in London wurden leichte Gewinne verzeichnet. In den USA verringerte der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial seine Verluste vom Handelsstart auf zuletzt 0,2 Prozent.

Phoebe Gaa | ZDF-Korrespondentin in Istanbul

"Für einen Machtapparat wie den iranischen gilt jede Uneinigkeit unter politischen Akteuren als Schwäche", so Phoebe Gaa, ZDF-Korrespondentin in Istanbul zur Kritik an der Trump-Rede aus dem republikanischen Lager.

02.04.2026 | 3:16 min

Kursverluste auch an Börsen in Ostasien

Die Börsen Ostasiens reagierten mit deutlichen Kursverlusten auf die Aussagen von Trump. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank bis kurz vor Handelsschluss am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) um knapp 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag sogar 4,9 Prozent im Minus.

Der Hongkonger Leitindex Hang Seng sank zum selben Zeitpunkt um 1,5 Prozent. Für den CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, ging es bis zum frühen Nachmittag um 1,3 Prozent nach unten.

Cathryn Clüver Ashbrook | USA-Expertin Bertelsmann Stiftung

"Ein Nato-Austritt wäre […] schwierig". Zudem wolle "Trump nicht mehr außenpolitische Dynamik in ein Wahljahr tragen, das ihn sowieso schwach aussehen lässt", so die Transatlantik-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook.

02.04.2026 | 6:40 min

Die Börsenkurse in Ostasien haben in dieser Handelswoche sehr stark ausgeschlagen. Während die Leitindizes insbesondere von Japan und Südkorea am Montag und Dienstag im Zuge des eskalierenden Iran-Krieges stark einbrachen, kam es am Mittwoch wegen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende zu einer vorübergehenden Erholung.

Am Ölmarkt blieb die Lage am Donnerstag angespannt. Nordseeöl Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich um rund 6,4 und 11,2 Prozent. Mit 108 Dollar je Fass (159 Liter) lag Brent noch rund 35 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch von knapp 145 Dollar. Im März waren die Rohölpreise um mehr als die Hälfte gestiegen.

Über Trumps Rede berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 02.04.2026 ab 05:30 Uhr.

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