Bitcoin-Absturz: Warum die Kryptowährung massiv an Wert verliert

Das Ende der Gier?:Warum die Kryptowährung Bitcoin abstürzt

von Dennis Berger

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Der Bitcoin kannte lange nur eine Richtung: steil nach oben. Doch nach dem Rekordhoch von 124.000 Dollar folgt der Absturz. Was dahintersteckt.

Bitcoin-Logo

Die Kryptowährung Bitcoin war längere Zeit fast im freien Fall. Zurzeit gibt es eine kleine Erholung. Ob das einen neuen Aufwärtstrend verspricht, ist jedoch nicht klar.

11.02.2026 | 0:51 min

Der Bitcoin ist abgestürzt - mal wieder. Wie tief der Schock bei den Anlegern sitzt, zeigt ein Marktbarometer, das die Stimmung zwischen "Gier" und "Angst" misst: der Volatilitätsindex von Coinmarketcap. Je niedriger der Wert, desto panischer reagieren die Investoren.

Dieses Barometer ist jetzt auf einen historischen Tiefstand von fünf Punkten gefallen. Seit Jahresbeginn hat der Bitcoin rund 25 Prozent verloren - zwar kletterte der Kurs am vergangenen Sonntag kurzzeitig über 71.000 Dollar, doch die Nervosität bleibt groß.

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Warum der Kurs fällt

Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. haben stark an Wert verloren. In den vergangenen Tagen ist der Bitcoin zeitweise sogar auf die Marke von rund 60.000 US-Dollar gefallen. Das ist ein Verlust von 50 Prozent im Vergleich zum Rekordhoch von rund 120.000 Dollar im Juli 2025. Der aktuelle Absturz des Bitcoin-Kurses scheint das Ergebnis eines "perfekten Sturms" - ein Begriff aus der Wirtschaft, bei dem mehrere negative Einflüsse gleichzeitig im Markt auftreten.

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Ein entscheidender Faktor ist die Neuausrichtung der US-Geldpolitik durch Präsident Donald Trump: Der künftige Chef der Notenbank Fed, Kevin Warsh, hat zwar angekündigt, die Zinsen zu senken. Doch eigentlich steht Warsh eher für eine restriktive Haltung, die höhere, stabile Zinsen bevorzugt - eine Haltung, die es spekulativen Anlagen wie dem Bitcoin schwer macht. Hinzu kommen globale Zollkonflikte, die die Risikobereitschaft der Investoren weltweit dämpften, erklärt Kryptoanalyst Timo Emden.

Auffällig ist zudem, dass sich der gesamte Kursrückgang nicht in einem abrupten Einbruch entladen, sondern sich über Monate hinweg in Etappen vollzogen hat.

Timo Emden, Kryptoanalyst

Dieser schleichende Crash setzt sich laut Timo Emden womöglich fort.

Ein Mann von hinten sitzt auf einem Sofa und schaut auf sein Handy. An der Wand reflektieren sich die Umrisse der Fenster.

Nils* fiel einem Krypto-Betrug zum Opfer. Der Betrüger baute eine vermeintliche Freundschaft auf, bevor er schließlich abtauchte. (*Name geändert)

11.01.2026 | 1:29 min

Das "Trump-Paradoxon"

Besonders bitter für die Kryptobranche ist das sogenannte "Trump-Paradoxon". Anfangs setzte der US-Präsident positive Signale, etwa durch die Ernennung des kryptofreundlichen Paul Atkins zum Chef der Börsenaufsicht SEC. Doch die Hoffnung auf eine staatlich finanzierte "nationale Kryptoreserve" erwies sich als Trugschluss.

Dass der Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit Trumps Wahlsieg zurückgefallen ist, verdeutlicht, wie stark sich das Marktumfeld verändert hat.

Timo Emden, Kryptoanalyst

Der Markt bewerte Bitcoin aktuell weniger anhand von Zukunftserwartungen, sondern stärker anhand von makroökonomischen Realitäten, führt Timo Enden aus.

Bitcoin

Wer 2010 nur 25 Dollar in Bitcoin angelegt hätte, hätte 15 Jahre später mehr als 44 Millionen Dollar. So ähnlich erging es Erik Finman, dem "jüngsten Bitcoin-Millionär der Welt".

29.12.2025 | 0:44 min

ETF-Stütze bricht weg

Besonders kritisch bewerten Analysten die Rolle der Bitcoin-ETFs. Diese Fonds trieben den Kurs lange an, doch seit Oktober haben Anleger ETF-Anteile in Milliardenhöhe abgezogen.

Laut dem Technologiewerte-Unternehmen GalaxyDigital haben viele Investoren den Bitcoin deutlich über seinem jetzigen Wert eingekauft und sitzen nun auf hohen Verlusten. Um die Verluste zu begrenzen, könnten weitere Notverkäufe folgen - und der Kurs dadurch noch weiter fallen.

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Trügerische Erholung?

Im Gegensatz zu Gold oder Aktien steht hinter dem Bitcoin kein Unternehmen, keine Zentralbank oder gar ein Wirtschaftsraum wie hinter dem Euro. Sein Wert speist sich ausschließlich aus dem Vertrauen seiner Nutzer, und auch das kann immer schwanken. "In diesem Zusammenhang sind Erholungen beim Bitcoin-Kurs nicht ausgeschlossen, könnten sich allerdings als trügerisch erweisen", sagt Emden.

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Die Kryptowährung Bitcoin erlebt erneut einen Hype und elektrisiert die Finanzwelt. Doch die Risiken, beim Investment auf Betrüger reinzufallen, sind enorm.

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Doch Abgesänge auf den Bitcoin hält der Kryptoexperte für verfrüht. Der starke Kursrückgang könne auch als Teil der bekannten hohen Volatilität von Bitcoin verstanden werden.

Dennis Berger ist Redakteur im ZDF-Team Wirtschaft und Finanzen.

Über dieses Thema berichtet ZDFheute in dem Beitrag "Warum der Bitcoin abstürzt" am 11.02.2026 um 10.40 Uhr.

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