1:3 gegen Belgien:Trauer nach WM-Aus: Hockey-Frauen zahlen Lehrgeld
Die deutschen Hockey-Spielerinnen sind bei der WM früh ausgeschieden. Nun gilt es für die junge Mannschaft die Wunden zu lecken und nach vorne zu schauen.
Abhaken und es beim nächsten Turnier besser machen: Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen.
Quelle: imago imagesAls die Niederlage besiegelt war und Bundestrainerin Janneke Schopman die Spielerinnen noch einmal in einem engen Kreis zusammenrief, flossen die Tränen hemmungslos.
Für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen ist der Traum vom Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden geplatzt. Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Denn bei all der Enttäuschung gibt es auch Grund zur Hoffnung.
Niederlage gegen Belgien besiegelt WM-Aus
Nachdem die Frauen bereits in der Vorrunde gegen Argentinien verloren hatten, war die Niederlage gegen Co-Gastgeber Belgien (1:3) in der Zwischenrunde eine zu viel. "Wir sind an sich ein super Team, aber heute ist erstmal Enttäuschung angesagt", sagte Kapitänin Linnea Weidemann nach dem Spiel bei MagentaTV.
Die deutschen Hockey-Damen stehen in der nächsten Runde der Weltmeisterschaft. Sie gewinnen ihr letztes Gruppenspiel gegen die USA mit 3:1.
20.08.2026 | 1:40 min
Zwar geht es für die deutsche Mannschaft noch in der Platzierungsrunde weiter, auf die erste WM-Medaille im Hockey seit 1998 müssen die "Danas" jedoch weiterhin warten.
Bundestrainerin Schopman sah die Niederlage vor allem in der Unerfahrenheit ihrer Mannschaft begründet. "Wir bringen die Bälle aufs Tor, aber vielleicht noch nicht knackig genug und zu gemütlich", sagte sie nach dem Spiel. Auch Weidemann gab zu, dass die Kulisse die junge Mannschaft irritiert habe.
"Danas" haben einen großen Umbruch hinter sich
"Vor so einem lauten Stadion haben die wenigsten von uns bisher gespielt und das hat uns meiner Meinung nach aus dem Konzept gebracht."
Der Sieg gegen die USA hat die Stimmung bei den deutschen Hockey-Frauen wieder aufgehellt. Lisa Nolte, Bundestrainerin Janneke Schopman und Jette Florschütz haben bei der WM noch viel vor.
19.08.2026 | 5:45 minDie Frauen-Nationalmannschaft hat einen großen Umbruch hinter sich. 13 WM-Debütantinnen und vier weitere Spielerinnen, die noch kein großes Turnier bestritten haben, standen für die "Danas" während der WM im Kader. Immerhin sei dies ein Versprechen für die Zukunft, betonte auch die ehemalige Nationalspielerin Charlotte Stapenhorst.
"Du lernst so Sachen einfach nur über bescheidene Niederlagen. Das ist so eklig im Leistungssport, dass du nur besser werden kannst, wenn du solche Niederlagen mitnimmst. Bei den jungen und auch den erfahreneren Mädels sind richtig gute Sachen dabei und da kannst du richtig gut drauf aufbauen."
Die Deutschen Hockey-Damen haben bei der WM ihr zweites Vorrundenspiel verloren. Nach dem 2:3 gegen Argentinien muss nun gegen die USA ein Sieg her, um das Weiterkommen zu sichern.
18.08.2026 | 1:23 minEin Spiel steht noch aus
Für die deutschen Frauen ist die WM dennoch noch nicht vorbei. Am Montag (17.00 Uhr) steht zunächst das zweite Zwischenrundenspiel gegen Spanien an. Anschließend spielen die Dritt- und Viertplatzierten der Zwischenrundengruppen ab Donnerstag um die Gesamtplätze fünf bis acht.
Bei all der Enttäuschung wolle man "jetzt nicht aufhören" und "im nächsten Spiel weiter unser Bestes geben", bekräftigte Spielerin Lucina Von Der Heyde.