WM-Gruppenphase: Tops und Flops bei der Weltmeisterschaft

Fans, Torjäger und neuer Modus:Die Tops und Flops der WM-Gruppenphase

von Tjard Häusling

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Die Gruppenphase der XXL-WM 2026 neigt sich dem Ende entgegen. Ein geeigneter Zeitpunkt, um den bisherigen Turnierverlauf Revue passieren zu lassen.

Eine Anzeigentafel im Fußballstadion weist auf die Trinkpause während des WM-Spiels zwischen den Niederlanden und Schweden hin.

Eine der Neuerungen bei der WM: die Trinkpause während jeder Halbzeit. Flop oder Top?

Quelle: ddp

Tops

Die Top-Stürmer

Während bei vergangenen Turnieren der Erwartungsdruck der eigenen Nation einige Stürmer zu lähmen schien, ballern die Top-Torjäger bei dieser WM ohne Ladehemmung los. Lionel Messi, Kylian Mbappé, Erling Haaland und Co. nutzen die "kleinen" Gegner, um ihr WM-Torkonto aufzupolieren. Messi und Mbappé schossen sich bereits an die Spitze der ewigen Torjägerliste.

Die WM-Gastgeber

Erstmals in der Geschichte findet die WM in drei Ländern statt - USA, Kanada und Mexiko. Einzig in Mexiko ist Fußball Nationalsport, entsprechend skeptisch konnte man im Vorfeld auf die sportliche Leistung dieser Nationen blicken. Kritiker sollten die Gastgeber allerdings Lügen strafen - nach zwei Spieltagen sind Mexiko und den USA der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen, und auch Kanada ist das Weiterkommen dank eines fulminanten 6:0-Erfolgs über Katar kaum mehr streitig zu machen.

Lionel Messi beim Dribbling

Im Topspiel der Gruppe J bekommt es Titelverteidiger Argentinien mit Österreich zu tun. Superstar Lionel Messi schreibt ein neues Kapitel Fußballgeschichte.

22.06.2026 | 9:23 min

Die Fans

Die WM ist neben dem Sport auch ein Event des kulturellen Austauschs und Zusammenrückens. Aufnahmen jubelnder Fanscharen kursieren durch die Medien und erwecken den einzigartigen WM-Geist auf dem ganzen Planeten zum Leben. Herausstechend sind die rudernden Norweger und die 50.000 dudelsackspielenden und biertrinkenden Schotten, die sich in Boston eingenistet und so eine Partnerschaft zwischen der nordöstlichen US-Metropole und der schottischen Hauptstadt Glasgow herbeigeführt haben.

Die Torhüter der Underdogs

Den einen Sensations-Sieg eines Underdogs gab es bis dato noch nicht. Dennoch konnten einige kleine Fußballnationen die Großen ärgern. Dabei standen vor allem die Torhüter im Mittelpunkt. Kap Verdes 40-jähriger Schlussmann Vózinha wurde durch seine Leistung beim 0:0 gegen Spanien zum Internetstar. Irans Schlussmann Alireza Beiranvand ließ Belgien verzweifeln und Curaçaos Eloy Room stellte beim ersten Punktgewinn der WM-Geschichte einen Paraden-Rekord auf.

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Flops

Die Hydration Break

Für "Welfare" - also das "Wohlergehen" der Spieler - kündigte die FIFA vor dem Turnier Trinkpausen an. Damit alle Mannschaften gleichberechtigt seien, sollten die Pausen unabhängig von Wetterkonditionen stattfinden. Spätestens bei der ersten Hydration Break im Eröffnungsspiel kristallisierte sich heraus, dass sich die "Welfare" in den Werbepausen wohl eher auf die ökonomische Wohlfahrt der FIFA bezieht.

Die Meinungen der Teilnehmer sind gespalten. Julian Nagelsmann heißt die Veränderung gut, Virgil van Dijk kritisiert die Unterbrechung. Klar ist, dass Fußball nicht mehr in zwei Hälften, sondern in vier Vierteln gespielt wird - das Momentum des Spiels geht dadurch verloren. Man stelle sich einmal vor, das Halbfinale 2014 zwischen Deutschland und Brasilien wäre nach Miroslav Kloses 2:0 in der 23. Minute für drei Minuten unterbrochen worden.

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23.06.2026 | 7:26 min

Die Spannung

Einige Top-Nationen gerieten in der Gruppenphase ins Straucheln, von einem Ausscheiden waren jedoch alle weit entfernt. Das liegt daran, dass durch die Aufstockung nur 16 der insgesamt 48 Teilnehmer ausscheiden. Vom verfrühten Favoritensterben, zuletzt zwei Mal verkörpert durch Deutschland oder auch 2014 von Spanien und 2010 von Italien und Frankreich, müssen sich schadenfrohe Fans verabschieden.

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Rudern, singen, feiern – so kreativ feiern Fans ihr Team.

22.06.2026 | 0:55 min

Die Türkei

Die größte Enttäuschung der Gruppenphase war bei dieser WM die Türkei. Mit großen Ambitionen und hochmotiviert reisten die Türken zum ersten Turnier seit 2002. Die mit Superstars wie Kenan Yıldız, Arda Güler und Hakan Çalhanoğlu gespickte Truppe galt auch wegen der vergleichsweise einfachen Gruppe für nicht wenige als eine der Favoriten auf einen Überraschungslauf. Zwei Niederlagen später - gegen Australien und Paraguay - in denen kein eigener Treffer gelang, nahm dieses Turnier für die Türkei ein jähes Ende.

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